Obdachlosen erstochen: Gericht spricht Hiphop-Pionier schuldig

 

Ein Hiphop-Veteran muss für die Tötung eines Obdachlosen ins Gefängnis. Ein Gericht in New York sah die Schuld von Kidd Creole als erwiesen an. Im Zuge einer Auseinandersetzung soll der frühere MC von Grandmaster Flash & The Furious Five seinem Opfer mehrere Messerstiche zugefügt haben. TMZ schrieb damals von Beleidigungen, die der Tat vorausgegangen seien.

Kidd Creole erwartet hohe Haftstrafe

Die Jury eines New Yorker Gerichts sprach Kidd Creole wegen Totschlag ersten Grades für schuldig. Das berichtet ABC7. Die Staatsanwaltschaft nannte das Verbrechen des Hiphop-Pioniers demnach eine "schockierende Gewalttat". Die Verteidigung argumentierte hingegen mit Selbstverteidigung in Anbetracht einer angeblich lebensbedrohlichen Situation.

Die Tat liegt fast fünf Jahre zurück. Kidd Creole wurde damals im Alter von 57 Jahren in New York festgenommen. In einem Telefon-Interview mit The Source stritt er 2021 ab, dass das Verbrechen mit Homofeindlichkeit in Verbindung stehe. Der Rap-Pionier fühlte sich in den Medien falsch abgebildet und erklärte: "Jetzt kämpfe ich gegen das Image an, dass sie mich als eine Person dargestellt haben, die Menschen mit alternativen Lebensstilen gegenüber intolerant ist, und das stimmt nicht."

Das endgültige Urteil soll voraussichtlich am 4. Mai gesprochen werden. Laut HipHopDx steht eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren im Raum.

Grandmaster Flash & The Furious Five wurden 2007 als erste Hiphop-Gruppe in die Rock and Roll Hall Of Fame aufgenommen. Kidd Creole stieß Ende der Siebziger zu der Formation hinzu. Die 1982 veröffentlichte Single "The Message" ist in Amerika offiziell zum Kulturgut erklärt worden. Der Track kam 2002 in das United States National Archive of Historic Recordings.

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