Im Prozess gegen den US-Rapper d4vd hat diese Woche die Voranhörung in Los Angeles begonnen. Er wird beschuldigt, die damals 14-jährige Celeste Rivas Hernandez ermordet, danach verstümmelt und im Kofferraum eines Autos versteckt zu haben. Im Zuge der ersten Anhörungen legen die Ermittler nun weitere Details offen. So soll d4vd unter anderem um den mutmaßlichen Tatzeitraum herum Dinge wie mehrere Kettensägen und Leichensäcke online gekauft haben.
d4vd: Online-Shopping soll auf Tathergang zurückschließen lassen
Ermittler des LAPD geben vor Gericht an, dass d4vd zu dem Zeitpunkt, auf den die Tat datiert wird, unter anderem eine Schaufel, zwei Leichensäcke, drei Kettensägen, einen aufblasbaren Pool und Reinigungsmittel gekauft haben soll. Das lasse sich nachvollziehen, da er diese Dinge nicht im Baumarkt gekauft, sondern einfach online bestellt hätte.
Celeste Rivas war Anfang 2025 als vermisst gemeldet worden. Erst im darauffolgenden September wurde ihr Leichnam im Kofferraum eines auf d4vd zugelassenen Teslas entdeckt. Diesbezüglich enthüllen die Ermittler jetzt, dass im Innenraum des Autos insgesamt elf Duftbäume gefunden wurden, wohl um den Verwesungsgeruch zu überdecken. Vor Gericht wurden zudem Fotos gezeigt, auf denen zu sehen sein soll, dass der Kopf und Oberkörper des Mädchens in einem schwarzen Plastiksack und die Arme und Beine in einem anderen Sack deponiert wurden.
Die Staatsanwaltschaft äußert sich derweil bezüglich eines potenziellen Motivs. Ihr zufolge hätten der mittlerweile 21-jährige d4vd und die Teenagerin eine Beziehung geführt. Das Mädchen soll wohl gedroht haben, mit dieser Information an die Öffentlichkeit zu gehen, was für d4vd potenziell nicht nur einen Imageschaden, sondern auch daraus resultierende finanzielle Probleme hätte bedeuten können. Dies wiederum würde bedeuten, dass er aus niederen Beweggründen gehandelt hätte.
Konkret ist er wegen Mordes, wiederholtem sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter 14 sowie der Verstümmelung menschlicher Überreste angeklagt.
Der Musiker plädiert derweil auf Nicht schuldig. Bei einer Verurteilung würde d4vd eine lebenslange Haft oder womöglich sogar die Todesstrafe drohen.
Du kannst dir Hiphop.de-Artikel nun bevorzugt in der Google-Suche anzeigen lassen.