Nach einer fast tödlichen Überdosis: Timbaland ist zurück

Timbaland ist zurück. Einige Jahre war der legendäre Produzent aus dem Rampenlicht verschwunden, kämpfte mit seiner Drogensucht, privaten Problemen, Depressionen. Momentan scheint es wieder bergauf zu gehen. Das hat das Rolling Stone-Magazin zum Anlass genommen, um ein neues Interview mit Timbaland zu veröffentlichen – und der legt darin so ziemlich alles auf den Tisch.

Vor allem seine OxyContin-Abhängigkeit thematisiert der Produzent im Gespräch mit dem Magazin. Der heute 45-Jährige habe mit Mitte 30 begonnen das starke Schmerzmittel regelmäßig einzunehmen. Eine Schussverletzung aus seiner Jugend habe zu Nervenschmerzen geführt, OxyContin schuf zunächst Abhilfe.

Dabei ist das Opioid, das chemisch eng mit Heroin verwandt ist, ziemlich gefährlich: OxyContin wirkt in der Regel doppelt so lang wie herkömmliche Schmerzmittel, kann aber zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen führen. Ist die Dosis zu hoch, kann die Atmung gefährlich langsam und flach werden, was vor allem im Schlaf tödlich enden kann. So auch fast bei Timbaland. Sein Konsum sei außer Kontrolle geraten, Freunde wie Jay-Z hätten ihm davon abgeraten, weiterhin Interviews zu geben, da er "verrückte Sche*ße" erzählt habe. Im Rolling Stone heißt es:

"He eventually did suffer what he believes to be a near-death overdose while sleeping three years ago. 'All I can tell you is that there was a light,' he says. 'I woke up trying to catch my breath, like I was underwater. But through that whole thing I saw life – I saw where I would be if I don't change, and where I could be if I did.' The following day he began weaning off the pills, and soon after made a clean break – which resulted in a brutal period of withdrawal."

Gerade in Zeiten, in denen der Konsum von Mitteln wie Xanax, Codein und Ähnlichem in der Rap-Welt fast schon zur Normalität gehört (Lil Peep starb eine Woche nach dem Interview an einer Überdosis), findet Timbaland deutliche Worte:

"'I came from the era of drug dealers [making rap hits],' he notes. 'Now we're in the era of drug users.' He especially wants young fans and musicians to be aware that counterfeit pain pills could contain powerful opiates like fentanyl, and for the music industry as a whole to be more cognizant of the prevalence of depression in the hip-hop community. 'These kids come from a place where they don't have money, don't have a real home,' he says. "It affects them, and you hear it in the music.'"

Timbaland konnte seine Abhängigkeit offenbar überwinden und will jetzt wieder mit Musik Schlagzeilen schreiben: Gegenüber dem Rolling Stone verrät er, dass er das kommende Album von Justin Timberlake produziert habe und im nächsten Jahr außerdem eine Solo-LP veröffentlichen wolle. 

Mehr gibt es hier zu lesen:

How Timbaland Kicked Oxycontin Addiction, Self-Doubt to Stage Comeback

Talk to any of Timothy " Timbaland" Mosey's friends, and you'll hear the same thing: that just a couple of years ago he was a totally different man. They'll tell you that he had lost his way, becoming depressed, overweight and contemptuous of the severely minimal beats that fueled hits by new artists like Future and Migos.

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Kommentare

bisschen crack is schon ok

tja so läuft das in den USA. Wer schmerzen hat bekommt Opiate verschrieben, wird süchtig, steigt auf Heroin um, zerstört seinen Körper komplett und braucht noch mehr Medikamente.
Well played, Pharma-Industrie

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DMX: Genaue Todesursache geklärt
DMX

DMX: Genaue Todesursache geklärt

Von Michael Rubach am 10.07.2021 - 11:15

Am 9. April 2021 ist US-Raplegende DMX im Alter von 50 Jahren verstorben. Nun steht auch die genaue Todesursache fest. Aus einem Bericht von Vulture geht hervor, dass DMX zunächst einen durch Kokainkonsum hervorgerufenen Herzinfarkt erlitt. Dieser führte wiederum dazu, dass sein Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wurde. Der New Yorker Rapper verstarb schließlich, nachdem er noch eine Woche im Koma gelegen hatte.

Kokainüberdosis: DMX stirbt an den Folgen einer Herzattacke

Die Informationen über die genauen Todesumstände von DMX kommen offenbar direkt aus der zuständigen Gerichtsmedizin. Eine Kokainüberdosis habe demnach eine "Kette von Ereignissen" in Gang gesetzt. Eine Autopsie sei nicht durchgeführt worden. Die Todesursache habe man anhand vorhandener medizinischer und polizeilicher Unterlagen festgestellt.

Bereits kurz nach den Meldungen um den Krankenhausaufenthalt von DMX wurde angenommen, dass seine Herzattacke in Verbindung mit Drogenkonsum steht. Der US-Rapper hatte zeit seines Lebens immer wieder mit Suchtproblemen zu kämpfen.

Am 2. April 2021 sei 22:03 Uhr der Notruf verständigt worden. Eine Minute später sollen die Rettungssanitäter aufgebrochen sein. Um 22:09 seien diese bei DMX gewesen. Das Team habe dort direkt Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Weitere 30 bis 40 Minuten danach sei DMX im Krankenhaus eingetroffen. Sein Hirn habe zu diesem Zeitpunkt bereits sämtliche Funktionen aufgegeben. "Sein Tod geschah unmittelbar, weil das Gehirn tot war", schildert die Quelle aus der Gerichtsmedizin. Nach einer Woche unter lebenserhaltenen Maßnahmen verstarb DMX in einem New Yorker Krankenhaus.

Ende Mai erschien mit "Exodus" ein erstes posthumes Album von DMX. Erst kürzlich gedachten zahlreiche US-Stars mit einer Performance bei den BET Awards dem verstorbenen US-Rapper.

Method Man, Busta Rhymes, Griselda & mehr mit DMX-Tribut bei den BET Awards


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