Mr. Rap muss sämtliche Videos offline nehmen

Die Rapschau ist eines der bekanntesten Deutschrap-News-Formate auf YouTube. Trotz regelmäßigem Content ist der Kanal nun erst einmal fast komplett leergefegt. Nur ein Erklärvideo zur gegenwärtigen Situation steht aktuell online. Dort schildert Mr. Rap, der vor ein paar Monaten die bunte Maske fallen ließ, was zu diesem Schritt geführt hat.

Mr. Rap: "Wir haben verkackt!"

Der Newsmoderator mit Vorliebe für Gang Signs hält sich nicht lange mit einer Vorrede auf. Direkt zu Beginn räumt er ein, selbst die Schuld für die ungeplante Räumung des Kanals zu tragen. Eine Nachricht via Instagram habe das Ganze ins Rollen gebracht. In dieser wurde offenbar auf eine mögliche Urheberrechtsverletzung hingewiesen. Der Videohintergrund bestand seit jeher aus einer Collage mit reichlich Gesichtern aus der Deutschrapszene. Fotorechte hatten die Rapschau-Macher hier eigenen Angaben zufolge nicht abgeklärt.

"Kurzum: Wir haben verkackt! Stellt euch mal vor: Ihr fangt an, wollt so'n Deutschrapformat machen und setzt euch da tagelang hin und schneidet da Rappergesichter aus und klebt die an den Hintergrund, macht euch die epischste, wundervollste Deutschraphintergrundwand, die es jemals gab und jemals geben wird [...]. Aber dann: Plötzlich klopft's an der Tür – metaphorisch. Es klopft in den Instagram-DMs: [...] ein Rechteinhaber von einem dieser Fotos im Hintergrund. Frage: 'Hast du überhaupt die Rechte an diesem Foto?' Ne, haben wir nicht. Dadurch haben wir jetzt im Endeffekt zahlreiche Videos mit vermeintlichen Urheberrechtsverletzungen, wo wir theoretisch für jedes einzelne Video was zahlen können müssten. Das wäre dann die komplette Privatinsolvenz."

Um dem finanziellen Ruin zu entkommen, seien alle Videos offline. Mr. Rap stellt sich dahingehend ein paar Fragen: "Hätten wir das vorher wissen können? Haben wir deshalb einfach selber Schuld?" Das offenkundige "Ja" erfolgt durch Einblendungen von Insta-Storys bekannter Rapper. Doch damit ist die Ära des Hintergrunds mit Abbildungen von Rapper*innen noch nicht vorbei. Davud von TV Strassensound hat da was geregelt und einen Ersatz organisiert. Ab morgen werden dann wieder reguläre Folgen der Rapschau erscheinen. Viel Erfolg beim Neustart!

Hier kannst du das Statement von Mr. Rap in voller Länge sehen:

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Katja Krasavice mit Ansage an alle, die sie immer noch "YouTuberin" nennen

Katja Krasavice mit Ansage an alle, die sie immer noch "YouTuberin" nennen

Von Renée Diehl am 20.03.2021 - 13:25

Katja Krasavice will nicht mehr YouTuberin genannt werden. Das verkündet sie gestern in ihrer Instagram-Story. Außerdem macht sie einen Gegenvorschlag, wie man sie zukünftig nennen könne: „Nennt mich rappende Bestseller-Autorin, denn das ist, was ich mache!“ Während der direkte Auslöser für ihren Rant unbekannt bleibt, ist es wohl das Gefühl unzureichender Anerkennung innerhalb der Deutschrap-Szene, das sie umtreibt. 

Katja Krasavice mit direkter Ansage


Foto:

Screenshot: Instagram-Story Katja Krasavice

„Wer mich nach einer Nummer-1-Single und zwei Nummer-1-Alben immer noch YouTuberin nennt, obwohl ich seit Jahren (!!!) keine YouTube-Videos mehr hochgeladen habe – mit dem rede ich kein Wort mehr und diese Person blocke ich instant! BYE“

Wie sie weiter ausführt, würden News über andere Rapper nicht mit deren ehemaligen Berufsbezeichungen angekündigt. Das Problem mit ihrer Person vermutet sie bei ihrem Geschlecht und Auftreten: „Ich verstehe ganz genau, warum die Szene so f*cking pressed ist, wenn da eine FRAU mit Silikonb*obs und Minirock um die Ecke kommt und kurz mal alle rasiert.“ Und obwohl sie Deutschrap liebe, so verstehe sie nicht, dass Rapper, die noch keine Nummer 1 gehabt hätten, als solche bezeichnet würden, und sie nicht. Dass Charterfolge ein zentrales Kriterium sind, um sich Rapperin oder Rapper zu nennen, birgt natürlich einiges an Diskussionspotenzial. Ihren Punkt hat sie dennoch klar gemacht.


Foto:

Screenshot: Instagram-Story Katja Krasavice

Katja Krasavice: Buch & Lieder statt YouTube-Videos

Ihre Fans unterstützen die Rapperin in ihrem Ärger. Im nächsten Slide ihrer Story teilt sie eine DM: Wer sie jetzt noch YouTuberin nennt, sei wohl „unsuccessful as f*ck“ und schlichtweg neidisch auf Katjas Erfolg, schreibt ein Fan. Und Erfolge verbucht diese schließlich nicht nur als Rapperin, sondern auch als Autorin und mit ihrem kürzlich eingerichteten OnlyFans-Account. Ihr  2020 veröffentlichtes Buch "Die Bitch Bibel", das sie gemeinsam mit Autorin Johanna Völkel verfasste, erreichte im Veröffentlichungsmonat Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste in der Kategorie "Sachbuch". Der biografische Text beschreibt ihren Werdegang von einer schweren Kindheit und Jugend bis hin zu der erfolgreichen Frau, die sie heute ist. 

Katja Krasavice kündigt eigenen OnlyFans-Account an

OnlyFans kommt allmählich auch in der deutschen Rap-Szene an - das zeigen nicht zuletzt Accounts von Rapperinnen wie Antifuchs und Nura.


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