Niko bezieht Stellung zum Foto mit Bushido und Beatrix von Storch

Nachdem ein Foto mit Beatrix von Storch (AfD) und Bushido gestern hohe Wellen geschlagen hat, bezieht Niko von der Backspin nun Stellung. Er verstehe die Aufregung, stelle sich gegen alle "von der AfD vertretenen Weltanschauungen" und er ärgere sich darüber, wie das Foto im Internet gepostet wurde.

Er appelliert, erst nach dem Erscheinen des Videos für das Format Straßenwahl zu urteilen. Das Hyperbole-Format bringt Politiker und Rapper für einen eher ungewöhnlichen Dialog zusammen und Niko rechtfertigt in diesem Kontext auch ein Treffen mit der rechtspopulistischen Partei, zu der von Storch gehört:

"Dennoch verstehe ich mich auch als Journalist und empfinde es als wichtig, sich mit Leuten zu sprechen um Argumente auszutauschen und auch um die Argumente von AfD Politikern als solche aufzuzeigen was sie sind: Populismus und Pauschalsierungen."

Von Storch, die ihren Schießbefehl zur Grenzsicherung im letzten Jahr mit einem Ausrutscher auf ihrer Maus erklärte (nein, das war kein Scherz), habe ein "reflektierter, kritischer Bushido" gegenüber gestanden, findet Niko. Der Berliner Rapper hatte in der Vergangenheit mehrfach öffentlich mit dem Gedanken gespielt, die rechte Partei zu wählen. Warum das – ob als ernstes Statement oder auch nur als Provokation – sehr kritisch ist, hatte Marcus Staiger bereits umfassend erläutert.

Bushido will angeblich AfD wählen & Staiger findet das problematisch

Bushido provoziert gerne, was natürlich auch Marcus Staiger weiß. Aber selbst wenn Bushido nicht ernst meinen sollte, dass er die AfD wählen will, empfindet Marcus Staiger das dahingehende Statement als problematisch.

Die Frage, die jetzt erstmal stehen bleibt, ist, ob dieses Treffen wirklich irgendjemandem außer der AfD wirklich nutzen kann. Der Rapper Juse Ju hat seine Gedanken zu diesem Problem auf Facebook zusammengefasst (hier nachlesen):

"Von Promi-Faktor und HipHop Assoziation profitiert nur der Storch. Dieser Promomove ist ihr auf jeden Fall schon einmal gelungen. - Mensch, jetzt hab ich ja doch vorverurteilt. Ich hoffe doch, Niko und Bushido belehren mich eines Besseren und nehmen die Storch auseinander."

Lies hier Nikos komplettes Statement:

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Kommentare

"(...) sich mit Leuten zu sprechen"
Niko Hüls, Sprachgenie und HipHop-CEO von Einsteins Gnaden.

Ganz wichtig, diesen schlimmen Fehler in Zusammenhang mit der Thematik des Artikels aufzuzeigen. Oh wait... es gibt gar keinen Zusammenhang, sondern war nur reines Klug******ertum. Mein Fehler.

Ich gehe mal davon aus, dass das "sich" auf die Autokorrektur zurückzuführen ist. Passiert mir auch häufiger, wenn ich
auch schreiben will. Jetzt kann man dem guten Niko allerdings noch vorhalten, dass er anscheinen seine eigenen Texte nicht Korrektur
liest..

so wie ich meine ;)

1.niko
1.visa
2.rooz

niko krigt immer noch zuwenig hak.

Nur weil der ein Interview mit denen macht bedeutet das doch nicht das er ein Nazi ist... das ist doch quatsch. Das sagt ja Bushido auch keiner nach.

Soso, Nico distanziert sich von ALLEM wofür die AfD einsteht: also ist er gegen Volksentscheide! also ist er dagegen das man Lobbyismus eindämmt! er ist auch somit dagegen das organisierte Kriminalität gezielter bekämpft wird!
wie undifferenziert einfach alle das Parteiprogramm der AfD haten, ohne es mal gelesen zu haben.
Der IQ der hiphop-journaille liegt definitiv flächendeckend unter 100 - das behaupte ich jetzt mal, ohne mit den jeweiligen individuen iq-tests durchgeführt zu haben.... ;)

Der weiterführende Inhalt interessiert auch nicht wenn er vom populistischem rechten pöbel kommt der sich als konservative Mitte tarnt.
Oh, warte, doch, er wird anderenorts nur besser verpackt und ist unter dem schwarz noch ziemlich dunkelbraun.

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Bushido vs. Arafat Abou-Chaker: Zeugenaussagen von Shindy, Kollegah, Farid Bang & mehr kündigen sich an

Bushido vs. Arafat Abou-Chaker: Zeugenaussagen von Shindy, Kollegah, Farid Bang & mehr kündigen sich an

Von HHRedaktion am 04.09.2020 - 10:30

Im Prozess von Bushido gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder ist jetzt klarer, welche Deutschrap-Schwergewichte ebenfalls vor Gericht zu sehen sein könnten. Das Landgericht Berlin hat eine Reihe prominenter Künstler als Zeugen benannt. Nach Informationen des Spiegels befinden sich Farid Bang, Kollegah, Shindy, Samra, AK Ausserkontrolle, Ali Bumaye und Laas Unltd. darunter.

Ohne Capital Bra & Fler: 36 Namen auf der Zeugenliste

Neben den gerade aufgeführten Rappern taucht außerdem noch DJ Gan-G auf einer Liste auf, die insgesamt 36 Namen umfassen soll. Capital Bra und Fler sind dort laut Spiegel nicht vermerkt. Die beiden Artists, die bekanntlich eine gemeinsame Geschichte mit Bushido teilen, erscheinen lediglich in der Anklageschrift.

Auch die Aggro Berlin-Gründer, die von Bushido kürzlich eine Unterlassungserklärung einforderten, stehen demnach nicht auf der Liste. Bushido selbst gilt als wichtigster Zeuge im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker. Am kommenden Montag soll der EGJ-Chef erneut in den Zeugenstand gerufen werden. Ein Ende seiner Aussage sei nicht in Sicht.

Nicht nur Rapper, sondern auch weitere Menschen aus Bushidos Umfeld will das Gericht offenbar zu Wort kommen lassen. Laut Spiegel handelt es sich dabei um folgenden Personenkreis: seine Ehefrau, sein Psychologe, mehrere Anwälte, eine Steuerberaterin und diverse Polizeikräfte. Ebenso scheint sich das Gericht für die Sichtweise von Ashraf Rammo zu interessieren. Einige Mitglieder der Rammo-Familie werden mit Clan-Kriminalität in Verbindung gebracht. Ashraf Rammo widmete Capital Bra vor Kurzem einen Song und sagte: "Danke dir Bruder".

Capital Bra - Danke dir Bruder [Audio]

Den Song widmet Capi offenbar Ashraf Rammo und erklärt dabei, wie dieser ihm in einer schwierigen Phase geholfen hat.

Diese jetzt schon eine sehr umfangreiche Sammlung an potenziellen Zeugen und Zeuginnen sei eine vorläufige Liste, die sich abhängig vom Prozessverlauf ändern kann. Wann genau die betreffenden Personen aussagen müssen, stehe noch nicht fest. Das Gericht habe 30 Verhandlungstage bis Januar 2021 angesetzt. Die Vorwürfe gegen Arafat Abou-Chaker lauten unter anderem räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung.

Aufgrund der Verhandlung hat Bushido das Release seines Albums "Sonny Black 2" in den April 2021 verlegt.


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