Nach Anzeige von PETA: Entscheidung im Verfahren gegen Gzuz gefallen

Ein Video, in dem Gzuz vermeintlich einen Schwan schlägt, sorgte für eine Anzeige der Tierrechtsorganisation PETA. Nun gibt es eine Entscheidung der Hamburger Staatsanwaltschaft.

Wie die BILD berichtet, sei das Verfahren gegen Gzuz bereits am 3. August eingestellt worden. Eine Amtstierärztin habe das Video im Auftrag der Staatsanwaltschaft geprüft, jedoch nicht explizit einen Schlag feststellen können, "da die entsprechende schlagende Handbewegung nicht vollständig aufgenommen und im Bild nicht eindeutig festgehalten” worden sei, wie es im Schreiben der Staatsanwaltschaft heiße.

PETA zeigt sich über das Urteil entsprechend wenig begeistert. Deren Rechtsanwalt Dr. Christian Arleth wird von der BILD folgendermaßen zitiert:

"Dass die Staatsanwaltschaft allen Ernstes behauptet, eine Berührung könne nicht sicher nachgewiesen werden, obwohl der Rapper sich selbst schadenfroh lachend für seine tierquälerische und blödsinnige Aktion feiert (…), ist eine lebensfremde Erwägung, die die konkreten Umstände des Geschehens ausblendet und den immer wieder aufs Neue mit dem Gesetz in Konflikt kommenden Rapper deckt."

Es scheint nicht der einzige juristische Fall zu sein, mit dem Gzuz sich zuletzt beschäftigen musste. Vor wenigen Tagen postete er mit Lächeln und "Beste Leben"-Pose ein Bild vor dem Landgericht Hamburg mit der Unterschrift:

"Mein Gesicht wenn ich haarscharf am Knast vorbei geschlittert bin" [sic]

Dabei handelte es sich laut Hamburger Abendblatt um eine Anhörung bezüglich seiner aktuellen Bewährungsstrafe. Die bekam Gzuz im Dezember vergangenen Jahres aufgebrummt, nachdem er einen Supermarktmitarbeiter geschlagen und beleidigt hatte. Das Problem: Gzuz war zu dieser Zeit schon auf Bewährung, da er von seiner Haftstrafe, zu der er 2011 verurteilt wurde, nur einen Teil absaß und 2013 vorzeitig aus dem Gefängnis kam.

Während der Bewährungszeit müssen Verurteilte eigentlich straffrei bleiben, weshalb am Montag geprüft worden sei, ob die Bewährung aufgehoben wird. Gzuz' Instagrampost zufolge gab es für den 187er ein glückliches Ende. Jedoch äußerte ein Gerichtssprecher gegenüber dem Abendblatt, dass es noch keine "förmliche Entscheidung der Kammer gebe". Eine finale Entscheidung steht offenbar noch aus.

Mein Gesicht wenn ich haarscharf am Knast vorbei geschlittert bin

299.4k Likes, 3,863 Comments - GZUZ (@gzuz187_official) on Instagram: "Mein Gesicht wenn ich haarscharf am Knast vorbei geschlittert bin"

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Kommentare

Gzuz kriegt eh noch Schläge...

von dir oder ?

Der Enkel wird gerecht verteilen. Also ruhe Sohn.

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Bonez MC äußert sich zu Drogenkonsum & dem "Ende der 187-Ära"

Bonez MC äußert sich zu Drogenkonsum & dem "Ende der 187-Ära"

Von Michael Rubach am 04.07.2019 - 15:11

Nachdem wir in einem viel diskutierten Artikel die Möglichkeit eines Endes der Ära der 187 Straßenbande angesprochen haben, äußert sich Bonez MC nun erstmalig öffentlich auf Instagram. Samt Mittelfinger-Emoticon richtet Bonez das Wort an diejenigen, die einen Abgesang auf die Hamburger angestimmt haben:

"Noch lange nicht am Ende !!" [sic]

Bonez MC erklärt seine "Heroin-Story"

In den Kommentaren wird Bonez auf eine Insta-Story angesprochen, die ziemlich Welle gemacht hat. In dieser behauptete der 187er ohne erkennbare Ironie, dass er sich Heroin gönnen würde. Dabei war außerdem zu sehen, wie eine Spritze in seinem Oberschenkel steckte. Weiterhin befand sich eine rötliche Flüssigkeit in der Spritze. Später deutete Bonez an, dass es sich dabei um Cranberry-Saft gehandelt habe.

Zur Klärung des Szenarios trägt Bonez nun nachträglich bei. Einem User antwortet er, dass er sich "keine Spritze geben" könne. Er habe sich in seinem ganzen Leben noch nichts auf diese Art und Weise verabreicht. Ohne weiteren Hero-Joke kann Bonez die Antwort allerdings nicht belassen:

Bonez MC spricht über Heroin
Foto:

Screenshot: instagram.com/bonez187erz
Bonez MC spricht über Heroin

Auch auf die deutsche Medienlandschaft kommt Bonez zu sprechen. Er gibt an, dass Deutschrapmedien die 187 Straßenbande nicht mögen würden, weil die Hamburger ihnen immer "die kalte Schulter" zeigen. Auf unseren Artikel geht Bonez zudem noch süffisant direkt ein und schreibt, er könne nun "eine Ära beenden mit ner Spritze im Oberschenkel."


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