Banksy ist zurück mit neuem Werk: "Raise The Drawbridge" sorgt für Diskussionen

Die gesellschaftskritischen Streetart-Kunstwerke des berühmten Banksy konnte man zuletzt vor knapp zwei Monaten in Bethlehem bestaunen. Jetzt hat es den britischen Künstler nach Kingston upon Hull (kurz: Hull) in Großbritannien verschlagen, wo er stolz sein neustes Wandgemälde präsentiert.

Es befindet sich auf der Scott Street Bridge und trägt den Namen "Raise The Drawbridge". Zu sehen ist ein kleiner Junge, der auf einem alten Graffiti-Tag sitzt. In kriegerischer Haltung posiert der Kleine mit fliegendem Umhang, einem als Schutzhelm umfunktionierten Nudelsieb und einer selbstgebastelten Schwert-Stift-Kombination. Unmittelbar neben ihm ziert der Schriftzug "Draw The Raised Bridge" die Mauer, was wörtlich übersetzt so viel bedeutet wie "Zeichne die aufgerichtete Brücke". 

RAISE THE DRAWBRIDGE! Hull.

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Instagram post by Banksy * Jan 26, 2018 at 7:45pm UTC

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Mittlerweile ist jedem klar, dass Banksy mit seinen Projekten etwas ausdrücken will. Nicht umsonst bezeichnet man ihn auch als einen politischen Aktivisten. Sowohl durch gezielte Provokation als auch unterschwellige Aktionen macht er auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam.

Besonders viel Kritik übt er an dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs. Erst im Mai vergangenen Jahres hinterließ er ein Brexit-Kunstwerk an einer Hauswand der britischen Hafenstadt Dover. Auch mit seinem neusten Werk könnte er sich gegen den Brexit aussprechen. Die endgültige Interpretation bleibt aber selbstverständlich jedem selbst überlassen.

Dover, England.

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Die Bewohner der Kleinstadt freuen sich jedenfalls über ein neues Kunstwerk von Banksy, das nun den eigenen Wohnort ziert. Auf seinem Instagram-Account bedanken sie sich herzlich bei ihm. 

"Wir haben uns heute raus in den Regen gewagt, um das zu sehen. Wir wurden nicht enttäuscht. Ein Blick darauf lohnt sich. Danke für den Besuch", schreibt ein Anwohner begeistert in die Kommentare. Viele andere Briten schließen sich an und sind stolz auf das neue Graffiti der Stadt. 

Wer sich hinter dem Künstlernamen Banksy versteckt, weiß seit Jahrzehnten keiner so genau. Ob die gesellschaftskritischen Kunstwerke von nur einer Person oder einem gesamten Kollektiv stammen, tritt bei den stoßkräftigen Botschaften allerdings in den Hintergrund.

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41 Artists kapern Werbeflächen in Australien für den Klimaschutz

41 Artists kapern Werbeflächen in Australien für den Klimaschutz

Von Michael Rubach am 05.02.2020 - 16:24

Eine Gruppe aus 41 Artists hat in Australien mit der Guerilla-Kampagne Bushfire Brandalism für Furore gesorgt. Unter anderem die Berliner 1UP-Crew hat auch hierzulande Instagram-Profil auf die bemerkenswerte Aktion aufmerksam gemacht.

Bushfire Brandalism: Gegen die Regierung – für den Klimaschutz

In den australischen Großstädten Sidney, Melbourne und Brisbane haben die Artists ihre viel beachtete Kampagne durchgezogen. Etliche Werbeplakate, die zum Beispiel an Bushaltestellen zu sehen sind, wurden gekapert und mit eigenen Werken ersetzt. Mit den QR-Codes auf den Postern ließ sich direkt Kontakt zu verschiedenen Hilfsorganisationen herstellen. Inzwischen sind die Arbeiten wieder entfernt worden.

Die australische Regierung bekam dabei mehrfach ihr Fett weg. Speziell der amtierende Premierminister Scott Morrison, der den Klimawandel scheinbar nicht wahrhaben will, geriet gleich mehrfach ins Visier.

Das Kollektiv möchte der australischen Regierung ihre Untätigkeit vor Augen führen. Das gilt zum einen in Bezug auf die klimatischen Veränderungen generell. Zum anderen ist es der Umgang mit den Buschfeuern, der angeprangert wird.

"Wir akzeptieren nicht, dass diese Situation als Normalität abgetan wird. Wir machen diese Probleme im öffentlichen Raum und in unseren Medien sichtbar."

("We do not accept that this situation is 'business as usual'. We are making these issues visible in our public spaces and in our media")

Neben der Regierung hinterfragen die Aktivisten auch die australische Medienlandschaft. Die Berichterstattung über die Fragen des Klimawandels empfinden sie als unzureichend. Daher haben sie sich ihre eigene Öffentlichkeit geschaffen. Bilder mit dem Hashtag #BushfireBrandalism kursieren haufenweise in den sozialen Medien.



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Check out our latest blog at GraffitiStreet.com/news as 41 artists hit the streets of Australia with #bushfirebrandalism . Artists statement “As a collective group of Australian artists, we have been driven to reclaim public advertising space with posters speaking to the Australian government’s inaction on climate change and the devastating bushfires. We do not accept that this situation is ‘business as usual’. We are making these issues visible in our public spaces and in our media; areas monopolized by entities maintaining conservative climate denial agendas. If the newspapers won’t print the story, we will!” Photo cred @adamscarfphotography #sydney #subvertising #subvertisingart #climatechange #bushfiresaustralia #graffit #streetart #graffitistreet

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#bushfirebrandalism A guerrilla collective of 41 artists have taken over outdoor advertisements to protest the government’s handling of bushfires and the lack of action on climate change more broadly. An organiser of the group has told SBS News "There was this universal feeling of powerlessness and helplessness amongst all the artists. The act of taking over the advertising spaces is a symbolic thing, it's the narrative of taking back public space or space in the media that we felt wasn't being given to these issues." Love this powerful initiative, another example of #artfightsfire #bushfiresaustralia #climatechange #climatecrisis #bushfire #bushfiresaustralia #climateemergency #schoolstrike4climate #gretathunberg #savetheplanet #climateaction #sustainableliving #architectsdeclare #architectsdeclare_au #architectsassist #architectsact #actnow #carbonneutral #bethechange #artauction #art

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@workersartcollective #BushfireBrandalism #brandalism

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Alle Poster kannst du auf brandalism.ch auschecken. Bei den Feuern sind bisher insgesamt 12 Millionen Hektar Land in Mitleidenschaft gezogen worden. Das entspricht etwas einem Drittel der Fläche von Deutschland. Mehr als 30 Menschenleben haben die Brände ebenfalls gefordert. Ebenso leidet die Tierwelt massiv unter den Auswirkungen der Katastrophe.

Kontra K machte sich kürzlich auf den Weg nach Australien, um vor Ort Hilfe zu leisten. Zusätzlich startete er eine Spendenaktion.

Brände in Australien: Kontra K startet Spendenaktion


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