Kopftuchverbot bei Müller: Capital Bra beendet Zusammenarbeit

Die Drogeriekette Müller befindet sich offenbar in einem Rechtsstreit mit einer ihrer Angestellten. Dabei soll es darum gehen, dass der Mitarbeiterin nicht gestattet wird, während der Arbeit ein Kopftuch zu tragen. Seit Jahren kämpft die Frau bereits vor Gericht dafür, jetzt wurde ihr auch in zweiter Instanz vor dem Nürnberger Landgericht Recht gegeben. Capital Bra hat von der Geschichte Wind bekommen und will seine Musik jetzt nicht mehr über Müller vertreiben lassen.

Zuerst hat Capital Bra in seiner Instagram-Story einen Screenshot veröffentlicht, den er mit einigen Emojis und folgendem Kommentar versehen hat:

"Ich werde mich morgen informieren. Wenn das stimmt, wird es nie wieder eine Team Kuku-CD bei Müller geben."


Foto:

Screenshot: Capital Bra auf Instagram instagram.com/capital_bra

Das stimmt zwar, aber es handelt sich dabei um überholte Informationen. Müller hat der Angestellten offenbar schon 2016 fristlos gekündigt, wurde danach aber bereits vom Gericht dazu verdonnert, das Gehalt nachträglich zu bezahlen. Die Kündigung war nicht rechtmäßig, weil die Angeklagte zu dem Zeitpunkt anscheinend schwanger war.

Einzig das Urteil zugunsten der Angestellten ist einigermaßen neu – aber mittlerweile auch schon drei Wochen alt. Sein Vorhaben bekräftigt Capital Bra jetzt jedenfalls nochmal in einem Instagram-Post mit folgendem Kommentar:

"NICHT MIT UNS..heute ist Feiertag morgen wird der Vertrieb direkt angerufen & die CD kommt da raus mit solchen Heuchlern arbeiten wir nicht !!!!! [sic]"

NICHT MIT UNS..heute ist Feiertag morgen wird der Vertrieb direkt angerufen & die CD kommt da raus mit solchen Heuchlern arbeiten wir nicht !!!!! #TEAMKUKU

116k Likes, 3,991 Comments - Capital Bra (@capital_bra) on Instagram: "NICHT MIT UNS..heute ist Feiertag morgen wird der Vertrieb direkt angerufen & die CD kommt da raus..."

Hier findest du mehr Informationen zu der Geschichte:

Drogeriemarkt Müller verhängt Kopftuchverbot - DGB Rechtsschutz GmbH

Landesarbeitsgericht Nürnberg, Urteil vom 27.03.2018, Az. 7 Sa 304/17 Das Verbot, während der Arbeitszeit aus religiösen Gründen ein Kopftuch zu tragen, stellt eine mittelbare Diskriminierung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes dar. Überdies beeinträchtigt das Kopftuchverbot die grundgesetzlich gesicherte Religionsfreiheit. Gegen die erstinstanzliche Entscheidung legte die Drogeriemarktkette Berufung beim Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg ein, der kein Erfolg beschieden war.

Drogerie-Mitarbeiterin darf weiterhin Kopftuch tragen

Nürnberg - Mit 18 Jahren begann die türkischstämmige Frau in der Parfümerie-Abteilung der Drogerie Müller im Raum Nürnberg zu arbeiten - damals ohne Kopftuch. Nach der Elternzeit kam sie mit Kopftuch wieder. Die Filialleiterin schickte sie nach Hause. Jetzt fiel das Urteil.

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Kommentare

"Wen das stimmt".. Wenn man nicht mal "wenn" richtig schreiben kann, sollte man vielleicht einfach mal die Fresse halten.

"Wenn man nicht mal "wenn" richtig schreiben kann, sollte man vielleicht einfach mal die Fresse halten."

wenn er schreibt macht er damit viel geld, wenn du schreibst juckt sich immer noch keiner für deine existenz. in wahrheit ist er auf jeden fall der, der mehr mit dem prozess schreiben anzufangen weiß als du.

Einfach nur lächerlich und hirnlos... es wird zum Boykott gegen alle DM Filialen aufgerufen... was können andere Filialen und deren Mitarbeiter dafür? Die gehen arbeiten um sich ihr verdammtes Geld zu verdienen und nicht sich mit irgendwelcher Politik/Firmenpolitik oder sonst was auseinander zu setzen. Er will seine CDs nicht mehr da anbieten? Dann soll ers halt machen, aber andere da raus halten. Wenigstes ein Laden weniger in dem Blödsinn an Kids weiter vermittelt wird. Ob Moslem, Christ oder sonst was fürn Mist, wenns eben unerwünscht ist dann ist es halt so. Andere Frauen die in islamistischen Ländern Urlaub machen oder sogar dahin gezogen sind respektieren doch auch deren Bräuche und ziehen sich an diversen Orten Kopftücher an oder betreten entsprechende Orte nicht... muss umgekehrt eben genau so tolleriert werden und das sch... egal ob bei der Arbeit, aufm Klo oder sonst wo. Ich als Arbeitnehmer unterschreibe doch nen Kackvertrag in dem, eine gewisse Kleiderordnung erwünscht ist bzw. verlangt wird und da halte ich mich auch dran, schließlich bin ich des Lesens mächtig bevor ich meine Unterschrift irgendwo hin setze und werde doch dafür auch entsprechend entlohnt...
Soll jeder seinen christlichen oder islamistischen Kram für sich in seinen verdammten vier Wänden ausleben oder an dafür vorgesehenen Orte und net andere nerven. Auf der Welt passiert weiss Gott, anderer wichtigerer/schlimmerer ****** als das.

"wenn er schreibt macht er damit viel geld, wenn du schreibst juckt sich immer noch keiner für deine existenz. in wahrheit ist er auf jeden fall der, der mehr mit dem prozess schreiben anzufangen weiß als du."

Was ist das für eine Argumentation? Lächerlich.

"Korrekte Aktion von Müller" volltrottel.
"LaLaq deutsche wallah" Junge, du bist behindert.
"wenn er schreibt macht er viel geld damit" junge bist du eigentlich dumm

so nun zu Capital Bra.
Weil ein ********* in der Führungsebene arbeitet,
ist es behindert, gleich die ganze "Kette" zu boykotieren.
Das einzige was man damit bewirkt, ist es, dumm auszusehen, genau so dumm wie es nunmal ist für eine person, eine ganze kette zu boykotieren

Alles was mit dieser DM Geschichte auf sich zu tun hat,
Ist einfach nur behindert.
Ihr gottverdammten *********en

Wenn Capital Bra es um Gerechtigkeit ginge, hätte er für die Kündigung der Dame, oder eine Strafe gesorgt oder es einfach nur publiziert. Das Boykott Ding, macht soviel Sinn wie etwas das nicht soviel Sinn macht.

Soo true...

In Pakistan oder Indonesien kann man bestimmt problemlos mit Kopftuch arbeiten...

Richtige, vollsolidarische Aktion von Capital. Vor soviel Stabilität bei all dem Gegenwind, der ihm vom deutschen Michel entgegenschlagen wird, kann ich nur das Cap ziehen. Ein kleiner Schritt für den Bra, ein großer Sprung gegen Minderheitenhetze und Nationalismus.

Rotfront!!!

Wie sich Leute immer wieder durch irgendeine Religiöse ******e versuchen vorteile zu verschaffen. Es geht hier komplett nicht ums Kopftuch an sich sondern um Kopfbedeckung im allgemeinen. D.h wenn der liebe Capital Bra ein Arbeitsvertrag unterzeichnet in dem steht Keine Kopfbedeckung tragen dann muss die Gucci Cap abgenommen werden bei der Arbeit. Ganz einfach.

Wenn man die Kleiderordnung nunmal so festgelegt hat, muss die für alle gelten.
Was wäre sonst das nächste die Burka oder bayerische Lederhosen ?
Die Frau kann ihre Religion ausserhalb der Arbeitszeit doch ausleben. Warum da gleich mit der Chef zum Rassisten deklariert werden muss verstehen nur die, denen 2 Mio. Flüchtlinge noch nicht genug sind. Wenn ich zum syrischen Friseur gehe ist es eben sein Laden und er kann allen dort gerne 6 mal am Tag ein Gebetsteppich ausrollen. Da ist er Chef.... aber ich kann dort auch nicht mit meinen Springerstiefeln und Bomberjacke arbeiten. Das ist dann eben so...
So nun soll Sie sich doch bei einem muslimischen Chef eine Stelle suchen.
Oder gleich ein Ticket in ihre frühere Heimat kaufen, da wäre sie wahrscheinlich besser aufgehoben und glücklicher.

Ja eben nicht.Das Kopftuch ist und bleibt ein Bestandteil der Religion und Religionsfreiheit herrscht immernoch in Deutschland. Da darf x,y oder z sonst noch was sagen , es gehört zur Religionsfreiheit. ~ Die Würde des Menschen ist unantastbar und die Freiheit sich selbst frei zu entfalten. Also haltet die Fressen ihr ****** Michels

Da hast du Recht, man sollte jedem seine Religion lassen. Die Frau ist aber nicht gezwungen worden da zu arbeiten. Und die Kleiderordnung gab es vorher schon. Da wundere ich mich das sie das erst nacher gemerkt hat, das man hat nicht vermummt zur Arbeit kommt. Aber wir können ja auch Ausnahmen machen und lassen uns von Gästen dieses Landes vorschreiben wie man sich hier verhalten soll. Der einzige Fehler von Müller war die Frau nicht einfach wegen eines anderen Grundes rauszuschmeißen,dann wäre jetzt Ruhe. Man sollte die Gutmütigkeit auch nicht überreizen. Ungarn hat diese Probleme nicht und ich denke unsere Politiker könnten von denen noch viel lernen.

"Gästen dieses Landes"??? Ist das hier ein Restaurant??? Du bist ebenso Gast bei jedem, der hierherkommt wie umgekehrt. Die Welt kennt keinen Gastgeber und Gäste. Freiheit für jeden! Kein Mensch ist illegal!!!

Rotfront!!!

Was laberst Du für *******
Kein Mensch wlkomen in Deutschland.
Koptuch ja weg mit Frau nix.
Mach dich fertig wrnn ich Dich trffe.

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16 "Fight Club"-Referenzen aus der Deutschrap-Welt

16 "Fight Club"-Referenzen aus der Deutschrap-Welt

Von Clark Senger am 15.10.2019 - 18:45

David Finchers "Fight Club" mit Brad Pitt und Edward Norton von 1999 ist einer dieser Filme, die nicht nach wenigen Tagen oder gar Stunden schon wieder aus dem Gedächtnis verschwinden. Der Thriller ist brutal, dreckig, roh, gesellschaftskritisch und philosophisch extrem vielschichtig. Heute wird er 20 Jahre alt und das feiern wir!

David Finchers "Fight Club" als Kultfilm

"Fight Club" ist ein Kultfilm und ein Klassiker. Einen ziemlich zuverlässigen Hinweis auf einen solchen Status liefern bei Filmen, Songs, Alben, Büchern und anderen popkulturellen Gütern stets die Referenzen auf das Original. Das gilt für Phrasen wie "Stress ohne Grund" ebenso wie für diesen Movie.

Legendär ist Tyler Durdens (Brad Pitt) Ansprache an den Fight Club, in der er die Regeln des Fight Clubs erläutert. Und jeder von uns hat schon mal selbst eine Anspielung darauf gebracht, sie von einem Freund gehört oder irgendwo anders mitbekommen. Die Welt der Popkultur ist voll von Clubs, über die man nicht sprechen sollte.

Edward Norton, Brad Pitt, illegale Kämpfe in einem Keller, Langeweile im Angesicht der konsumfixierten Gesellschaft, in der andere Werte verloren gehen, sowie die Kritik an ebendiesem Weltbild und jede Menge Kippen, die weggeschnipst werden – natürlich lieben auch Rapper diesen Film. Ihre Anspielungen kommen mal etwas smarter und mal deutlich simpler daher. Wir werfen einen Blick auf Hiphops Liebe für "Fight Club".

Die große Depression & Schlaflosigkeit: Direkte Zitate

Eindrucksvolle Filmzitate sind für viele Rapper ein beliebtes Werkzeug. Selbstverständlich wurden auch Tyler Durdens teils inspirierenden Ansagen in Werken deutscher Artists eingebaut. Ein prominentes Beispiel ist Mikis Fontagniers Musikvideo zum Manuellsen-Song "Der Löwe" (2017), das auch visuell mit Anspielungen auf die frühen Kampfszenen des Fight Clubs arbeitet.

"Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute. Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben kein'n großen Krieg, keine große Depression. Unser große Krieg ist ein spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Und das wird uns langsam klar. Und wir sind kurz, ganz kurz, vorm Ausrasten!"

Mit noch etwas mehr Vorlauf hat Joey Bargeld das Zitat in seinem Track "Betrüger" als Intro genutzt. Bei PTK ändert sich der Spieß, denn der Berliner breitet in "Wut zur Veränderung" zuerst auf mehr als vier Minuten seinen eigenen Blickwinkel auf die moderne Gesellschaft aus und schiebt Tylers Zitat als pointierte Ergänzung hinten ins Outro des Tracks

Ebenfalls von Mikis Fontagnier stammt das Video zu Credibils "Molokopf"-Outro "Schlaflos", das 2015 erschienen ist. Wieder eröffnet der Videograf seinen Clip mit einem "Fight Club"-Zitat, das bei den Streaming-Portalen nicht zum Song gehört.

"Schlaflosigkeit vernebelt die Realität. Alles ist weit weg. Alles ist eine Kopie einer Kopie einer Kopie."

Ein Zitat, auf das auch Casper und Prinz Pi sich anscheinend in ihren Songs "Jambalaya" beziehungsweise "Bestandsaufnahme" beziehen. Bei von Kopien kopierten Kopien sind Doppelschöpfungen jedoch nicht auszuschließen.

Der erfolgreichste deutschsprachige Rapsong, der sich auf den Film bezieht, kommt definitiv von Capital Bra. Der Bratan veröffentlichte 2018 mit Samra und AK Ausserkontrolle einen Song namens "Fight Club". Dieser liefert zwar weder in der Hook noch in den Parts erkennbare Bezüge zum Film – doch ohne David Fincher, Brad Pitt und Edward Norton hätte es den Track in dieser Form sicher nicht gegeben.

Favorite hat sich 2011 für "Obama" – damals noch nahe am Höhepunkt seines Schaffens – eine etwas weniger poetische Stelle aus dem Film herausgepickt.

"Gegen wen würdest du am liebsten kämpfen? - Gegen meinen Boss vermutlich."

Außerdem darf Alpa Gun nicht fehlen. Er hatte auf "Geladen & entsichert" (2007) gleich einen kompletten Song namens "Fight Club", der mit den ersten beiden Regeln eröffnet wird:

Deutschrap-Lines mit "Fight Club"-Referenzen

Andere gehen etwas subtiler vor und droppen Lines, die man nur verstehen kann, wenn man den Film bis zum Ende gesehen hat. So etwa Young Kira, der im Song "Ready 2 Die" seiner (unterschätzten) EP "Six Feet Thunder" 2018 folgende Zeile droppt:

"Deutsche Rapper, alles leicht Gestörte / Alle so real, wie Tyler Durden"

Brad Pitts Charakter Tyler Durden, dem sogar im großartigen "Witcher 3" ein Easter Egg gewidmet wurde, wird von anderen Rappern aber eher als positive Identifikationsfigur herangezogen. Die mangelnde "Realness" ist wohl nur Kira aufgefallen. Face vergleicht auf Vegas Mixtape "Dreggisch & roh" im Song "Geh meinen Weg" seine zwei Gesichter mit denen der Hauptfigur aus dem Film, auch wenn seine Zeile einen inhaltlichen Fehler hat: Tyler ist nicht derjenige, der morgens im Büro ackert.

"Und während du diese Scheibe hörst in dei'm iPod / Sitz' ich morgens mit nem Feilchen im Büro so wie Tyler Durden in Fight Club"

Der Hamburger Jace kratzt mit seiner Line in "Zahnfleisch" zwar nur an der Oberfläche des Films, aber immerhin teilt er die revolutionäre Ambition:

"JarJar Durden schickt A&Rs in den Fight Club / Bin live stark, Flavour Gang in den Reichstag" 

Vor über einem Jahrzehnt brachte Prinz Pi in seinem Song "Monarchie" mit "25 Stunden" noch einen zweiten Film mit Edward Norton in diesen Zeilen unter:

"Dieser Song ist für die Fans, für jeden Einzelnen / Ich mach ein Club auf, ihr dürft mich Tyler Durden nennen / Ich bin nicht Edward Norton / Doch kann in 25 Stunden ein paar Texte horten / Und sie perfekt recorden"

Und wenn wir Fav schon erwähnen, dann darf sein alter Gefährte Hollywood Hank auch nicht fehlen, der "Fight Club" im Song "Toter Winkel" aufgegriffen hat:

"Ich sorg' für Gewalt wie Tyler Durden / Denn Rap hat leider keine Zeit für solche Weicheier wie Curse"

Für eine Punchline mit eine klassischen Doppeldeutigkeit sorgt Mess auf dem 2017er-Album von Witten Untouchable im Song "Handy hoch":

"Geh besser fort, wen willst du mit dein‘ Kleffer fronten / Ich geh mit Pit in den Fightclub, als wär ich Edward Norten"

RAF Camora, Testo & Goldroger mit spezielleren Anspielungen

Etwas mehr Spielraum zum Nachdenken und Analysieren lassen RAF Camora und Testo von Zugezogen Maskulin. RAF spricht auf dem Song "Strom" (2014) seines damaligen Signings Sierra Kidd von Playlists als Fight Clubs. Der Vergleich wäre zwar heute noch viel spannender, aber damals fügte er sich wunderbar in RAFs Part ein. Man bekommt das Gefühl, die Referenz ist nicht zufällig hier gelandet, denn seine Lyrics im Song behandeln ebenso wie David Finchers Film eine gewisse Entmenschlichung in der Postmoderne.

"Sie vergessen, dass du Mensch bist / Denn sie kenn' dich / Nur noch aus dem iPod, so wie Kendrick / Die Playlist, ein digitaler Fightclub — Brad Pitt"

Testo lässt in "Keine Ahnung wo" Fragezeichen über Köpfen aufploppen. Er lehnt sich gegen das System auf, indem er seine Verpflichtungen in den Wind schießt, aber trifft anschließend auf Tyler Durden, der offenbar nicht mehr kämpft, sondern seine Wampe in der Sonne braten lässt. Eure Erklärungen für diese Metapher dürft ihr gerne mit uns teilen!

"Sag' Arbeit, Auftritt ab, alle sind sauer, setz' das Haus in Brand / Treffe Tyler Durden fett und braun am Strand"

Eine besondere Rolle dürfte der Film zudem für Goldroger gespielt haben. Auf seinem Debütalbum "Avrakadavra" (2016) lässt sich fast der komplette erste Part von "Wir sind da" auf "Fight Club" beziehen. Er verknüpft grandios das mit "Where Is My Mind?" von den Pixies inszenierte Ende des Films mit anderen Szenen und seinen eigenen Gedanken, die er kaum geordnet bekommt. 

"Und wenn die Welt untergeht, geb ich kein F*ck / Hocke knutschend aufm Dach und hör die Pixies / Singe 'Where is my mind' - nein - 'Wer ist in my mind?' / Hör 'ne Stimme wär doch cool wenn es Brad Pitt ist / Hallo Tyler? Hallo Tyler? Sag mir was geschieht? Sag mir was geschieht? / Du meintest, alles wird ganz einfach / Komm schon ratter meine Alte, du sahst Hammer aus in Fightclub! / Wir wurden von der Glotze konditioniert - zu viel Songs konsumiert / Die sagten eines Tages wird etwas Besonderes passieren / Doch im Westen nix Neues, stehen restlos enttäuscht vor der Tür und sind gekommen um zu spielen"

Um den ganzen Part zu verstehen, muss man auch dieses Zitat aus "Fight Club" kennen:

"We've all been raised on television to believe that one day we'd all be millionaires, and movie gods, and rock stars, but we won't. We're slowly learning that fact. And we're very, very pissed off."

Das sind lange nicht alle Referenzen deutschsprachiger Rapper auf den Film und auch im Ausland haben etliche Künstler sich auf David Finchers Klassiker bezogen und somit dabei geholfen, seinen Kultstatus zu festigen. Die Beispiele aus diesem Artikel zeigen bereits, dass der Movie generationsübergreifend ganz unterschiedliche Menschen fesseln kann und es auch in Zukunft tun wird.

Weitere Filme, die sich unter Rappern größter Beliebtheit erfreuen, haben wir hier zusammengestellt:

7 Blockbuster: Woher die Filmzitate deiner Lieblingsrapper stammen

Rapper wie Gzuz, Veysel, Massiv und Eko Fresh erobern Kino und Fernsehen. Auch in Deutschland übernimmt Hiphop also langsam das Filmgeschäft.


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