Lil Durk wurde am Freitag im Prozess um einen vermeintlichen Auftragsmord in allen Anklagepunkten freigesprochen. Bei einer Verurteilung hätte ihm eine lebenslange Haftstrafe gedroht. Ein freier Mann ist er damit jedoch noch nicht. Anfang Oktober beginnt ein zweiter Prozess, in dem er sich weiteren Vorwürfen stellen muss.
Freigesprochen: Das Urteil im Prozess gegen Lil Durk
Insgesamt war Lil Durk in fünf Punkten angeklagt, darunter Auftragsmord mit Todesfolge sowie Verschwörung. Seine beiden Mitangeklagten, Deandre 'OTF Dede' Wilson und David 'Browneyez' Lindsey wurden ebenfalls vom Anklagepunkt des Auftragsmordes freigesprochen. Das Gericht befand die beiden jedoch des Stalkings und der Verschwörung schuldig.
Ihnen wurde zur Last gelegt, dass sie im August 2022 auf ein Auto an einer Tankstelle in Los Angeles geschossen haben sollen, in dem sich der Rapper Quando Rondo befand. Rondo überlebte den Anschlag, sein Cousin, der mit ihm im Auto saß, wurde jedoch von Kugeln getroffen und verstarb daraufhin.
Die Staatsanwaltschaft hatte erfolglos versucht, zu argumentieren, dass es sich bei der Tat um einen Vergeltungsschlag für das einstige Lil Durk-Signing King Von gehandelt hätte. Der war 2020 in Atlanta erschossen worden. Ein Freund von Quando Rondo wurde zwischenzeitlich für den Mord an Von angeklagt, die Klage wurde jedoch kurz darauf fallengelassen. Lil Durk selbst soll nicht vor Ort gewesen sein, als die Schüsse auf Quando Rondos Auto fielen. Stattdessen soll er das Ganze orchestriert und Geld dafür geboten haben, so lautete zumindest der Vorwurf.
Ein großer Teil des Prozesses baute auf den Aussagen von drei Zeugen auf, die ebenfalls an der Tat beteiligt gewesen sein sollten. Kavon 'OTF Vonnie' Grant, Keith 'Flacka' Jones und Kacey 'OTF Jam' Hester waren Deals mit der Staatsanwaltschaft eingegangen und hatten vor Gericht gegen Durk und Co. ausgesagt – ohne die Geschworenen am Ende von deren Schuld überzeugen zu können.
Die Staatsanwaltschaft zeigte sich nach der Urteilsverkündung unzufrieden mit dem Freispruch für Durk, kündigte jedoch an, beim kommenden Prozess weiter auf eine Verurteilung zu hoffen. Anfang Oktober muss sich Lil Durk erneut vor Gericht verantworten. Dieses Mal wegen Vorwürfen der Erpressung und des illegalen Waffenbesitzes.
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