Nach PA Sports sitzt mit Manuellsen nun der nächste Deutschrapper in dem neuen Interview-Format "Irgendwas mit Culture". Seinem Vorgänger legt der Rapper aus Mülheim nahe, ein für alle Mal Frieden mit seinem einstigen SAW-Partner KC Rebell zu schließen. In den vergangenen Monaten war eine potenzielle Versöhnung zwischen den beiden immer mal wieder Thema.
KC Rebell und PA Sports "müssen sprechen", meint Manuellsen
Auf PA und KC kommt Manuellsen zu sprechen, als es in dem Podcast um sein früheres Label Pottweiler Records geht. Neben den dreien war "Irgendwas mit Culture"-Host Kia, früher unter dem Künstlernamen Kee-Rush bekannt, seinerzeit ebenfalls Teil des Ruhrgebiets-Labels. Und auch die Produzenten Juh-Dee und Miksu haben dort ihre ersten Karriereschritte unter der Führung von Manuellsen gewagt.
Die Plattenfirma ist damals zerbrochen. Laut Manuellsen habe unter anderem die fehlende geschäftliche Perspektive hierzu geführt. Doch auch damals schon habe es einen andauernden Konkurrenzkampf zwischen dem "Draufgänger-Typ" KC und dem musikalisch passionierteren PA gegeben.
Obwohl sich die früheren Pottweiler-Signings zerstreut und inzwischen eigene Wege eingeschlagen haben, pflegt Manuellsen nach eigenem Empfinden mit allen noch ein gutes Verhältnis. Einzig bei PA - mit dem er selbst einige Streitigkeiten hatte - habe er manche Herangehensweisen nicht verstehen können, insbesondere im Umgang mit KC.
Der Life is Pain-Chef sei in den Augen von Manuellsen zwar "wirklich hochintelligent", doch dafür mangele es ihm auf der anderen Seite an emotionaler Intelligenz. Gerade bei so einer gemeinsamen Vorgeschichte glaubt Manu, dass PAs jahrelanger Beef mit KC zumindest zu Beginn noch mit wenigen Telefonaten hätte geklärt werden können.
"Ihr wart wie Brüder, alter."
Stattdessen releaste PA 2018 mit "Guilty 400" einen gut 16-minütigen Disstrack gegen seinen früheren Weggefährten. Host Kia erinnert sich, dass KC ihn damals angerufen hätte und "komplett geschockt" gewesen sei. Auch Manuellsen findet: "Diese Sache ist unschön gewesen." Er sagt, dass PA sich vor allem durch KCs Abgang zu Banger Musik im Stich gelassen gefühlt habe. Und spätestens nach dem Disstrack hätten sich zwei Lager gebildet.
Heute würden die beiden noch "Filme" fahren, die eigentlich schon "lange vorbei" sind. Bei PA und KC handele es sich um zwei erwachsene Männer und mehrfache Familienväter, die stark genug sein sollten, um aufeinander zuzugehen. Manuellsen meint: "Die müssen sprechen." Dabei sieht er vor allem PA in der Verantwortung. Er ist sich sicher, dass KC ihm verzeihen würde, wenn der LiP-Gründer in einem offenen Gespräch vergangene Fehler eingestehen und gleichzeitig ansprechen würde, was ihn an KCs Verhalten gestört hat.
Abschließend erinnert Manuellsen: "Eines Tages müssen wir unsere Särge tragen". Und in seinen Augen sei es deutlich schöner, wenn das am Ende die "Loved Ones" übernehmen können, die trotz aller vergangener Streitigkeiten "wenigstens wissen, wen sie da tragen".
Hier kannst du dir die Podcast-Folge anschauen. Ab 07:47 geht es um Pottweiler Records und die Vergangenheit mit KC und PA:
Wie stehen PA Sports & KC Rebell zu einer Versöhnung?
Noch vor wenigen Tagen war PAs Ex-Freundin Luna Rabea zu Gast im Interview mit Tahsim Durgun. Der Life is Pain-Rapper schaltete sich per Videocall dazu und sprach dabei auch über KC Rebell. Demnach gebe es laut PA keine "Hard Feelings" mehr, der Höhepunkt des Beefs liege schließlich schon einige Zeit zurück. Ob es bald aber zu einer Versöhnung kommen wird? "Mal schauen", zog PA als abschließendes, eher ungewisses Fazit.
KC hingegen äußerte sich Ende letzten Jahres zu einem möglichen Friedensschluss im Interview mit Deutschrap ideal. Dass PA kurz zuvor seinen Disstrack offline genommen hat, sei seiner Meinung nach ein guter erster Schritt von ihm gewesen. Ohne ein klärendes Gespräch könne man aber nicht von einer Versöhnung sprechen.
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