Bei uns in Deutschland steht bekanntlich die Beatfabrik wegen einem ihrer Texte (demnächst) vor Gericht. Doch nicht nur hierzulande scheint man das Wort Meinungsfreiheit nur vom Gesetzestext her zu kennen, ohne ihm viel Bedeutung zu schenken.
Im Montgomery County Pennsylvania wurde ein Rapper wegen Drogenhandels angeklagt. Die Anklage benutzt in der Beweisführung die eigenen Lyrics des Rappers gegen ihn.

Karim Ali Howard, so der Name des Rappers, bekam eine Kaution von $125.000 aufgebrummt, weil er Anfang des Monats mit Kokain und anderen Rauschmitteln erwischt wurde. Die Polizei beschlagnahmte daraufhin diverse CDs und Aufnahmen des Rappers. Auf einem Track fand sich folgende Zeile:

"I'm going to sell coke until you call me pope/do dirt until the lord tries to stop me/It's gonna take hundreds of bullets just to drop me."

Für die Anklage ein klarer Beweis dafür, dass der "ach so böse" Rapper ein Dealer sei. Das dies jedoch eine Verletzung der Grundrechte ("Freedom of Speech") darstellen würde scheint die Anklage nicht zu interessieren!

Leider nicht das erste Mal, da z.B. auch US-Undergroundrapper C-Bo wegen seiner Lyrics "überführt" wurde.

(DON)

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