Medien: Angriff auf Al-Gear bei der FIBO vereitelt

Bei der Fitness-Messe FIBO in Köln ist es gestern offenbar fast zu einer Auseinandersetzung mit Rapper-Beteiligung gekommen. Laut Bild soll eine große Männergruppe, die die Polizei dem Abou-Chaker-Clan zuordnen soll, am Nachmittag in einer der Hallen aufgetaucht sein.

Es sei ein Angriff auf den Düsseldorfer Al-Gear geplant gewesen, den die Sicherheitskräfte vor Ort jedoch verhindert hätten, erklärt die Polizei laut Bild. Zwischen Al-Gear und Bushido hatte es in der Vergangenheit durch Al-Gears Freundschaft zu Kay One Spannungen gegeben.

Auch Kollegah, der in den vergangenen Wochen immer wieder Auseinandersetzungen mit dem Berliner Camp rund um Bushido und dessen Geschäftpartner und Freund Arafat Abou-Chaker hatte, war gestern auf der FIBO. Laut Bild habe er die Halle durch einen Notausgang verlassen, während Al-Gear durch Sicherheitskräfte ins Freie gebracht worden sei.

Bei dem fast zweistündigen Polizeieinsatz habe es weder Festnahmen noch Verletzte gegeben. Immerhin eine gute Nachricht.

Auf die Formulierung der Bild, er hätte die Halle "fluchtartig verlassen", reagiert Kollegah mit einem betont entspannten Video:

"Gruß an die Bild": Kollegah veröffentlicht Video von seinem FIBO-Besuch

Kleine Zusammenfassung meines Fibo Besuchs gestern. Gruß an die Bild. Kollegah gibt auf Facebook einen kleinen Einblick in seinen Besuch bei der Fitness-Messe FIBO. Das Video mit der Anmerkung...

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Kommentare

"Kollegah soll die „Fibo“ beim gestrigen Tumult fluchtartig durch einen Notausgang verlassen haben."

Schreibt die Bild !!!

Es wird echt Zeit, dass dieser faschistische Clan weggesperrt wird.
Abgesagte Konzerte und solche Aktionen helfen dieser Szene in keinster Weise.
Macht Hiphop oder verzieht euch aus Hiphop.

Boykottieren! Boykottiert alle die nur im entferntesten mit diesem Clan zu tun haben! Nur so bekommen wir das in den Griff!

Diese Abu-chaker Vögel nerven echt extrem. Wird echt mal Zeit das da was passiert. Die meinen auch das ihnen die ganze Welt gehört. Einfach nur Ehrenlose Sparten die überall abkassieren wollen. Kann man die net mal abschieben !? Sollen se mal so faxen dort machen werden se mit Haut und Haaren gfressen. Deutsch Rap ist im Moment echt peinlich , unter anderem wegen solchen Vögeln.

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Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 10:58

Fler steht wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik. Gegenüber allen, die ihm in den letzten Tagen Rassismus unterstellt haben, räumt er nun ein, mit seiner "Slave"-Line gegen Jalil übers Ziel hinausgeschossen zu sein. In einem Instagram-Post zeigt er sich geläutert und kündigt an, den Part gegen Jalil neu schreiben zu wollen.

Fler: "Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Nach mehreren rhetorischen Fragen, die allesamt wohl auf die Geschehnisse der letzten Tage und Flers persönliche Lage anspielen sollen, kommt der Berliner zum Punkt. Er gesteht sich ein, dass er auf dem Track "Mood" die Grenzen der bloßen Provokation verlassen hat. Das Wort "Sklave" in einem Diss gegen einen dunkelhäutigen Kollegen zu verwenden, sendet auch an jugendliche Hörer eine fatale Message. Fler spricht in diesem Kontext von einem "bösen Beigeschmack", den er nun erkenne.

"Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte." [sic]



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Wenn eine Gruppe von Leuten Dich als einzelnen unterdrückt bist du ein Opfer. Wenn du danach zur Polizei rennst, weil Du alleine bist und sie in der Mehrzahl, bist auch wieder das Opfer...? Aber wenn du nicht zur Polizei gehst, kein Schutzgeld zahlen willst und deswegen natürlich auch keinen Rücken hast... bist du das aller grösste Opfer!??? Wenn du Streetrap machst und sagst du hast ein schweres Leben ist alles fake und gelogen...? Wenn du das selbe machst und Schutzgeld zahlst bist aufeinmal eine der Realste in der Szene...? Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte. Deswegen hab ich beschlossen die 2.Stophe von MOOD neu zu schreiben. Es gibt 1000 andere Angriffsflächen bei Jalil die ich sportlich als Rapper angreifen kann. Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz! #atlantis

Ein Beitrag geteilt von FLER (@fler) am

Dem attackierten Jalil schmeckte die Wortwahl des Tracks auch ganz und gar nicht. Er entgegnete kurz nach Release von "Mood", Fler hätte "gleich N**ga sagen können". Der von Fler in seiner Klarstellung benutzte Begriff des "Farbigen" ist leider ebenfalls nicht unproblematisch. Er geht auf Rassentheorien zurück und findet als Selbstbezeichnung in der Black Community keine Anwendung. An dieser Stelle Fler Absicht zu unterstellen, erscheint jedoch unangebracht. Dafür macht er generell zu deutlich, dass er seinen Diss neu bewertet hat.

Eine bewusste Entscheidung von Fler war hingegen sein Interview bei TV Strassensound. Dort vertiefte er mit seinen Aussagen den Graben zwischen sich und der schwarzen Community. Manuellsen, Künstler der Bantu Nation, Mortel und viele mehr positionierten sich daraufhin gegen Fler. Sugar MMFK droppte gestern noch einen Part, um klarzumachen, dass Flizzy sich keine weitere "Frechheit" erlauben solle.

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Da Fler seine Lyrics inzwischen offenbar für unangebracht hält, möchte er sie nicht unverändert stehen lassen. Er kündigt an, die zweite Strophe des Tracks "Mood" umzutexten. Das hieße jedoch nicht, dass er nicht weiter auf Konfrontationskurs mit Jalil bleiben würde. Es gebe "1000 andere Angriffsflächen bei Jalil". Sein Statement beschließt er mit dem Satz:

"Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Neben diesem Schauplatz im Fler-Universum ist die On-Off-Beziehung mit Sentino aktuell belastet. Letzterer beklagte sich über ausbleibende Zahlungen für die Mitarbeit an "Atlantis" und lieferte einen Disstrack, der vor allem durch seine extreme Homofeindlichkeit auffällt:

Sentino frontet Fler wegen angeblich unbezahlter "Atlantis"-Lyrics

Fler und Sentino dissen sich aktuell wieder mal gegenseitig - und zwar auf sehr unangenehme Art und Weise. Sentino frontet Fler in einer Disstrack-Vorschau, die vor Homofeindlichkeit nur so trieft. Fler postet als Antwort ein Video, das Sentino offenbar auf der Flucht zeigt, worauf der ebenfalls schon wieder reagiert hat.


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