Method Man: "Wo haben neue Rapper*innen das ganze Geld her?"

Method Man hat schon viele Rapper*innen kommen und gehen sehen. Dabei ist ihm in den letzten Jahren etwas aufgefallen. Neue Artists betreten die Szene und flexen auf einem ganz anderen Level: Privatjetflüge, mutmaßlich teurer Schmuck, High Fashion, Luxusautos. Das Wu-Tang-Urgestein kommt da nicht hinterher und fragt sich im Talk mit Battlerapper Math Hoffa, wie die sich das eigentlich alles leisten können.

Flexende Newcomer*innen: Method Man rätselt über die Quelle des Geldes

Der Wu-Tang-Member leuchtet vor allem die Sache mit dem Fliegen nicht ein. So geht er davon aus, dass das Reisen per geleastem Privatjet mindestens um die 30.000 Dollar kosten würde. Die Rapper*innen der neuen Generation wären seiner Ansicht nach ständig so unterwegs. Für Method Man wirkt es offenbar so, als könnten seine jüngeren Kolleg*innen aus nahezu unerschöpflichen Ressourcen schöpfen. Er möchte in Erfahrung bringen, was der Trick dahinter ist.

"Wir sind in der Ära, in der diese Kids mehr Geld haben, als ich mir vorstellen kann. [...] Ich nehme immer noch keine Privatjets und ich denke, das habe ich mir eigentlich verdient! Woher bekommen sie dieses Geld? Ich möchte es wissen. Als hätten sie einen Deal oder sowas? Es kann nicht sein, dass sie so privat fliegen — als wäre das Geld unendlich, weil wir reden Minimum über 30 Riesen. Das ist eine Rundreise. Woher bekommen sie dieses Geld? Kann mir das jemand sagen? Ich möchte wissen, woher sie dieses Geld bekommen. Ich brauche diesen Hustle auch."

("We’re in the era now where these kids, they got more money than, son …. I couldn’t imagine. [...] I still ain’t takin’ private jets and I think I earned that! Where they gettin’ this money? I wanna know. Like they got a deal or some shit? No f*cking way that they flyin’ private — like that money long as f*ck because we talking at least a minimum of 30 grand. That’s round trip. Where are they getting this money from? Can somebody tell me? I wanna know where they’re getting this money from. I need that hustle.")

Als die anderen in der Runde einwerfen, dass es heutzutage viele Möglichkeiten gäbe, um als Artist Geld zu machen (Streaming, Features, Club-Shows, Kooperationen, Merchandise, Social Media), bleibt Method Man weiter skeptisch. Die aufgezählten Einnahmequellen überzeugen ihn nicht. Er findet für sich keine schlüssige Antwort auf den zur Schau gestellten Reichtum.

"Woher kommt diese Scheiße? Das geben die Zahlen nicht her. Niemand hört wirklich deine Musik. Woher hast du dieses verdammte Geld? Ich will es nur wissen. Es macht mich verrückt. Bei jedem Cent, den ich bekam, wusste ich, woher er kam. Ich weiß genau, was der Prozess war, um das zu bekommen und ich lebe immer noch nicht wie ein muthaf*ckin Rockefeller, ohne zu sagen, dass ich es nicht kann, aber ich tue es immer noch nicht. Woher bekommst du diese Mittel, mein N***a?"

("Where is this shit coming from? You can’t see it. Nobody really listen to your music like that and shit. Where’d you get this f*ckin’ money? I just want to know. It boggles my muthaf*ckin’ mind. Every penny that I got, I know where it came from. I know exactly what the process was to go through to get that and shit like that and I still don’t live like no muthaf*ckin’ Rockefeller not saying I can’t, but I still don’t. Where do you get these resources my n***a?")

Demnächst tritt der New Yorker in einem "Verzuz"-Battle gegen Kumpel Redman an. Passenderweise findet das "How High"-Special am 20. April statt. Völlig umsonst dürften sich die beiden US-Legenden nicht für das Format zur Verfügung gestellt haben. Der Wu-Tang Clan scheint gerade in Battle-Laune zu sein. Raekwon und Ghostface Killah traten kürzlich gegeneinander an.

Wu-Tang-Battle: Raekwon vs. Ghostface Killah [Video]

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Akon: "Reiche Menschen haben es schwerer als arme"

Akon: "Reiche Menschen haben es schwerer als arme"

Von Leon Schäfers am 09.09.2021 - 12:55

Eines haben 50 Cent und Akon gemeinsam: Beide Musiker haben sich zu dem plötzlichen Tod von "The Wire"-Schauspieler Michael K. Williams geäußert. Und beide haben sich dabei einen Shitstorm eingefahren. Während Fifty den Tod als Promo für seine eigene Serie genutzt hatte, hat sich Akon im Zuge dessen zu einem etwas fragwürdigen Statement verleiten lassen.

Akon im TMZ-Interview über Probleme reicher Menschen

In einem kurzen Interview, das gestern auf dem YouTube-Kanal des Boulevardmagazins TMZ erschienen ist, wird Akon (jetzt auf Apple Music streamen) zu Michael K. Williams befragt. Der zum Zeitpunkt seines Todes gerade einmal 54-Jährige ist aktuellen Erkenntnissen zufolge an einer Heroin-Überdosis gestorben.

Akon erklärt zunächst, dass der Schauspieler ein guter Freund von ihm gewesen sei. Williams hätte, wie auch viele andere Prominente, privat mit vielen Problemen und Beschwerden zu kämpfen gehabt. Was seinen Tod für den Sänger umso tragischer mache, ist die Tatsache, dass sich die beiden seit Beginn der Corona-Pandemie nicht gesehen hätten. Er kommt zu dem Schluss, dass man jederzeit nach seinen Freunde sehen sollte, da die meisten Leute ihre geheimen Beschwerden hätten. Dabei wären es laut Akon vor allem die Reichen und Berühmten, die die meisten solcher Probleme hätten:

"Wir setzen eine Fassade des Erfolgs auf, aber dahinter pasiert so vieles. Berühmte und reiche Menschen kämpfen mit mehr Problemen als arme Menschen. Kennst du den Spruch 'Mehr Geld, mehr Probleme'? Das ist wirklich so. Das ist wirklich so, also müssen wir uns gegenseitig kontrollieren, um sicherzugehen, dass alle gesund sind."

("We put on this facade of success but yet behind the face there's so much happening. The famous and the rich go through more issues than the poor. You know when they say 'more money, more problems'? That's a real thing. It's a real thing, so we gotta check up on each other and make sure everybody's sound.")

Das vollständige Interview kannst du dir hier anschauen:

Zum Ende des Interviews spricht Akon außerdem eine Empfehlung an Leute aus, die mit einer Drogensucht zu kämpfen haben. Demnach sollen sie am Besten einen anderen Weg finden, um ihre Probleme zu bewältigen. Er selbst würde sich den Herausforderungen, die ihm sein Leben stellt, jederzeit stellen, da sie einen sonst verfolgen würden.

Die Twitter-Reaktionen zu Akons Statement

Die Twitter-Gemeinde zeigt sich alles andere als begeistert von Akons Ansichten. Zwar wirkt auch sein Ratschlag für den Weg aus der Drogensucht ziemlich unbeholfen, es ist aber vor allem seine Aussage über die Probleme reicher Menschen, die auf Unverständnis stößt. Hier ein paar beispielhafte Tweets:

Das letzte öffentlichkeitswirksame Statement von Akon wurde deutlich positiver aufgenommen. Dort äußerte er sich zur Arbeitsweise von Eminem:

Rap als 9-to-5-Job: Akon über Eminems Studioroutine

Eminem ist offenkundig ein Fan klarer Abläufe: Wie es bei der Arbeit mit Slim Shady so zugeht, plauderte Akon (jetzt auf Apple Music streamen) einst in einem Interview aus. Seine Einblicke in zurückliegende Studiosessions mit Em erfreuen sich aktuell auf TikTok wieder größter Beliebtheit.


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