Massiv ist der neueste Gast im "Tommy Unlocks"-Podcast des bekannten Finanz-Influencers Tommy Promorac. In einem knapp zweistündigen Gespräch sprechen die beiden neben Massivs unternehmerischen Tätigkeiten und Politik natürlich auch über das Rapper-Dasein. Dabei erinnert er sich daran, wie Haftbefehl ihm mehrfach geholfen hatte, als seine Karriere erstmals abzuflachen drohte.
Massiv über Hilfe von Haftbefehl: "Er hat immer an mich geglaubt"
Massiv blickt dafür auf das Ende der 2000er-Jahre zurück. Sein "Riesen-Hype" gehörte mittlerweile der Vergangenheit an und die Major-Labels hatten ihn schon ein "bisschen abgestoßen", da Massivs Musik für sie nicht mehr rentabel gewesen sei. "Ich war nicht mehr dieser Interessante", fasst Massiv seine damalige Situation zusammen. Gleichzeitig war diese Zeit aber auch der Startpunkt von Haftbefehls Karriere, der "gerade mit einem Mega-Hype kam". Laut Massiv habe er damals schon "engen Kontakt" zu Hafti gepflegt und beide hätten sich regelmäßig über ihr Leben ausgetauscht. Als Haftbefehl von der Situation um die Karriere von Massiv erfahren habe, hätte er ihm sofort Hilfe angeboten. Um Massiv zu supporten, sei Hafti sogar dazu bereit gewesen, auf einen großen Deal verzichtet.
"Er hat so viel Respekt vor meiner Kunst und vor mir als Typ gehabt, [...] dass er sich dachte: 'Wasiem, ich schließe jetzt bald einen Deal ab. Und ich werde diesen Deal nicht abschließen, mit der Begründung, dass sie dich nehmen müssen [...] Die nehmen dich, nur dann unterschreibe ich.' Ich vergesse das niemals."
Gesagt, getan: Haftbefehl habe ihm einige Tage danach mitgeteilt, dass iGroove ihm einen Vertriebsdeal für ein Album vorlegen wolle. Mit der Option auf eine Verlängerung, falls die Platte gut läuft. Wenige Tage später sei die Vertriebsplattform mit ebendiesem Angebot auf Massiv zugekommen und der Deal war in trockenen Tüchern. Diese Hilfsbereitschaft von Haftbefehl sei das, was einen "brutal guten Typen" ausmache, so Massiv im Podcast.
Das soll jedoch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sich der Azzlackz-Chef schützend vor Massiv gestellt hätte: Der Pirmasenser erinnert sich an die Dreharbeiten zu dem Musikvideo von "Ich ficke dich". Der Track ist damals im Rahmen einer Kooperation mit dem Klamottenlabel Thug Life entstanden. Jedoch soll Massivs Part in den Augen von Thug Life "zu hart" gewesen sein, um damit viral zu gehen. Deswegen sollte seine Strophe aus "Ich ficke dich" entfernt werden. Haftbefehl sei davon jedoch ganz und gar nicht begeistert gewesen:
"Auf einmal hat er die Tür aufgeknallt, [...] hat eine Box auf den Boden geknallt und gesagt: 'Wer hat gesagt, dass Massiv rausgeschnitten wird? [...] Wo ist die Version mit Massiv? Massiv ist heute hier und Massiv dreht. Ohne Massiv bringe ich diesen Song nicht raus'."
Am Ende habe er aber dank der Proteste des Frankfurters doch noch an dem Song mitwirken dürfen.
Hier könnt ihr euch die ganze Ausgabe des "Tommy Unlocks"-Podcast anschauen. Ab 51:19 geht es um Haftbefehl und Massiv:
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