Laas richtet sich an Fler & teilt umfangreiche Stellungnahme

 

Laas' Track "Fler hat es mir beigebracht" sorgt weiterhin für Gesprächsstoff: Nachdem Fler kürzlich laut über die mutmaßlichen Motive hinter dem Track nachgedacht hatte, ist es nun für Laas an der Zeit, erneut Stellung zu beziehen. In einer umfangreichen Insta-Story kritisiert er das aktuelle Verhalten von Fler und kehrt auch zu Episoden aus der Vergangenheit zurück, an denen er rückblickend offenbar einiges auszusetzen hat.

Laas antwortet auf Flers Vorwürfe

In seiner Story bindet Laas Aussagen von Fler aus einem Telefonat mit Rooz ein. Von diesen distanziert sich Laas. So werde er nicht von anderen Personen vorgeschickt und sei ein "erwachsener Mann". Der Konflikt mit Fler betreffe genau zwei Personen: "Es ist eine Sache zwischen mir und ihm".

Laas stellt sich darüber hinaus vor sein aktuelles Umfeld. Fler erklärte im Vorhinein, dass Laas hier ausgenutzt und instrumentalisiert werde. Laas ist als Writer sowohl in Projekte von Shindy als auch bei Shirin Davids Musik eingebunden. Über die (finanzielle) Unterstützung in diesem Setting schreibt er:

"Allein mein Geburtstagsgeschenk von Shirin übersteigt im Wert alles, was ich in drei Jahren bei Fler verdient habe."

Bei Shirins Label stelle er eine Rechnung und bekomme sein Geld. Dies sei bei Fler nicht der Fall gewesen. Seit seiner öffentlichen Connection mit der Künstlerin würden die Menschen von ihm zudem als "Top Writer" sprechen. Auf den Plattformen der ehemaligen YouTuberin sehe sich Laas "in bestem Licht" dargestellt. Auch erhalte er bei all seinen eigenen Projekten Support.

Den Konflikt mit Fler würde Laas gerne auf einem musikalischen Level austragen und wünscht sich dementsprechend Rap "auf sportlicher Ebene". Fler gehe die Auseinandersetzung aber anders an: "Bisher besteht der 'Blutsturm' daraus, sämtliche Nebenschauplätze, die nichts mit der Musik zu tun haben zu beleuchten, mit Beleidigungen und Drohungen online zu gehen und Hausbesuche zu machen", schreibt Laas.

Darüber hinaus erkennt der frühere Backup von Kool Savas in Flers Verhalten eine Unverhältnismäßigkeit. So hatte der Maskulin-Rapper in Aussicht gestellt, dass Laas die nächsten Jahre den "Preis" für seinen Move zahlen werde. Wenn es nach dem Betroffenen geht, ein hoher Preis in Angesicht eines dreiminütigen Songs.

Laas über die Arbeit mit Fler

Wie Laas die gemeinsame Zeit mit Fler wahrgenommen hat, beschreibt er ebenfalls noch ausführlich. So habe er Support von Fler vermisst. Die ersten beiden Zusammenarbeiten für die Alben "Keiner kommt klar mit mir" (2015) und "Weil die Straße nicht vergisst (2015) wären ohne Benefits für Laas' Karriere abgelaufen. Sowohl bei Videos als auch auf Tracks wäre auf das Erscheinen von Laas verzichtet worden. Für sein eigenes Album "Daemon" (2016) habe es für Laas außerdem kein Fler-Feature gegeben. Weder Album noch Video-Singles seien von Fler gepusht worden. Erst auf "Vibe" (2016) habe es schließlich für ein offizielles Feature gereicht ("Fameb*tch").

Laas schreibt jedoch auch, dass er am Anfang versucht habe, seine Zusammenarbeit mit Fler "möglichst geheim zu halten". Flers "fragwürdige Moves in der Öffentlichkeit" seien hier für ihn ausschlaggebend gewesen. Der Song "Fler hat es mir beigebracht" sei für alle, denen Fler aus Laas' Sicht mit seiner "unangenehmen und unterdrückenden Art über die Jahre immer wieder Kopfschmerzen" bereitet habe.

Mit dem Auftauchen von Sentino im Maskulin-Camp sei Laas von Fler zwischenzeitlich "fallen gelassen" worden. Erst nach einem Streit zwischen Fler und Sentino sei Laas dann wieder gefragt gewesen. Schon nach der ersten Zusammenarbeit mit dem Maskulin-Boss habe Laas die Geschäftsbeziehung beenden wollen. Warum? Ihm "gefiel die Musik nicht besonders" und Flers Umgang mit Angestellten sei "sehr unangenehm" gewesen.

Laas habe sich dennoch überreden lassen, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Er sei jedoch nie bei Fler gesignt gewesen, es habe auch keine exklusive Vereinbarung existiert. Laas habe seine Fähigkeiten als Writer auf selbstständiger Basis gegen eine entsprechende Bezahlung zur Verfügung gestellt. 2017 habe Fler bei einem Treffen an keiner Stelle zu verstehen gegeben, dass es ein Problem gäbe. Laas war zu diesem Zeitpunkt im Camp von ersguterjunge unterwegs.

Ebenso stellt Laas die Frage in den Raum: "Warum darf Simes zb nicht für andere Rapper außerhalb von Maskulin produzieren?" Fler hält dem einen Screenshot entgegen, der Simes als Produzenten von Farid Bangs Track "Google Maps" ausweist. Zusätzlich schreibt der Maskulin CEO mit einem lachenden Emoji:

"Wie plötzlich die ganzen Gescheiterten sich einig sind"

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