Method Man & Redman bringen wohl legales Weed auf den Markt

Während deutsche Rapper vermehrt ihren eigenen Shisha-Tabak auf den Markt bringen, planen die amerikanischen Rapper Redman und Method Man nun den Verkauf ihres eigenen, legalen Weeds.

Die beiden wollen nicht nur ihre Namen und Gesichter für eine bestehende Marke hergeben, sondern planen die Gründung einer eigenen Weed-Firma. Dabei geht es ihnen wohl vor allem um die Kontrolle der Produktqualität und des Marketings. Forbes zitiert Redman dazu folgendermaßen:

"I don't want to help someone else and not have equity or ownership in that company. That's why you've never seen a Redman and Method Man vape pen or rolling paper or anything. We want to be in control."

Redman & Method Man als Vorreiter der Legalisierungsbewegung

Die beiden Rapper setzen sich bereits seit Jahrzehnten für die Legalisierung von Weed ein und entwickelten dabei einen Lifestyle, der rund um das Rauchen von Gras aufgebaut ist. Redman schmückte 1993 das Cover der legendären Weed-Zeitschrift "High Times", das auch Method Man ein paar Jahre später mit dem Wu-Tang Clan zierte. Des Weiteren erschienen zahlreiche Song über Weed und es wurde in Filmen wie in "How High" mitgespielt.

Redman vertreibt zudem eine Klamottenlinie, die den Weed-Konsum offensiv in den Fokus stellt. Zuletzt war der Rapper Teil des Online-Seminars "Cannaramic".Hier setzte er sich neben zahlreichen weiteren Experten und Expertinnen aus Bereichen wie Bildung und Gesundheit für die Aufklärung über Cannabis ein.

Redman & Method Man - How High

From the 1995 Soundtrack to "The Show"..... Method Man & Redman, also known as Red & Meth, Doc & Meth or Mr. Meth and Funk Doc, Tical & Funk Doc are a hip hop duo, consisting of rap superstars Method Man (of Wu-Tang Clan) and Redman (of Def Squad).

Mit dieser Vorgeschichte wundert es auch nicht, dass Redman sich und einige seiner Kollegen in einem Interview selbst als "forefather" der Legalisierungsbewegung bezeichnet.

"Me, Snoop Dogg, B-Real and Method Man, we're the forefathers of this. So why not make money off the right way?"

"It's all about helping": Grund für die Entwicklung des legalen Weeds

Als Begründung für ihr Vorhaben stellt Redman vor allem die Hilfe von AIDS-Kranken und Menschen mit Schlafstörungen sowie starken Schmerzen in den Fokus. Auch junge Menschen, die sich keine ausreichende medizinische Versorgung leisten können, möchten die Rapper unterstützen.

Wann und wo die Produkte verkauft werden, ist noch unklar

Bisher ist die Ankündigung der Rapper vage. Es ist weder klar, in welcher Form die Droge verkauft wird, noch wie die Marke heißen oder wo sie vertrieben werden soll. Fans der Rapper und von Weed werden sich also vermutlich ein bisschen gedulden müssen.

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Amerikanische Weed-Branche macht Milliardenverluste

Amerikanische Weed-Branche macht Milliardenverluste

Von Michael Rubach am 16.01.2020 - 16:37

Drake und Jay-Z haben es getan. Wiz Khalifa und Snoop Dogg sowieso. Jede Menge Rapper sind in den letzten Jahren mehr oder minder groß ins Weed-Geschäft eingestiegen. Doch die Branche schwächelt gewaltig. Was 2018 noch als lohnenswertes Investment galt, gleicht heute dem Aufstieg auf ein zunehmend sinkendes Schiff.

Weed wird legalisiert – 25 Milliarden Verlust

2018 haben zuletzt Kanada und Kalifornien Cannabis als Genussmittel zugelassen. Insgesamt ungefähr 75 Millionen Menschen konnten sich fortan mit einer reglementierten Menge Weed eindecken (in Kanada bis zu 30g pro Person). Doch lange Schlangen vor den auch nur zögerlich entstehenden Abgabestellen blieben eher die Ausnahme.

Da die Marihuana-Industrie letztendlich ein recht gewöhnlicher Wirtschaftszweig ist, spiegelt sich dieses Verhalten in einem eigenen Aktien-Index. Im WEED sind ausschließlich Unternehmen gelistet, die im Cannabis-Sektor ihre Geschäfte machen. Wirtschaftlich lief es an dieser Grasbörse 2019 ziemlich bescheiden. Die Wertentwicklung war allgemein stark rückläufig und die Kurse fielen in den Keller. Allein die größten sechs Konzerne haben massiv eingebüßt. Die Zeitung Neues Deutschland beziffert den Verlust auf 25 Milliarden Dollar.

Auch Snoop Dogg & Drake sind betroffen

Der Wert der Aktien des Weltmarktführers Canopy Growth etwa hat sich seit Anfang 2019 ungefähr halbiert. Drake und Snoop Dogg sind hier beide involviert. Ersterer verkündete erst vor ein paar Monaten, dass er im Cannabis-Geschäft sein Glück versuchen werde. Seine eigene Cannabis-Brand erscheint in Zusammenarbeit mit der Canopy Growth Corporation.

Drake steigt ins Weed-Business ein

Drake ist nicht nur einer der erfolgreichsten Musiker unserer Zeit, sondern auch Geschäftsmann. In dieser Rolle teast er wohl er gerade seinen Einstieg ins Cannabis-Geschäft an. Der Kanadier macht aktuell Promo für eine gewisse More Life Growth Company. UPDATE: In einer Pressemitteilung hat Drake inzwischen offiziell bestätigt, dass er mit einer eigenen Cannabis-Brand den Markt entert.

Haben die Menschen in Nordamerika etwas gegen das Kiffen? Nein, laut Umfragen sprechen sich inzwischen mehr als zwei Drittel der US-Bürger für die Legalisierung von Weed aus. In Deutschland ist ungefähr jeder Zweite cool mit Cannabis. Die generelle gesellschaftliche Akzeptanz haben Herzog oder der Plusmacher schon in ein Business umgewandelt – legal versteht sich.

Zwei deutsche Rapper steigen ins Cannabis-Geschäft ein

Von Robin Schmidt am 22.12.2019 - 15:08 Am 25. Dezember wird Nimo 24 Jahre alt. Für sein Alter hat der 385i-Rapper schon eine ganze Menge erlebt: Jugendgefängnis, die ersten Schritte im Rapbusiness mit seinem Debüt "Habeebeee", Drogenkonsum, falsche Freunde, falsche (musikalische) Entscheidungen. Nimo scheint diese Erlebnisse mittlerweile allesamt verarbeitet zu haben.

Das miese Jahr an der Börse liegt auch an ausbleibenden Finanzspritzen. Kredite seien schwierig zu bekommen. Selbst der Eröffnung eines Kontos schieben manche Banken wohl einen Riegel vor. Weed mag zwar in vielen US-Bundesstaaten legalisiert worden sein, aber ist dennoch auf bundesgesetzlicher Ebene verboten. Der Finanzsektor sieht sich scheinbar nicht mit einer Branche kooperieren, die strenggenommen nicht legal ist.

Der Schwarzmarkt ist nach statistischen Erhebungen zudem weiterhin der Hauptumschlagsplatz für Weed. Hier ist es schlichtweg billiger als in offiziellen Stores. Außerdem wird man dort als Minderjähriger eher nicht abgewiesen. Marktanalysten sehen die Branche in einer Sortierungsphase. Viele kleinere Unternehmen würden vor einer ungewissen Zukunft stehen. Sogar von einer "Insolvenzwelle" ist die Rede, die auf den jungen Industriezweig zurollen könnte.

Hoffnung spendet ein größeres Produktangebot. In Kanada läuft gerade die zweite Phase der Legalisierung an. Das heißt: Sogenannten Edibles wurden zusätzlich gestattet. Darunter fallen dann allerlei Lebensmittel wie Kekse, Kuchen oder Schokolade. Die Produkte könnten dabei helfen, neuen Schwung zumindest in den kanadischen Markt zu bringen.

Mediziner warnen vor Cannabis

Was ebenfalls nicht zu steigenden Aktienkursen führen dürfte, sind Negativschlagzeilen. Eine solche liefert aktuell die Tagesschau. Eine Verdopplung der stationären Cannabispatienten sei in Deutschland festgestellt worden - das entspricht circa 19.000 Menschen. Die Probleme mit der Droge hätten aus medizinischer Sicht zugenommen.

Aggressivere Züchtungen sollen unter anderem dazu beitragen, dass die Rauschwirkung inzwischen die "Qualität von LSD" erreicht habe, so ein zitierter Suchtexperte. Von einer Verzehnfachung des THC-Gehalts ist die Rede. Im Hinblick auf die USA sehe die Sache trotz Legalisierung ähnlich aus. Die Lage habe sich nicht verbessert. Wenn sich die Konsumenten vornehmlich auf dem Schwarzmarkt bedienen, ist das allerdings auch wenig überraschend.

Die dicken Gewinne, welche den schwerreichen Geschäftsmännern wie Jay-Z oder Drake bei ihrem Investment in die Cannabis-Industrie mutmaßlich vorschwebten, lassen vorläufig auf sich warten. Aufgrund der multiplen Einnahmequellen der Rapsuperstars dürfte sich der persönliche Schmerz jedoch in Grenzen halten. Die Industrie selbst scheint 2020 eine größere Wunde verarzten zu müssen.

Kanye West, Jay-Z, Eminem & mehr: Das sind die bestverdienenden US-Rapper*innen 2019

Das amerikanische Magazin Forbes veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking, in dem die 40 bestverdienensten Musiker*innen gelistet sind. Natürlich spielen auch einige Rapper*innen in der Tabelle ganz oben mit. Mit 150 Millionen US-Dollar ist Kanye West der Hiphop-Act, der im Jahr 2019 die meiste Kohle gescheffelt hat.


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