"Neandertaler": Ufo361 kritisiert deutsche Szene
Ufo361

 

Ufo361 hat sich in seiner Insta-Story zu einem eher ungewohnten Rant hinreißen lassen. Dabei kritisiert er vor allem die in seinen Augen rückständige Haltung im Deutschrap in Bezug auf Fashion.

Ufo361 erklärt seinen Abturn auf deutsche Rückständigkeit

In seiner Story veröffentlicht Ufo361 (jetzt auf Apple Music streamen) einen längeren Text, in dem er sich über das deutsche Modeverständnis aufregt. Einerseits störe er sich daran, dass Menschen hierzulande meinen, er dürfe keine Masken tragen, weil er damit Kanye West nachmache.

Im Zuge dessen verweist er darauf, dass Kanye Masken ja nicht erfunden habe. Auch Ye würde sich dabei an alten Kollektionen des Designers Martin Margiela orientieren. Als Beleg führt Ufo das Bild einer Modepuppe aus dem Jahr 1989 an, die bereits eine Margiela-Maske trägt. Damit hat Ufo nicht Unrecht: Wer sich noch an die "Yeezus"-Zeit 2014 erinnert, der wird Kanye quasi ausschließlich in Masken von Margiela gesehen haben.

Auch beklagt der Berliner, dass man in Deutschland nicht anders sein dürfe. Wenn man sich modisch auslebe, würde man direkt "als schwul, als Satanist" oder ähnliches bezeichnet.

Trotzdem wolle er sich dadurch nicht davon abbringen lassen, seine Leidenschaft auszuleben. Er interessiere sich aktuell einfach "extrem" für Fashion und wolle sich weiterentwickeln. In Deutschland gebe es allerdings kaum Neues und nichts, was ihn wirklich umhaue.

Abschließend bezeichnet er wohl die Leute, die seinen Film nicht verstehen wollen, als "Neandertaler" und versichert, dass sein kommendes Album das "heftigste" werde.

Ufo361 auf Ami-Level

Aber nicht nur modisch, sondern auch musikalisch scheint Ufo der deutschen Szene überdrüssig. Ebenfalls über Instagram beantwortete Ufo kürzlich die Frage, warum er kaum noch Features mit deutschen Rappern mache. Hier sei ebenso mangelnde Inspiration das Problem. Laut eigener Aussage wären "fast alle mega sus" und würden ihn nicht inspirieren.

Wenig verwunderlich also, dass Ufo in der Vergangenheit primär auf US-Features gesetzt hat. Studiosessions mit Gunna, Future, Quavo, Lil Baby und Offset sprechen da für sich.

Aber auch an einigen deutschsprachigen Artists scheint Ufo weiterhin Gefallen zu finden. So erschein vor Kurzem erst "Tageslicht" gemeinsam mit RAF Camora:

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