Markenrechtsstreit: Michael Jordan gewinnt vor chinesischem Gericht

Michael Jordans acht Jahre andauernder Markenrechtsstreit um seine Jordan Brand könnte zu einem Ende gekommen sein. Der Oberste Gerichtshof in China hat zugunsten der Basketball-Legende entschieden. Verlierer ist vorerst die chinesische Marke Qiaodan Sports.

Jordan Brand: Michael Jordan gewinnt (erneut) vor Gericht

Der ehemalige Weltklasse-Basketballer hat mit seiner Jordan Brand ein Milliarden-Business an den Start gebracht. Der US-Sportartikelhersteller Nike vertreibt dabei die beliebten Sneakers und Kleidungsstücke à la Jordan. Die Klage gegen die chinesische Sportartikel-Firma erfolgte, weil die Asiaten den Namen Jordan für ihre ähnlich aussehenden Produkte wenig subtil einfach in die Landessprache übersetzten: Qiaodan.

Dass dieses Verhalten auf dem globalen Fashion-Markt für Missverständnisse sorgen kann, liegt auf der Hand. Ein Rechtsexperte, der mit dem Fall vertraut ist, sagt nach dem Urteilsspruch gegenüber China Daily:

"Die Entscheidung des obersten Gerichts erkannte nicht nur das Recht Jordans an, seinen Namen in ganz China zu schützen, sondern bestätigte auch die bei IP-Streitigkeiten gebotenen gleichen Schutzstandards."

Qiaodan Sports kann jedoch weiter auf die eigene Interpretation des nicht minder berühmten Jumpman zurückgreifen. Die Abwandlung der ikonischen Silhouette eines Basketballspielers darf weiterhin verwandt werden. Daher denken Prozessbeobachter, die ebenfalls bei China Daily zu Wort kommen, dass dies nicht die letzte Klage von Michael Jordan gegen Qiaodan Sports gewesen sein könnte.

Michael Jordan hatte bereits 2016 einen Rechtsstreit gegen die asiatische Marke gewonnen. Damals entschied ein Gericht, dass die Übersetzung von Jordan ins chinesische Alphabet für den Verkauf von Sportartikeln nicht weiter zulässig ist. Ein Jahr später klagten die Chinesen wiederum gegen Michael Jordan, da seine juristischen Schritte das Business der Firma blockieren würden.

Abseits von diesen Streitigkeiten ist Michael Jordans Name dieser Tage ebenfalls in vielen Headlines zu sehen. Eine Doku-Serie über ihn läuft morgen auf Netflix an. "The Last Dance" liefert einen Einblick in Jordans legendäre Zeit bei den Chicago Bulls.

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Scheidung: Dr. Dres Frau beansprucht Markenrechte an "Dr. Dre" & "The Chronic"

Scheidung: Dr. Dres Frau beansprucht Markenrechte an "Dr. Dre" & "The Chronic"

Von Clark Senger am 21.09.2020 - 14:09

Nach über 24 Jahren steht die Ehe von André Romelle Young aka Dr. Dre und seiner Frau Nicole zweifelsohne vor dem Aus. Nachdem die Noch-Gattin bereits vor einigen Tagen einen monatlichen Unterhalt von knapp zwei Millionen Dollar gefordert hat, stehen nun offenbar auch Markenrechte zur Diskussion. Sie sei Miteigentümerin des Namens Dr. Dre sowie des Albums "The Chronic" (1992) und verklagt die Producer-Legende nun im Rahmen des Scheidungskrieges.

Hat Dr. Dre heimlich seine Vermögenswerte verschoben?

Der Künstlername Dr. Dre war zum Zeitpunkt der Hochzeit 1996 zwar schon knapp ein Jahrzehnt alt und das legendäre Album "The Chronic" hatte bereits seinen dritten Geburtstag gefeiert. Die Markenrechte sollen jedoch erst 1997 eingetragen worden sein und damit beiden Ehepartnern gehören, berichtet die Website Page Six, der Youngs Klage gegen ihren Mann vorliegt.

Den Papieren sei außerdem zu entnehmen, dass Dre versucht haben soll, die wertvollen Marken "heimlich" in eine neu gegründete Holding transferiert zu haben, um die kompletten Rechte zu behalten. Dieser Move sei passiert, nachdem Dre Nicole aus dem gemeinsamen Haus in Malibu geschmissen hatte, aber bevor er mit der Scheidung drohte. Wörtlich heißt es in den Unterlagen:

"Zwei Tage nach der Drohung hatte Nicole keine andere Wahl und initiierte die Scheidungsverhandlungen. Andres durchschaubares und verwerfliches Vorhaben, diese Vermögenswerte ohne Nicoles Wissen oder Einverständnis wegzutransferieren, sodass er mehr für sich selbst behalten kann im Scheidungsfall von seiner Frau für 24 Jahr, Mutter seiner drei Kinder, ist ist ein gewaltiges Versagen und offenbart die wahre Natur seines Charakters, oder dessen Fehlen."

("Two days after the threat, Nicole had no choice and initiated divorce proceedings. Andre’s transparent and reprehensible scheme to transfer these assets away, without Nicole’s knowledge or consent, so he could retain more for himself in a divorce from his wife of 24 years, and the mother of his three children, is an epic failure and reveals the true nature of his character, or lack thereof.")

Mit den Markenrechten würde Nicole Young sich wohl sichere, lebenslange Einnahmen sichern. Einen Ehevertrag will sie nicht anerkennen. Dieser sei erzwungen worden und außerdem habe Dre sich später beschämt über das Zustandekommen des Dokuments gezeigt und es symbolisch zerrissen. Aus Dres Umfeld wurden diese Behauptungen gegenüber TMZ dementiert.

Dr. Dres Noch-Ehefrau fordert $2 Millionen Unterhalt - im Monat

Ein Beziehungsende in der obersten Einkommensklasse: Dr. Dres Ehefrau Nicole Young soll bis zur endgültigen Scheidung knapp zwei Millionen Dollar Unterhalt pro Monat von ihrem Mann verlangen.

Wie Nicole Young im Detail auf monatliche zwei Millionen Dollar kommt, wurde vor knapp zwei Wochen dargelegt:

Dr. Dre droht teure Scheidung: Ehevertrag soll erzwungen worden sein

Die Trennung von Nicole Young könnte für Dr. Dre eine extrem teure Angelegenheit werden.


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