"Möchte nicht solche Werte vermitteln": Farid Bang entschuldigt sich bei Shindy

Farid Bang ist nicht gerade dafür bekannt, dass er seine Disses gegen andere Rapper bereut. In einem Facebook-Beitrag anlässlich des Todestages eines Freundes entschuldigt er sich nun aber ausgerechnet bei Shindy für eine spezielle Zeile auf dem Jigzaw-Album "Post Mortem".

In der betreffenden Passage aus "Großkaliberschüsse" rappt Farid:

"Shindy sieht aus wie ein junger Kinderschänder / Und neben mir wirken deine Hintermänner wie Instagramer / In der Cord-Jacke Fuffis, in der Sporttasche Uzis / Und ich dreh' am Kabel, wenn ich es als Mordwaffe nutze / Shindy, du bezahlst 'nen hohen Preis mit dei'm Leben / Also rate ich dir besser Polizeischutz zu nehmen / Koks beeinflusst die Seele und ich f*cke dich frontal / Verteil' Tritte wie Ong-Bak an Michael Konrad / Ich schick' deutsche Rapper und eure Schwestern ins Nirwana / Und falls ihr es noch nicht wusstet, ich bin Shindys Vater"

Großkaliberschüsse

Großkaliberschüsse, a song by Jigzaw, Farid Bang on Spotify

Fast der gesamte Vers ist ein Diss gegen Shindy. Mit dem Verweis auf Shindys Vater übertreibt es Farid nach seiner eigenen Auffassung jedoch. Da der Vater von Shindy bereits verstorben ist, überschreitet dieser Vergleich wohl eine moralische Grenze. Farid distanziert sich nachträglich von der Line und sagt, dass er "nicht solche Werte vermitteln" möchte.

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Nicht zuletzt auf "Platin war gestern" rappt Farid Bang einige Zeilen in Richtung Shindy. Vor allem die Geschichte über eine vermeintliche Attacke in Bietigheim-Bissingen liefert dort Inspiration für diverse Punchlines. Zudem hält der Banger Musik-Boss auch nicht viel von Shindys menschlichen Qualitäten.

"Ganz ekelhafter Mensch": Farid Bang mit Statement und Disses in Richtung Shindy

"Platin war gestern" bildet wohl den endgültigen Schlusspunkt nach all den Kontroversen um "JBG 3". Das heißt bei Farid Bang und Kollegah natürlicherweise nicht, dass sie es sanft angehen lassen. Auch auf dem Album nach dem Echo-Skandal werden Disses ausgepackt und mit harter, vulgärer Sprache nicht gespart.

Ungeachtet dessen scheinen Jokes über familiäre Trauerfälle zu weit zu gehen. Damit steckt Farid seine Vorstellung davon ab, was noch als Battlerap gelten mag und wann man als Rapper über das Ziel hinaus schießt.

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Kommentare

farid bang redet von werten..........witz des tages ....made my day

Jau. Egal warum du die wählst, es gibt zuviele Gründe sie nicht zu wählen und darum bist du ein *********

Deutschrap seit 2014 richtig richtig lächerlich....

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"Hat mir wehgetan": Ali Bumaye über Bruch mit Shindy

"Hat mir wehgetan": Ali Bumaye über Bruch mit Shindy

Von Paul Kruppa am 17.10.2021 - 13:05

EGJ ist heute nicht mehr das Label, das es vor ein paar Jahren noch war. Die ehemaligen Geschäftspartner Bushido und Arafat Abou-Chaker treffen sich regelmäßig vor Gericht, viele Artists sind gekommen und wieder gegangen. Mittendrin bei der Umwälzung von ersguterjunge war Ali Bumaye. Bei dem Berliner Rapper hat das seine Spuren hinterlassen. Er hat sich für TV Strassensounds Record Podcast mit Burak getroffen und von der Zeit erzählt, in der alles in die Brüche ging – dabei spricht er insbesondere die Beziehung zu Shindy an.

Ali Bumaye über EGJ-Zerfall: "Am meisten hat es mir wegen Shindy wehgetan"

Aus nächster Nähe hat Ali Bumaye (jetzt auf Apple Music streamen) miterlebt, wie sich die Dinge bei ersguterjunge entwickelt haben. Seine zwei Alben "Fette Unterhaltung" (2015) und "Rumble In The Jungle" (2016) erschienen über das Label. Kalt gelassen haben ihn all die Veränderungen nicht. Er sei generell jemand, der zu seinen Gefühlen stehe. Vor allem der abgerissene Kontakt zu Shindy scheint schmerzhaft zu sein.

"Wenn mir was wehtut, dann sag ich das. Das hat mir wehgetan. Die Trennung damals hat mir wehgetan – klar. Am meisten hat es mir wegen Shindy wehgetan, sag ich ganz ehrlich. [...], weil wir wie Brüder waren und wir ohne Grund keine mehr sind. Weil es einfach keinen Grund gibt, von beiden Seiten. Wir haben uns nie gegenseitig was getan. Die Situation hat sich so ergeben."

Im März 2018 ließ Bushido verlauten, dass er die Geschäftsbeziehung zu Arafat Abou-Chaker auflösen werde. Daraufhin gab es beim Label ersguterjunge mehrere personelle Neuausrichtungen. Shindy, AK Ausserkontrolle und Laas Unltd. schlugen eigene Wege ein. Capital Bra wurde im Sommer 2018 als Signing vorgestellt. Nach nicht einmal einem Jahr endete diese Zusammenarbeit schon wieder. Da sein "Labelboss mit der Polizei arbeitet", hielt Capital diesen Schritt für notwendig. Samra verabschiedete sich anschließend ebenfalls von EGJ. Gegenwärtig zählen Animus, Bushido sowie Jean und Solé zur Besetzung des Berliner Labels. Auch Baba Saad zeigt sich mit dem EGJ-Camp verbunden.

Ali Bumaye & Shindy: Funkstille nach Platin-Erfolg

Shindy hatte wohl schon vor der Trennung von Bushido und Arafat Abou-Chaker eigene Pläne. Die Zeit nach dem Abgang aus dem EGJ-Lager beschrieb er Ende 2018 als "absoluter Psychoterror". Die angespannte Situation und seine Rolle darin greift Shindy musikalisch auch in seinem Track "Road2Goat" auf. Dort rappt er in Bezug auf den Split von Bushido und Arafat Abou-Chaker:

"Als die beiden mit dem Streit in jeder Zeitung sind / Kämpfen sie ums Recht auf Shindy, als wär' ich ein Scheidungskind"

Nachdem sich Shindy von seiner Vergangenheit erfolgreich abnabeln konnte, ist offenbar kein Platz mehr für alte Weggefährten wie Ali Bumaye. Von Bietigheim-Bissingen aus versorgt er seine Fans nun mit Musik. Mit Friends With Money hat Papi Pap ein eigenes Label an den Start gebracht. Auch Ali Bumayes Musikkarriere ist nicht zum Erliegen gekommen. Er releast regelmäßig Tracks – ebenfalls in neuen Strukturen. Mit "Ali therapiert" hat er zudem ein eigenes Interview-Format auf YouTube etabliert.

Doch selbst die veränderten Umstände haben die beiden ehemaligen EGJ-Signings augenscheinlich nicht wieder zusammengeführt. Dabei ist die Vergangenheit von Erfolgen gepflastert. Der Kollabo-Track "Sex ohne Grund" von Alis Album "Rumble In The Jungle" konnte über 400.000 Einheiten absetzen. Wie er damals für sich feststellte: "Der Dicke hat 'ne Platin Single"! Momentan macht es nicht den Eindruck, als könnten Ali Bumaye und Shindy ihre gemeinsame Geschichte fortschreiben.


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