Nach Diss und Friedensschluss: Visa Vie über die 187 Strassenbande

Nachdem sich Visa Vie vor einigen Monaten mit Gzuz ausgesprochen hatte und Letzterer sich auch öffentlich entschuldigte, spricht die Moderatorin in der neuen #waslos-Folge, wie sie die ganze Sache durchlebt hat.

Auch wenn Visa die 187 Strassenbande objektiv sehr feiere und respektiere, habe ihre Liebe zu den Jungs durch die Disszeile auf Käufliche Goldfische gelitten. Es sei schlichtweg nicht schön, wenn man Leute sowohl künstlerisch als auch menschlich möge und dann in einem negativen Kontext erwähnt wird. Das Ganze sei etwas verletzend gewesen, was sie Gzuz und Bonez auch so gesagt habe. Inzwischen wüssten beide Seiten, dass keine Probleme zwischen den beiden Parteien stünden.

Allerdings erklärt Visa auch, dass es ihr nicht nur um die Line an sich gehe: "Es gibt halt einfach so viele blinde Mitläufer. Das ist eigentlich das Schlimmste daran. Diese ganzen kleinen, hängengebliebenen Internet-Kids, die dann denken, es wäre halt witzig, unter jedem meiner Fotos diese Zeile drunter zu schreiben. [...] Das war auch das, was ich Gzuz gesagt habe. [...] Da hat er was losgetreten, was er wahrscheinlich gar nicht wollte."

Trotz mittlerweile harter Schale sei sie am Ende des Tages auch ein Mensch mit Gefühlen. Davon abgesehen freue sie sich sehr darüber, dass Straßenrap aktuell derart erfolgreich ist.

Ab Minute 33:01 sprechen Rooz und Visa über die 187 Strassenbande:

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Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Von Michael Rubach am 09.09.2020 - 14:41

Im Prozess gegen Gzuz plädiert die Staatsanwaltschaft für eine Freiheitsstrafe. Dem Hamburger Rapstar könnten 14 Monate im Gefängnis bevorstehen – eine weitere Bewährungsstrafe ist für den Staatsanwalt keine Option. So berichtet es unter anderem der Spiegel.

Gzuz entschuldigt sich für sein Verhalten

Bevor die Verhandlung am gestrigen Dienstag am Hamburger Amtsgericht fortgesetzt wurde, ließ Gzuz offenkundig über seinen Anwalt mitteilen, dass er sein Benehmen am vergangenen Prozesstag bereue. Gzuz flog Mitte August aus dem Gerichtssaal. Der 187er "bedauert sein Verhalten". Die damalige Befragung seiner Verlobten habe ihn sehr verärgert – das rechtfertige seinen Auftritt jedoch nicht.

Diese Entschuldigung verhindert nicht, dass die Staatsanwaltschaft einen ziemlich eindeutigen Standpunkt einnimmt: Sie hält Gzuz in sämtlichen Anklagepunkten für schuldig. Ihm wird unter anderem Waffenbesitz, Drogenbesitz sowie versuchter Diebstahl vorgeworfen. Eine Strafanzeige wegen Körperverletzung wurde während der Verhandlung zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft könne im Hinblick auf die ständigen Konflikte von Gzuz mit dem Gesetz zudem keine positive Sozialprognose stellen. Selbst bei laufender Bewährung werde der 187er immer wieder straffällig.

Gzuz' Verteidiger argumentiert - ebenfalls in allen Anklagepunkten - für einen Freispruch. Der Anwalt erkennt darüber hinaus eine gewisse Ungleichbehandlung, die auf die Prominenz und auf das Image seines Mandanten zurückzuführen sei: "Bei jedem anderen im Saal wäre ein solches Verfahren eingestellt worden". Diverse Zeugen haben während der Verhandlung zu Gunsten von Gzuz ausgesagt.

Gzuz wegen Drogen & Waffen vor Gericht: Zeugen entlasten ihn

Dritter Verhandlungstag für Gzuz: Das 187 Strassenbande-Mitglied hatte heute erneut ein Gastspiel vorm Amtsgericht Hamburg. Dabei sorgten zwei ungeladene Zeugen für ordentlich Wirbel, wie Tag24 berichtet. Der Richter fühlte sich gar wie "bei RTL2". Was wird Gzuz vorgeworfen? Einiges.

Das verdient Gzuz offenbar im Monat

Wie die Hamburger Morgenpost ausbreitet, soll Gzuz durchschnittlich 100.000 Dollar im Monat allein vom Major Universal erhalten. Seit der Corona-Pandemie seien die Zahlungen des Labels außerdem "exorbitant in die Höhe geschnellt". Des Weiteren hebe der Rapper regelmäßig mehrere tausend Euro Bargeld ab.

In Anbetracht einer möglichen Geldstrafe ist eine solche Offenlegung der Einkommensverhältnisse von Bedeutung. Der Richter habe den Tagesverdienst von Gzuz nach dem Checken der Kontodaten und abzüglich der Steuern sowie Management-Kosten schließlich auf 1.000 Euro geschätzt. Der Anwalt von Gzuz stellt eine abweichende Rechnung auf. Er gehe eher von 700 Euro aus.

Ein Urteil in dem Prozess soll am 29. September fallen.


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