Kool Savas erklärt auf Twitter, wie man gekaufte Spotify-Streams erkennt

Kool Savas nutzte den Sonntag äußerst produktiv und gab auf Twitter allen Interessierten eine kleine Lehrstunde zum Thema gekaufte Spotify-Streams. Der King of Rap veröffentlichte seine eigenen Spotify-Zahlen und verglich seine Chartposition mit der von anderen Rappern. Er vermutet außerdem, dass Labels mit dieser Methode Geld waschen.

Kool Savas: "Jeder Künstler weiß, dass das Blödsinn ist"

Savas bot seinen Followern auf Twitter heute an, die Masche um gekaufte Streams und manipulierte Chartpositionen "analytisch und klar" zu erklären. Dieses Angebot stieß auf regen Andrang, sodass Essah seinen Worten Taten folgen ließ und weiter ausführte.

Ein deutlicher Beweis für gekaufte Streams sei wohl, dass viele Künstler, die in der ersten Woche in den Top 10 der Single-Charts landen, in der folgenden Woche gerade mal in den Top 100 vertreten sind. Ein so rasanter Abstieg sei unrealistisch.

Schaut man sich die Single-Charts der letzten Woche an, so ist der einzige Top 10 Song, der diese Woche nicht mal mehr in den Top 100 vertreten ist "Morgens pauken" von den Ärzten. Dieser Track stieg auf dem dritten Platz der Charts ein und ist nun in der Folgewoche nicht mehr vertreten.

Der legendäre Hacker Kai aus der "Y-Kollektiv"-Dokumentation über gekaufte Streams spiele bei der Manipulation allerdings keine Rolle mehr. Das Ganze fände mittlerweile auf einem größeren Level statt und mehrere Personen würden daran verdienen. Außerdem behauptet Savas, dass durch diese Aktionen Geld gewaschen würde.

Dabei lässt SAV unklar, wie genau diese Geldwäsche aussehen soll. Mit der Bezeichnung ist schließlich eigentlich gemeint, dass illegal erwirtschafteter Gewinn in den legalen Wirtschaftsmarkt eingeschläust wird. Wenn nun Labels oder Manager für einen bestimmten Betrag Streams kaufen und eben diesen Betrag dann wiederum von Spotify für die vermeintlichen Premium-Streams ausgezahlt bekommen, wurde schließlich noch kein Geld gewaschen. Viel eher handelt es sich hierbei um ein Geld-Karussell, bei welchem für die Käufer keine wirklichen Kosten entstehen.

Im Folgenden führt Kool S seine eigenen Streaming-Zahlen an und stellt infrage, wie es sein kann, dass er mit insgesamt knapp acht Millionen Streams maximal Platz 24 der Singlecharts erreicht habe. Andere Künstler hätten bloß einen Bruchteil dieser Streams und würden in den Top 10 landen. Damit legt Savas wohl nah, dass Künstler sich auf einen Schlag eine große Menge an Streams kaufen, um einmalig zu charten. In der darauffolgenden Zeit wachse die Anzahl der All-Time-Streams jedoch kaum noch, sodass die Artists am Ende trotz besserem Charteinstieg weniger Streams vorweisen können.

Wenn man die einzelnen Plattformen miteinander vergleichen würde, dann gäbe es dort ebenfalls zu signifikante Unterschiede. Wenn Künstler auf Spotify zehn Millionen Hörer hätten aber auf Apple Music bloß 50 Tausend, dann wären das "lustige Ereignisse". Savas selbst habe ein normales Verhältnis von acht Millionen Streams auf Spotify und ungefähr 500 Tausend auf Apple Music.

Der Rapper Richter meldet sich ebenfalls zu Wort und behauptet, er kenne Personen, die ein Programm für Fake-Streams entwickelt hätten. Bei diesem sei es fast nicht möglich, die gekauften Streams als Fake zu enttarnen. Die Bots hätten so etwas Ähnliches, wie eigene Persönlichkeiten.

Labels mit vielen Künstlern würden sich diese Programme angeblich auch selbst kaufen und dann eigenhändig Streams faken. Durch die ausgezahlten Tantiemen von Spotify würde so auf lange Sicht viel Gewinn gemacht.

Kool Savas: "Ihr manipuliert nicht nur eure, sondern auch die Karrieren anderer"

Der Grund für seine Erläuterungen zu dem Thema sei aber laut Savas nicht, dass ihn die Machenschaften der Streamkäufer wirtschaftlich groß treffen würden. Viel mehr ginge es ihm darum, dass es moralisch verwerflich sei, jungen und hart arbeitenden Künstlern diese Plätze wegzunehmen.

Zuletzt kündigt Savas wohl eher spaßhaft an, wahrscheinlich bald auf mysteriöse Art und Weise zu verschwinden, nachdem er die illegalen Stream-Käufe thematisiert habe.

Bleibt wohl nur zu hoffen, dass Rooz ihn vor der Klick-Mafia erwischt.

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"Er hat mich an den Start gebracht": 50 Cent gibt Liebe an Eminem

"Er hat mich an den Start gebracht": 50 Cent gibt Liebe an Eminem

Von Till Hesterbrink am 08.01.2021 - 14:23

50 Cents Hit "In Da Club" feiert seinen 18. Geburtstag und kann mittlerweile auch eine immense Anzahl an Aufrufen vorweisen. Zu diesem Anlass postete Fifty ein kleines Dankeschön auf Instagram und vergaß dabei auch nicht, wer ihn damals auf die Karte gesetzt hat.

50 Cents "In Da Club" feiert Geburtstag

Vor fast genau 18 Jahren erschien einer von 50 Cents größten Hits aller Zeiten: "In Da Club". Der Track sollte prägend für 50s Karriere sein und läuft bis heute überall rauf und runter. Laut eigener Aussage von Fifty wird der Song immer noch jede Woche über tausend Mal im Radio gespielt. So dürfte es also niemanden wundern, dass "In Da Club" auch einiges an Video-Aufrufen erreichen konnte. Mittlerweile sind es über eine Milliarde YouTube-Klicks für den Hit.

Die beeindruckende Marke erreichte 50 Cent bereits letztes Jahr und überraschte seine Fans dafür mit einer 4K-Version des Klassikers auf YouTube.

Zum Geburtstag des Tracks erinnerte 50 noch mal an diesen Erfolg und bedankte sich bei dem Mann, ohne den das Ganze wahrscheinlich in dieser Form nicht möglich gewesen wäre: Eminem.

"Ich sage Eminem, dass ich ihn liebe für das, was er für mich getan hat. Er hat mich an den Start gebracht."

("I tell Eminem i love him for what he did for me, he put me on.")

50 Cent hatte damals sein Major-Label-Debüt auf dem "8 Mile"-Soundtrack über Shady Records mit dem Track "Wanksta". 2003 erschien dann sein erstes Album "Get Rich Or Die Tryin'" unter anderem über Eminems Label und wurde ein riesen Erfolg. Eminem und Dr. Dre spielten auch im Video zur Lead-Single des Albums mit – "In Da Club". Der Rest ist wohl Geschichte.

Hier könnt ihr euch aus erster Hand anhören, wie es dazu kam, dass Eminem 50 Cent entdeckte und unter Vertrag nahm:

Eminem streitet mit Snoop Dogg

Eminem war in letzter Zeit vor allem wegen seines Hin-und-Hers mit Snoop Dogg in den News. Besonders aktuell scheint es also so, als würde 50 Cent mit seiner Nachricht an Em möglicherweise auch ein Zeichen setzen wollen. Er scheint schließlich eindeutig hinter Eminem zu stehen.

Eminem disst Snoop Dogg & 6ix9ine auf seinem neuen Album

Von Till Hesterbrink am 05.01.2021 - 12:48 Die belastete Beziehung zwischen Eminem und The Source-Miteigentümer Raymond " Benzino" Scott ist kein Geheimnis. Schon seit mittlerweile knapp achtzehn Jahren tragen die beiden ihren Streit in der Öffentlichkeit aus. Aktuell knallt es mal wieder richtig und auch andere Rap-Größen sind involviert.


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