Nimo will Partei gründen

Nach einem langen Talk bei Clubhouse haben Nimo und seine Mitstreiter*innen den Entschluss gefasst, einen besonderen Weg im Kampf gegen Rassismus und Mobbing einzuschlagen. So sei der Plan entwickelt worden, eine Partei an den Start zu bringen. Diese soll sich für Menschenrechte und Gerechtigkeit einsetzen.

Nimo: "Wir werden diese Partei gründen"

In einem Live-Stream auf Instagram informierte Nimo die Fans, die nicht bei Clubhouse dabei waren, über sein Vorhaben. Bevor er auf seine Idee einging, sprach er noch ganz allgemein darüber, was jeder Mensch persönlich dafür tun kann, Rassismus sowie Diskriminierung und Mobbing entgegenzuwirken. So gelte es, gesamtgesellschaftlich "Vorurteile zu stoppen". Diese würden bereits im Kindesalter vermittelt und seien der Ausgangspunkt für späteres menschenverachtendes Verhalten.

"Wir haben uns geeinigt, eine Partei zu gründen und haben jetzt schon eine aktive WhatsApp-Gruppe, in der wir uns austauschen und in der wir planen und in der wir organisieren. [...] Wir werden diese Partei gründen. Wir sind alle fest entschlossen, etwas zu machen, etwas zu bewegen. Für uns. Für die Generation jetzt und für die Generation, die nach uns kommt."

Updates zu der Parteigründung soll es fortan regelmäßig bei Talks auf Clubhouse geben. Größere politische Ambitionen verfolgt Nimo mit dem Projekt offenbar nicht. Alle seien jedoch herzlich eingeladen, ihn bei dieser Mission zu unterstützen.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir etwas in diesem Land ändern können. Wenn wir sagen Partei: Wir wollen nicht in die Politik gehen und uns in politische Sachen einmischen. Wir möchten einfach nur für Menschenrechte und für Gerechtigkeit kämpfen. Gegen Rassismus. Gegen Mobbing. Einfach nur für die Menschlichkeit. Das, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Dafür setzen wir uns ein."

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung haben es Parteien immer auf Machtgewinn abgesehen, um ihre Ziele durchzusetzen zu können. Da Nimo zunächst klar betont, sich von der politischen Ebene (und wohl auch von Wahlen) fernhalten zu wollen, landen er und seine Anhänger*innen vielleicht am Ende noch bei einer anderen Organisationsform.

Zuletzt organisierte Nimo einen gemeinsamen Videodreh mit Luciano. Hier kannst du den Clip zu "Bad Eyez" sehen:

Nimo ft. Luciano - Bad Eyez [Video]

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Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot
Cdu

Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot

Von Alina Amin am 17.02.2021 - 19:21

Kürzlich veröffentlichte die CDU einen Wahlwerbespot auf ihren Social Media Kanälen, der auch in der Deutschrap-Szene für Empörung sorgt. In dem Spot geht es um die neue Gesetzesreform zur Verhinderung von Geldwäsche, die letzten Donnerstag verabschiedet wurde. Dafür werden in dem kurzen Clip zwei Männer abgebildet, die als Clan-Mitglieder betitelt werden. Aussage: Geldwäsche härter bestrafen.

Dabei ist die CDU wohl über das Ziel hinausgeschossen. Von vielen Menschen wurde das Video als rassistisch empfunden und die Regierungspartei erfuhr daraufhin dermaßen viel Kritik, dass sie den Clip nun von allen ihren Kanälen entfernt hat.

Wieso der CDU-Wahlwerbespot rassistisch ist

In dem Clip ist zu sehen, wie zwei Männer in einem Ferrari sitzen. Während ein Polizei-Bully an dem Auto vorbei fährt, erklärt eine Frauenstimme: "Damit kriminelle Clans nicht mehr Ferrari fahren, sondern Mercedes". Mit Mercedes wird auf den Autohersteller angespielt, der in dem fiktiven Spot für Polizeiautos zuständig ist.

Der Journalist Tarek Baé erklärt, wieso das rassistisch ist. Im Grunde geht es darum, dass die CDU in ihrem Video Geldwäsche einer konkreten Minderheit zuschreibt. Wie Tarek erklärt, widerspricht dies stark der aktuellen Faktenlage. Man bediene sich trotz dessen an dem Klischee der "kriminellen Clans". Die CDU reproduziere und verstärke durch diese verzerrte Darstellung lediglich rassistische Stereotypen. Dazu trägt besonders bei, dass die CDU explizit Männer für die Rolle castete, die einer bestimmten Herkunft zugeschrieben werden könnten.

Deutschrap reagiert: CDU-Werbespot zur Clan-Kriminalität & Geldwäsche

Auch diverse Deutschrapper*innen empfanden den fragwürdigen Wahlwerbespot als rassistisch und AfD-nah. So schrieben beispielsweise Celo und Abdi unter den mittlerweile gelöschten Post, ob die CDU ihre verlorenen AfD-Wähler zurückgewinnen wolle oder etwas gegen italienische Autos hätte.

Badmómzjay bezeichnete den Spot als einen von "Stereotype[n] geprägte[n] Rassismus". 


Foto:

Badmómzjay / instagram @badmomzjay

Ra'is fragt die CDU, ob "sonst noch alles cool" bei ihnen sei. Auch Katja Krasavice zeigt sich schockiert: "Platzt doch ihr Nazis!". Marcus Staiger widmet sich auf Twitter dem Thema und erklärt, dass er beim Gedanken an Geldwäsche an Wolkenkratzer denken würde, "in denen [Bänker*innen] Superreichen dabei helfen, die Gesellschaft zu verarschen & noch reicher zu werden".


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