Bushidos sagenumwobenes Wohnzimmerkonzert gehörte zu den wohl längstlaufenden Running Gags der Deutschrap-Historie. Mr. Rap hat sich jetzt für sein "Rapstories"-Format bei den Kollegen von Deutschrap ideal einmal ausführlich mit den Hintergründen des Wohnzimmerkonzerts und dem Drama rund um diesen Deluxe-Box-Inhalt beschäftigt. Dabei rollt er auch kurz einmal die Historie von Deutschrap-Deluxe-Boxen auf.
"Rapstories": So lief die ganze Story rund um Bushidos Wohnzimmerkonzert ab
Einst war es ein viraler Deluxe-Box-Inhalt: ein privates Bushido-Konzert im eigenen Wohnzimmer. Wie Mr. Rap erklärt, geht das alles natürlich auf das Album "Black Friday" zurück – und findet seine Anfänge damit im Jahre 2017. Damals kündigte Bushido an, ein exklusives Wohnzimmerkonzert und 1000 Golden Tickets und 1000 Golden Tickets für die zum Album zugehörige Tour in seinen Deluxe-Boxen zu verlosen. Erwartungsgemäß schlug die Ankündigung Wellen, die gute Laune hielt allerdings nicht lange an. Spätestens als sich anbahnte, dass das Wohnzimmerkonzert nicht so stattfinden würde, wie gedacht, wurde die Häme seitens der Szene Richtung Bushido immer größer, und auch der Gewinner des Wohnzimmerkonzerts wandte sich irgendwann an die Öffentlichkeit. Dabei erinnert Mr. Rap unter anderem an die Sticheleien aus Richtung Kollegah und Farid Bang.
Bushido selbst verwies damals auf angebliche Rückenprobleme, die dazu geführt haben sollen, dass sowohl die "Black Friday"-Tour als auch das Wohnzimmerkonzert nicht wie geplant stattfinden konnten. Auch im Nachgang musste die Tour mehrfach aufgrund "gravierender Probleme" verschoben werden. Zu dem Zeitpunkt trennte sich Bushido von Arafat Abou-Chaker.
Statt das Wohnzimmerkonzert dann abseits einer Tour zu organisieren, tat sich Bushido mit Media Markt zusammen, um noch ein weiteres Wohnzimmerkonzert zu verlosen. Spätestens dieser Move rief den Gewinner des ersten Wohnzimmerkonzerts auf den Plan, der sich über den YouTuber BeardBro (Heute X IT) an die Öffentlichkeit wandte. Bushido hielt sich bis dahin mit Kommentaren zum Konzert weitestgehend zurück. Als Reaktion auf das YouTube-Video kritisierte er dann allerdings BeardBro und meinte im Zuge dessen, dass das Einlösen des Wohnzimmerkonzerts die Öffentlichkeit nichts anginge – es sei eine Sache zwischen ihm und dem Gewinner.
Insgesamt zog sich die ganze Odyssee ganze sieben Jahre. 2020 machte Bushido das Konzert dann selbst zum Thema und verkündete, dass man eine Lösung gefunden hätte. Kurz gesagt: Im Endeffekt fand das Ganze nie statt. Um den Gewinner zu kompensieren, holte Bushido diesen dann bei einem Konzert in Oberhausen auf die Bühne. Ein Konzert, für das der Mann ohnehin schon ein Ticket gekauft hatte.
Und die Golden Tickets? Die konnten aus diversen organisatorischen Gründen nicht eingelöst werden - unter anderem weil sich zwischendurch der Veranstalter von Bushidos Tour geändert hatte - und die Gewinner hatten quasi nix von ihrem Gewinn.
Den ganzen Überblick über die Historie des Wohnzimmerkonzerts könnt ihr euch hier reinziehen:
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