Der Betrug an Petra Z. verfolgt Loredana bis heute. Im Zuge ihrer Doku-Serie "Love & Drama" hat sich die 30-Jährige jetzt mit ihrem Opfer getroffen und vor laufender Kamera ausgesprochen. Petra Z. macht im Zuge dessen das, wozu viele Deutschrap-Fans offenbar nicht bereit sind: Sie vergibt Loredana. Die hatte in der Vergangenheit bereits rund 600.000 Schweizer Franken an ihr früheres Betrugsopfer im Rahmen einer Wiedergutmachungsvereinbarung zurückgezahlt.
Loredana & Petra Z. treffen sich für ein Gespräch
Schon 2020 hatten sich Loredana und Petra Z. in dem Betrugsfall außergerichtlich geeinigt. Seitdem posteten sie Bilder vom gemeinsamen Kaffeetrinken und 2024 teilte die Rapperin beispielsweise im Zuge der Veröffentlichung ihres Buches "Als mein Herz brach" eine Widmung an Petra. Die beiden scheinen also, zumindest partiell, im Kontakt geblieben zu sein. Für "Love & Drama" sind sie nun vor der Kamera in den Dialog gegangen.
Petra Z. erkennt dabei an, dass Loredana sich in den vergangenen Jahren als Mensch gewandelt habe. Sie sei überzeugt davon, dass die Rapperin so etwas nie wieder tun würde, und nehme ihr auch die Reue ab:
"Sie hat sich entschuldigt für das, was sie gemacht hat. Ich habe es auch akzeptiert. Sie weiß, dass sicher nicht alle Wunden heilen werden. Aber es verdient jede Person eine zweite Chance."
Loredana selbst macht kein Hehl aus ihrer Rolle in der Geschichte: "Ich bin der Täter, sie ist das Opfer." Daran würden auch Entschuldigungen nichts ändern. Gleichzeitig bedeute es ihr viel, dass Petra Z. ihr inzwischen vergeben konnte. Ähnliches hatte sie bereits vor Kurzem bei uns im Interview erklärt. Dort gab sie an, zu glauben, dass sie in den Augen vieler "für immer das schwarze Schaf" bleibe und sich damit inzwischen abgefunden zu haben.
Petra Z. zieht nach dem Treffen das Fazit, froh zu sein, "dass die Versöhnung echt ist" und dass sie jetzt mit der Geschichte abschließen konnte.
Loredana & Petra Z.: Die Hintergründe
Im Mai 2019 war öffentlich geworden, dass Loredana und ihr Bruder ein walisisches Ehepaar mit einer mehrstufigen Betrugsmasche um mehrere hunderttausend Franken betrogen hatten. Laut dem Schweizer Portal 20 Minuten lief der Betrug wie folgt ab: Petra Z. lernte im Internet einen Mann namens Antonio Cas kennen. Nachdem sie sich angefreundet hatten, überwies Petra Z. eine sechsstellige Summe Schweizer Franken für eine angeblich lebenswichtige Nieren-Operation.
Als Petra Z. immer wieder vertröstet wurde und ihr Darlehen nicht zurückerhielt, meldete sich plötzlich eine Anwältin. Diese gab sich als Anna Landmann aus und versprach, das geliehene Geld auf juristischem Weg zurückzuholen. Stattdessen sei das Ehepaar von der Anwältin aber erneut um Hunderttausende Franken erleichtert worden. Bei Anna Landmann soll es sich um Loredana gehandelt haben. Antonio Cas entpuppte sich laut des Berichts von 20 Minuten als ihr Bruder.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte im Nachgang eine Deliktsumme von 350.000 Franken. In dem ausgerichtlichen Vergleich einigten sich Loredana und das Ehepaar auf eine Zahlung von 609.000 Franken. Ursprünglich hatte Petra Z. 700.000 Franken gefordert.
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