Nach Trennung von Maskulin: Jalil zieht Major-Deal an Land

Jalil hat mit Gold League eine neue Labelheimat gefunden. Nach der Trennung von Fler und Maskulin war bisher unklar, wie und wo Jalil zukünftig seinen Output unter die Leute bringt. Nun verkündet er via Instagram, dass fortan alles über Sony Musics neues Label Gold League laufen wird.

Major-Deal: Jalil zeigt sich dankbar

Auf Jalil Instagram-Seite befinden sich mehrere Videos, die den Ex-Maskuliner unter anderem bei der Vertragsunterzeichnung zeigen. Er bedankt sich zudem "für die Möglichkeit", über Sony Music veröffentlichen zu können. In die kurzen Clips sind außerdem einige Lines hineingeschnitten, die die Aussagekraft des Deals unterstreichen sollen.

"Erster Deal, erste Rolie / Major Money, N*gga / Jalil ist jetzt bei Sony"



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Danke für die Möglichkeit @sonymusicde !!!

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Im Herbst 2018 hatte Fler noch von einem zukünftigen Universal-Deal seines ehemaligen Schützlings gesprochen. Mit dem Abgang von Maskulin hat sich diese Prophezeiung offenkundig nicht erfüllt. Fler und Jalil brachten gemeinsam 2017 das Kollaboalbum "Epic" heraus. 2018 folgte Jalil Soloplatte "Black Panther".

Gold League: Das ist Jalil neues Label

Jalis neues Label ist dabei auch in Berlin angesiedelt und bietet urbanen Künstlern eine Plattform. Sony Music beschreibt das Ganze folgendermaßen:

"Mit dem neu gegründeten Vertriebslabel Gold League erweitert Sony Music sein Labelportfolio. Gold League soll als Heimat für urbane Musik dienen und ist in München und Berlin vertreten."

Vor Jalil hat bereits Joshi Mizu dort einen Deal unterzeichnet. Der Wiener veröffentlicht zudem am Freitag seine Single "Ching Ching". Über Jalils kommende Veröffentlichungen wurde vorerst nichts weiter kommuniziert.

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Fler: "Banger Musik hat das geschafft, was wir hätten schaffen müssen"

Fler: "Banger Musik hat das geschafft, was wir hätten schaffen müssen"

Von Paul Kruppa am 13.06.2021 - 11:44

Die zweite Folge unseres neuen Formats "Echter geht's nicht" mit der Berliner Battlerap-Instanz Tierstar ist frisch draußen. Fler und Bass Sultan Hengzt sind dieses Mal zum Interview am Start. Am kommenden Freitag droppt mit "Ketten raus Kragen hoch" (Release Date: 18. Juni 2021) das erste Album von BSH über Maskulin. Fler hat über die Jahre so einige Artists in sein Camp kommen und auch wieder gehen sehen. Wieso Maskulin nie zu einem Label im Stil von Banger Musik angewachsen ist, macht er an verschiedenen Punkten fest.

"Kampf, den wir verloren haben": Fler über seine Maskulin-Signings & Banger Musik

Vor gut zehn Jahren fiel der Startschuss zur Maskulin-Ära. Von Nicone über Sentino bis Silla oder Jalil – viele der früheren Künstler des Labels sind weiterhin aktiv. Einen steileren Karriereverlauf nach der Trennung von Maskulin kann Fler jedoch nicht feststellen.

"Die Kumpels, die ich gesignt habe, sind Sorgenkinder gewesen. Wir sind alle in Berlin irgendwelche Problemkinder. Viele von denen, die bei mir waren, waren danach dann nie wieder erfolgreich. Haben bei mir echt ihren Peak gehabt. [...] Ich hab da nie so einen Künstler gehabt, der dann so durch die Decke gegangen ist. [...] Wenn viele von denen bei mir geblieben wären, dann wären sie heute besser dran."

Fler richtet seinen Blick nach NRW zu seinem Buddy Farid Bang. Dort ist das Lager von Banger Musik seit Jahren breit aufgestellt (auch wenn eine Line von Farid kürzlich Fragen aufgeworfen hat). Abgänge gab es in der Vergangenheit kaum zu verzeichnen. Ein vergleichbares Camp aufzubauen, wäre mit den vormaligen Maskulin-Artists rein vom Potenzial laut Fler möglich gewesen.

"Wenn ich einfach nur die künstlerische Leistung und die Typen vor der Kamera nehme, würde ich sagen, könntest du uns gleichsetzen mit Banger Musik. Banger Musik hat das geschafft, was wir hätten schaffen müssen, Maskulin. Das war damals der Kampf, den wir verloren haben. Ich selber hab den Kampf nicht verloren. Ich bin weiter am Start geblieben."

Warum besteht Maskulin aktuell aus Fler, Bass Sultan Hengzt und Producer Simes? Flers Ruf als relativ anstrengender Labelboss eilt ihm seit jeher voraus. Es sei ihm jedoch nie eine wirkliche Alternative zu dieser Herangehensweise angeboten worden. Sobald ihm jemand einen funktionierenden Weg aufgezeigt hätte, der "entspannter oder anders ist", wäre er sofort dabei gewesen. Es gehe ihm nicht darum, seinen "Dickkopf" durchzusetzen.

Silla habe mal versucht, eine andere Marketing-Schiene zu fahren. Dieser sei jedoch letztendlich "auf die Nase gefallen." Es werde bei Fler eine gewisse Arbeitsmoral eingefordert. Dies sei auch mit Druck verbunden. Doch am Ende gehe es um stetigen Output. Konstant zu releasen, sei "super wichtig".

"Viele Künstler haben vielleicht ein Problem gehabt mit meiner Arbeitsmoral. Mit dem Druck, den ich gemacht habe. Aber am Ende ist diese Arbeitsmoral auch der Faktor gewesen, warum sie dann später alleine nicht mehr so am Start waren. Das ist gar kein Angriff, aber bei mir haben die Leute mehr releast – einfach nur mehr releast. Ob sie besser waren, ob sie schlechter waren, keine Ahnung. Aber allein diese Konstante, die dahinter ist, ist super wichtig. Das ist mein Weg."

Das gesamte Interview mit Fler und Bass Sultan Hengzt kannst du hier sehen:


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