Massiv wehrt sich gegen "Terror-Rapper"-Artikel
Massiv

 

Massiv hat über Instagram ein längeres Statement zu den BILD- und Welt-Artikeln der letzten Tage veröffentlicht. Nachdem er mit dem Hamza-Kurtović-Award ausgezeichnet wurde, hatten verschiedene Medienhäuser den 39-Jährigen unter anderem als "Terror-Rapper" tituliert. Dagegen will M-A-S jetzt rechtlich vorgehen.

Massiv als "Terror-Rapper" bezeichnet

Vor einigen Tagen wurden zum ersten Mal die Hamza-Kurtović-Awards verliehen. Massiv wurde in der Kategorie "Musikerinnen und Musiker" ausgezeichnet.

Die WELT kritisiert die Veranstaltung in einem Artikel als "zweifelhaftes Hanau-Gedenken". Für diese Einschätzung sorgt die Anwesenheit des "'Terror'-Rappers" Massiv. Ähnliches ist in der BILD zu lesen, wo Massiv als "Israel-Hasser" bezeichnet wird. Als Grund werden mehrere Instagram-Postings angeführt. Außerdem soll Massiv laut der BILD in seinem Song "Verurteilt" aus dem Jahre 2015 den wegen "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" verurteilten Bilal Gümüs glorifiziert haben.

Nachdem das Qualität'er-Oberhaupt bereits in einem ersten Post angekündigt hatte, "mit aller Kraft" gegen die Artikel vorzugehen, veröffentlichte Massiv nun ein längeres Statement.

Dabei erklärt er zu Beginn, "jede Art von Gewalt und jede Art von Hass" zu verurteilen. Nicht umsonst verzichte er seit Jahren auf Schimpfwörter in seinen Texten. Er stehe für "Gleichberechtigung, Frieden, Respekt und Liebe". Scheinbar reiche es schon, dass er Palästinenser sei, um ihn zu verdächtigen. Trotzdem wolle er seine Herkunft nicht verleugnen. Die Artikel von WELT und BILD bezeichnet er als "pure Schikane", die lediglich zum Ziel hätten, ihn "klein zu halten". All das ändere allerdings nichts an seiner Einstellung gegenüber Deutschland.

"Ich liebe Deutschland, ich bin hier geboren und packe mit an wenn einer Hilfe benötigt. Mein ganzes Herz schlägt für dieses Land, denn ich respektiere hier alles und atme hier."

Die Behauptungen der Zeitungen seien "Rufmord" und die "totale existenzielle Zerstörung". Ihn als Antisemiten darzustellen sei "ungerechtfertigt" sowie "unverzeihlich und ungerecht". Massiv fordert die Rapszene auf, sich nicht von ihm zu distanzieren, sondern von "denen", womit wohl die Springer-Medien gemeint sein dürften.

Sein Statement fasst er mit "Massiv steht für Frieden" zusammen.

In den Kommentaren sammelt sich Zuspruch von Jumpa, Manuellsen, Jasko, The Cratez, Silla und vielen mehr.

Das ganze Statement könnt ihr hier nachlesen:

 

Massivs gewinnt den Hamza-Kurtović-Award

Benannt ist der an Massiv verliehene Preis nach einem der beim Anschlag in Hanau vor zwei Jahren Ermordeten. Der Preis wurde von Hamza Kurtovićs Familie ins Leben gerufen und wird durch die Gesellschaft C & E Bildung und Sport sowie die Stadt Hanau unterstützt. Bundeskanzler Olaf Scholz meldete sich per Videobotschaft bei der Preisverleihung zu Wort.

Zu den insgesamt 14 Preisträgern gehört - neben unter anderem Enissa Amani und Ex-Bundespräsident Christian Wulff - auch Massiv. Der Rapper wurde in der Kategorie "Musikerinnen und Musiker" bezügliches seines Engagements für Geflüchtete ausgezeichnet.

Vor Kurzem war Massiv mit Hilfsgütern an die ukrainische Grenze gefahren:

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