"Zu 95 % gelogen": Manuellsen bezieht erneut Stellung zu PA Sports

UPDATE vom 11. Dezember:

Manuellsen hat sich in seiner Insta-Story zu Wort gemeldet und den neu entfachten Konflikt mit PA Sports direkt wieder für beendet erklärt. Offenbar hat ein "längeres Gespräch mit Berlin" die Wogen geglättet. Der Ruhrpottler verdeutlichte, dass sein gestriges Statement aus der Emotion heraus entstanden sei und "beide Seiten hitzköpfig reagiert" hätten. Nun sei erst einmal alles in Ordnung und es herrsche Frieden.

"Gestern war nicht richtig auf diesen Jungen so durchzudrehen, weil sich herausgestellt hat, dass das nicht so war, wie es mir zugetragen wurde. Und das haben wir gerade aus der Welt geschafft und somit müsste diese Sache rein theoretisch vom Tisch sein."

Original-Meldung vom 10. Dezember:

Manuellsen ist gestern Abend live gegangen und hat den Streit um PA Sports erneut aufgerollt. Dabei bezieht er Stellung zum ersten Video von PA und dem Umgang der Szene mit dem Beef sowie seiner Person. Die Kernaussage des Mülheimers ist ganz deutlich: "Mich kriegt keiner klein."

Manuellsen erklärt, dass PA Sports Statement gelogen sei

Kurz war es still um den Beef zwischen Manuellsen und PA Sports. Vor einigen Tagen noch hatten die beiden Rapper Frieden geschlossen und Manuellsen beschloss, sich nie wieder streiten zu wollen. Nun hat sich Manu in einem Insta-Live wiederholt zum Statement seines Kollegen geäußert und einige Punkte angesprochen, die ihm regelmäßig vorgeworfen werden. Zunächst aber widmet er sich den Medienportalen und kritisiert den Umgang dieser mit dem Streit.

Manuellsen akzeptiert PA Sports' Friedensangebot

Nachdem PA Sports eine abschließende Nachricht zum "King of Ruhrpott"-Streit veröffentlichte, reagierte Manuellsen prompt auf das Friedensangebot. In seiner Instagram-Story erklärt der Mühlheimer, dass er und seine Leute sich das Angebot angeschaut hätten und er es annehmen würden. "Wer will schon Nein sagen zu Frieden", erklärt der Rapper und fügt einige abschließende Worte zur ganzen Angelegenheit hinzu.

Er fände es nicht korrekt, dass man sich so auf die Angelegenheit "gestürzt hätte, um diese auszuschlachten". Man hätte ihn zumindest fragen können, ob das, was in diversen Statements erklärt wurde, auch war sei. Aber auch das würde ihn nicht kleinkriegen. 

Sodann erklärt er, dass er nach der Ansage von PA Sports nicht eskaliert sei, weil er das Wort "seines Bruders nicht brechen will". Dabei geht es um einen engen Freund des Rappers, der ihn wohl zum Frieden animiert habe. Er hätte das "geheuchelte Friedensangebot" nur deshalb angenommen.

Daraufhin erklärt der 41-Jährige, dass das erste Statement von PA zu 95 % gelogen sei. Man habe sich hingesetzt und überlegt, wie man Manuellsen töten könne. Man versuche mit diesen Aussagen der Öffentlichkeit zu suggerieren, dass er verrückt sein. 

"Ich schwöre auf meine eigenen Augen. Wenn dieses Video, in dem ich von einem 1,60 Meter Zwerg beleidigt werde, nicht zu 95 % eine Lüge war."

Manuellsen über seine Beziehung & Willi Wills Wissen

Manuellsen erklärt, dass er nichts zu seinem Privatleben sagen wolle. Es geht dabei konkret um seine Beziehung zu Nadja Twellmann. Diese gab vor einigen Tagen ihre Trennung von Manuellsen bekannt. Er spricht im weiteren Verlauf über die Menschen, die sich öffentlich über sein Kind und seine Partnerin Nadja lustig machen würden. Er wolle keinen Streit und er wolle nicht mehr der "Psychopath" im Internet genannt werden.

Er bezieht sich im Anschluss darauf auf vergangene Aussagen. Unter anderem spricht er Willi Wills wissen an. Er habe damals gesehen, wie Willi Weitzel sich über behinderte Kinder lustig machen würde. Als er eines Besseren belehrt wurde, habe er "eine Entschuldigung geschrieben, die so lang war wie sein Arm." Damit wolle er deutlich machen, dass er sich nicht zu schade sei, eine Entschuldigung zu liefern, wenn er im Unrecht läge.

Manuellsens Entschuldigung an Willi Weitzel: "Ich habe mich richtig krass geirrt"

Manuellsen hat nach seinem Statement zu Willi Weitzel wohl einiges an Reflexion betrieben. Nachdem der König im Schatten von den unzähligen Ausschnitten der Sendung "Willi wills wissen" Wind bekommen hatte, wurde dem Fernsehmoderator kurzerhand der Kampf angesagt. Mit der "Willi wills wissen [H]*rensohn [Challenge]" sollte Aufmerksamkeit für das geschaffen werden, was Weitzel offenbar in seiner über zehn Jahre alten Sendung falsch gemacht hat.

Manuellsen: "Gib weiter Gas und ich komme nach Berlin und schlag dir in die Zähne."

Manuellsen spricht zu Ende des 20-minütigen Statements ausführlich über PA Sports und eine bewusst unbenannte Person an dessen Seite, den er den Presseberater tauft. Er erklärt zunächst, dass er diese unbekannte Person "f*cken wird, wenn er weiter macht". Und sollte es einer wagen, Manu wegen dieser Person anzurufen, würde er diese "auch f*cken".

"LKA, Polizei, Knast, Bewährung. Ich geh lieber in den Bau, als mir das Gesicht nehmen zu lassen."

Er erklärt sodann, es sei ein Akt der Güte, dass er die Fassade um den Wahrheitsgehalt von PAs Aussagen bewahre. Er fordert seinen Kontrahenten dazu auf, "den Leuten weiter zu erzählen, dass er behindert ist". Die Straße im Ruhrpott, jeder in Frankfurt, Hamburg und Berlin wüsste die Wahrheit. PA Sports würde diese nicht sagen, weil er von seinem "Presseberater" die Sachen so aufgeschrieben bekäme, als wäre Manuellsen der "Durchdreher".

Er hätte kein Problem damit, wenn dieser weitermachen sollte. Er sei am giftigsten, wenn er in die Position käme, in die ihn "manche hindrängen wollen". Solle ihm das alles zu bunt werden, würde es ein hässliches Ergebnis geben. Ihn könne keiner kleinkriegen. Er wäre erst ruhig, wenn man ihm eine Kugel durch den Kopf schießen würde.

Schließlich erklärt er seine Reaktion auf Rua, die den Beef ins Rollen brachte. Die Leute würden ihn regelmäßig darauf hinweisen, dass er Rua beleidigt hätte und dass das nicht in Ordnung gewesen sei. Dies akzeptiert er auch und erläutert, dass er sich bei ihr entschuldigt hätte. Man weise ihn auch darauf hin, dass er mit seinen 40 Jahren nicht mit einer 19-Jährigen streiten sollte.

"Wenn sich ein 40-Jähriger unterhält mit einem anderen [Erwachsenen], darf kein 19-jähriges Mädchen von der Seite dazwischen quatschen. Und versuchen auf lustig zu machen. Normal rastet man aus. Wir streiten uns gerade hier, wer hat dich jetzt gefragt […]. In dem Leben, [aus dem] ich komme, ist das so. Ich bin 41 Jahre alt, wenn sich Ältere unterhalten, ich quatsch nicht dazwischen."

Manuellsen hätte keine Angst vor PAs Fans, denn diese seien Kids, Fake Accounts und Trolls. Er beendet sein Statement mit dem Hinweis, nicht alles zu glauben, was Rapper sagen würde.

PA Sports reagiert auf Manuellsens Statement: "Ganz dummer Fehler"

Viel hat PA Sports noch nicht zu Manuellsens Ansage gesagt. Er wolle seine Musik sprechen lassen und erklärt in seiner Instagram-Story, dass er sich den Tag nicht "vermiesen" lasse. Manuellsen habe einen "ganz dummen Fehler" mit seiner Stellungnahme begangen.

"Egal. Wir lassen uns den Tag nicht vermiesen. Meine Seele steckt in dem Song, der heute rauskommt. Alles andere hat seine Zeit." 

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Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31

Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich. Nun aber meldet sich der Producer Todd Rundgren, der an "Donda" mitgearbeitet hatte, zu Wort – laut ihm hatte sich Kanye West durch Drake zum früheren Release seines Albums gezwungen gefühlt. 

Drake ist angeblich schuld an voreiligem "Donda"-Release

In seinem Interview mit "Ultimate Classic Rock" betont Produzent Todd Rundgren, dass das Timing des Donda-Releases kein Zufall war. Er selbst sei an den Aufnahmesessions für Kanyes zehntes Album beteiligt gewesen und behauptet, Drake habe "den ganzen Prozess angeführt". Kanyes Entscheidung, "Donda" zu veröffentlichen, sei so eine direkte Reaktion auf die Bekanntwerdung des Releasedatums von "CLB" gewesen: 

"Mein Engagement dauerte ein Jahr, und am Ende wurde mir klar, warum sie das Ganze so hastig eingetütet haben und offensichtlich rohes, unverarbeitetes Zeug veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass Drake den gesamten Prozess anführte. Er [Kanye West, Anm. d. Red.] hatte zu viel Angst, dass Drake ihn übertrumpfen würde, also beeilte er sich und veröffentlichte das Album am Wochenende, bevor Drake sein Album herausbringen konnte. Und am Ende hat Drake trotzdem seinen Teil von Kuchen bekommen."

("My involvement went on for a year, and in the end I realized why they hurriedly wrapped the whole thing up and put out what is obviously really raw, unprocessed stuff. It’s because Drake was running the whole process. He was too afraid that Drake would one-up him, so he hurried up and released the album the weekend before Drake could get his out. And in the end, Drake ate his lunch anyway.") 

Drake hatte am 27. August das Releasedatum für "Certified Lover Boy" für den 3. September bekannt gegeben. Zwei Tage später droppte Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) "Donda" im Anschluss an seine Listening-Party in Chicago.

Rundgren nennt Kanye West einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten"

Insgesamt lässt Rundgren kaum ein gutes Haar an seiner Zusammenarbeit mit Kanye West. Die beiden hätten über ein Jahr an "Donda" zusammengearbeitet und niemals habe er gewusst, wieviel von seinem Input wirklich genutzt werden würde. Am Ende hätte er Material für rund drei Kanye-Alben auf seinem Rechner gehabt und dann aufgrund des geringen Feedbacks die Zusammenarbeit beendet:

"Als es im Juli auf die Zielgeraden [der Albumproduktion, Anm. d. Red] zuging, sagte ich nur: 'Das reicht mir. Ich habe keine Ahnung, ob davon etwas verwendet wird.' Man bekommt nicht viel Feedback von ihm."

("When it got into the homestretch in July, I just said, 'That’s enough for me. I have no idea whether any of this is being used.' You don’t get much feedback from him regarding what it is.")

In seinem Rant nennt er Kanye West außerdem einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten", denn niemand "würde ein solches Album machen, außer er hätte Geld zum aus dem Fenster werfen übrig". Was unsere Redakteurin Alina von "Donda" hielt, lest ihr übrigens hier:

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut, wie alle sagen

"Donda" is here: Nachdem Kanye West seine Fans wochenlang mit immer absurder werdenden Listening-Partys gequält hat, ist das 10. Studioalbum des gebürtigen Chicagoers doch tatsächlich rausgekommen. Wer hätte es gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Denn Ye ( so heißt er doch jetzt, oder nicht?) ist ja seit jeher bekannt für messy Promo-Phasen.


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