Nura startet Adventskalender für Seenotrettung

Nura hat eine Weihnachtsaktion zur Unterstützung der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch gestartet. Dabei dreht es sich um ein spezielles Freundebuch. Darin haben sich Artists verewigt, die ebenfalls nicht die Augen davor verschließen, wenn Menschen bei der Überquerung des Mittelmeers ihr Leben riskieren. Ganz im Stile eines Adventskalenders wird sich tagtäglich ein prominenter Supporter offenbaren.

Remoe, Nico K.I.Z & mehr: Nuras Freundebuch für Sea-Watch

Wir haben inzwischen den 2. Dezember. Zwei von Nuras Freunden sind bereits in Erscheinung getreten. Hinter dem ersten Türchen hat sich RnB-Sänger Remoe versteckt, der die "grandiose Sache" nach vorne bringen möchte. Zweiter im Bunde ist Nico von K.I.Z, der ebenfalls in Nuras Freundschaftsbuch zu finden sein wird. Ab dem 15. Dezember bekommt man die Chance, dieses Unikat zu ersteigern.

"Vor genau einem Jahr begann ich bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten befreundete Künstler, Namen aus der gesamten deutschen Musiklandschaft, in mein Freundebuch schreiben zu lassen - bei Konzerten, Festivals, Studiobesuchen oder per Post. Von Anfang an hatte das Ganze das Ziel, einem Guten Zweck zu Gute zu kommen. Ganz bewusst entschied ich mich für die Organisation Seawatch [...]"



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Vor genau einem Jahr begann ich bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten befreundete Künstler, Namen aus der gesamten deutschen Musiklandschaft, in mein Freundebuch schreiben zu lassen - bei Konzerten, Festivals, Studiobesuchen oder per Post. Von Anfang an hatte das Ganze das Ziel, einem Guten Zweck zu Gute zu kommen. Ganz bewusst entschied ich mich für die Organisation Seawatch @seawatchcrew , die sich jeden Tag mit Leib und Leben ihrer meist ehrenamtlichen Mitarbeiter dafür einsetzt, Menschen aus dem Mittelmeer zu retten, die bei der Überfahrt in eine bessere Zukunft ihr Leben riskieren. Mithilfe all dieser Künstler aus diesem Freundebuch und einem Adventskalender könnt ihr jeden Tag einen weiteren prominenten Unterstützer entdecken - aber auch jeden Tag auf www.sea-watch.org erfahren, worum es uns dabei überhaupt geht. Auf meinem Instagram seht ihr ab heute wer dabei ist! Informiert euch, teilt und spendet wenn ihr in der Lage dazu seid! Jede Hilfe zählt. Ab dem 15.12 habt ihr die Möglichkeit das Buch zu ersteigern. #seawatch #artistsforseawatch #awareness #seenotrettung

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Auf Nuras Instagram und unter dem Hashtag #artistsforseawatch kannst du nun mitverfolgen, wer alles Teil der Kampagne ist. Weitere Informationen zur Seenotrettung bekommst du auf sea-watch.org. Auch hast du die Möglichkeit hier direkt für die Seenotrettung spenden. Aus dem Deutschrap heraus gab es bereits im Sommer eine Welle der Solidarität für die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete, die sich einem Anlegeverbot der italienischen Behörden widersetzte.

Deutschrap solidarisiert sich mit Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete

Wir leben im 21. Jahrhundert und die Gesellschaft diskutiert darüber, ob es legal sein sollte, ertrinkende Menschen aus dem Mittelmeer zu retten. Die Kapitänin des Rettungsschiffes "Sea-Watch 3" hat diese Frage mit einem klaren "Ja" beantwortet und rettete über 50 Geflüchtete, die ohne ihre Hilfe vermutlich im Mittelmeer ertrunken wären.

Jeden Tag ertrinken Menschen, bei dem Versuch das Mittelmeer zu überbrücken. Unter anderem Organisationen wie Sea-Watch sorgen dafür, dass den Hilfesuchenden in konkreten Notsituationen auch tatsächlich geholfen wird. Kürzlich setzten TUA und Chimperator mit dem Video zu "Wenn ich gehen muss" ein relativ drastisches Zeichen für Seenotrettung.

Tua & Chimperator setzen drastisches Zeichen für Seenotrettung

Tua veröffentlicht mit "Wenn ich gehen muss" nicht einfach nur ein Musikvideo. Es ist viel mehr als das: Ein Weckruf, eine Kampagne zur Unterstützung der Seenotrettung und letztlich ein Spendenaufruf. Die Aktion ist bemerkenswert, das Video aber kaum auszuhalten. Das liegt natürlich in der Natur der Sache und muss wohl auch einfach so sein.

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Nura: Warum "Juju oder andere" das N-Wort nicht benutzen sollen

Nura: Warum "Juju oder andere" das N-Wort nicht benutzen sollen

Von Michael Rubach am 04.03.2020 - 16:10

Es gibt Dinge, die sollten selbstverständlich sein. Sie sind es aber nicht. Keine Ahnung, ob unsere Generation es noch miterleben wird, wie das N-Wort komplett aus dem Sprachgebrauch nicht-schwarzer Menschen verschwindet. Wünschenswert und notwendig wäre es allemal.

Darauf weist nun Nura eindringlich hin, die bei diesem Thema auch ganz direkt ihre ehemalige SXTN-Partnerin Juju anspricht.

Nura erklärt "Ich bin schwarz"

Den Track "Ich bin schwarz" droppten SXTN im September 2016. Anscheinend gibt es bis heute Leute, die den Humor des Songs nicht begriffen haben oder nicht begreifen wollen. Trotz zutiefst ironischer Warnhinweise zu Beginn des Videos sowie der gnadenlosen Überspitzung vieler Vorurteile über schwarze Menschen scheint Unklarheit darüber zu herrschen, wie ernst Nura den Track eigentlich meint.

Davon ausgehend gibt die Rapperin ein Statement ab, um wieder einmal zu verdeutlichen, dass es einfach nicht klargeht, das N-Wort zu benutzen. In ihren Appell schließt Nura auch ihre ehemalige Weggefährtin Juju ein. Sie sei "ganz bestimmt nicht okay damit", dass "Juju oder andere" auf diese rassistische Beleidigung zurückgreifen.


Foto:

Screenshot: via instagram.com/nura

Künstler, die nicht bemerken würden, wie verletzend dieses Wort ist, seien "einfach total ignorant". Es ginge dabei gar nicht um sie als Person, sondern darum, dass viele andere Menschen von der Verwendung des Begriffs getroffen seien. Das habe Nura mit der Zeit kapiert. Dazu passt, dass sie ihr textliches Zugeständnis aus "Ich bin schwarz" nun offenbar widerrufen hat. Auch Jujus N-Bomben werden fortan nicht mehr durchgewunken.

"Hab' ich schon erwähnt, dass ich nur Chicken mag? / Raste aus, wenn jemand außer Juju 'N****r' sagt"

Juju hat das Wort, das aus dem falschen Mund in einem Sekundenbruchteil die Geschichte der Sklaverei, Rassenhass und Völkermorde hochbringt, beispielsweise auf dem Track "Berliner Schnauze" an der Seite von Said verwandt. Das würde Nura heute nicht mehr einfach so hinnehmen. Generell sollte von niemandem hingenommen werden, dass das N-Wort fällt, wenn es von jemandem kommt, der offensichtlich nichts mit der schwarzen Community zu tun hat.

Wie sehr Nuras Alltag von rassistischen Erfahrungen geprägt ist, hat sie erst vor ein paar Monaten offengelegt:

"Weil ich schwarz bin": Nura berichtet von Rassismus im Supermarkt

Die Rapperin Nura ist bekannt für ihr soziales Engagement gegen Rassismus, für die Seenotrettung und zahlreiche weitere Themen, bei denen Menschenrechte bedroht werden. Jetzt berichtet sie auf Instagram selbst davon, wie sie beim Einkaufen in einer REWE-Filiale Rassismus erfahren musste.


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