NPD will mit Hiphop Jungwähler ködern
Die Berliner NPD setzt für die Erschließung neuer Wählerkreise auf rechte Musik. Berliner Jugendliche zwischen 16 bis 18 Jahren erhielten Post von der NPD und sahen sich mit rechter Rap-Musik und einem symbolischen Rückflugticket für ihre ausländischen Bekannten und Freunde konfrontiert.
Angeschrieben werden seit dem 12. September 16 bis 18-Jährige in den Bezirken Mitte, Reinickendorf, Neukölln und Treptow-Köpenick. Das Schreiben enthält einen Hinweis auf die beigelegte Schulhof-CD Berlin - Deutsch und heterosexuell . Die CD enthält neben dem üblichen Rechtsrock auch Hiphop-Tracks. So findet sich ein Song des Neonazis Makss Damage auf der Compilation. Dieser war nach eigenen Angaben nicht immer rechtsradikal. Sechs Jahre lang will er aktives Mitglied der AntiFa Szene gewesen sein. Allerdings verfasste er bereits zu dieser Zeit Texte mit antisemitischen Aussagen. So will er auf seinem Track Arabisches Geld  selbiges bekommen und danach leitet er "Giftgas lyrisch in Siedlungen die jüdisch sind" und gesteht: "ich hab kein Gefühl im Sinn ich fühle nur Hate."  Heute klingen seine Liedtexte so, wie der zum Song Was ist passiert? . Dort rappt Makss Damage : "Jetzt erkennst du das Problem. Deine Haut ist viel zu hell, deine Augen blau, die Haare blond, bist intellektuell. Nach deinen Sätzen kommt kein "Alta", redest nicht im Türkenslang, schwörst nicht auf Allah, hast um deinen Hals kein Türkenkettchen hängen [...] Deshalb hassen sie dich!" 

Nach Angaben von netz-gegen-nazis.de handelt es sich bei dem Absender der Briefe, um Mandy Schmidt , die sich als NPD -Bezirksverordnete von Treptow-Köpenick engagiert. Das beigelegte Rückflugticket sei für "reiserückwillige Personen aus dem Bekanntenkreis" gedacht und solle die Fremden an die Heimat erinnern.