Kool Savas, Loredana & mehr: Das Deutschrap-Update am Freitag

Neben einigen neuen Alben (XXXTentacion, Ice Cube, Kollegah, MoTrip & Ali As, Gucci Mane, Token, Retrogott und mehr) gibt es wie jeden Freitag auch etliche neue Singles. Wer sich nicht durch alles hören möchte oder kann, was heute erschienen ist, bekommt in unserer Playlist einen Überblick. Mit "Groove Attack powered by Hiphop.de" bekommt ihr jede Woche neue Hits, aber auch Untergrund-Releases und Tipps, die sich jenseits des üblichen Playlist-Mainstreams tummeln:

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Das Spotlight gebührt aber erstmal zwei der erfolgreichsten Newcomer des Jahres. Neben Mero, dessen "Baller los" nach wie vor weit oben platziert bleibt, hat nämlich auch Loredana 2018 Eindruck hinterlassen. Dem Miksu-Macloud-Sound, den wir unter anderem von Veysel und Summer Cem kennen, verleiht sie noch eine eigene Note. Heute ist ihre dritte Single "Milliondollarsmile" erschienen.

Knapp dahinter rangiert kein Geringerer als Essah, der mit "KKS" den Auftakt zu seinem kommenden Album feiert. Parallel dazu persifliert Mauli sich auch mit neuem Output in Form von "Limewire" wieder quer durch die Raplandschaft. Support gibt es von einem amtlichen Trio, das aus Bausa, Sido und Tarek von K.I.Z besteht. Zusammen kommen die Gastauftritte der Jungs auf etwa 18 Sekunden. Wer den Song hört, wird schnell verstehen, dass Mauli damit auf humorvolle Weise die Message und Kritik seines Tracks unterstreicht.

Anderen Sound – Kitschkrieg-Sound, um genau zu sein – gibt es heute von Dendemann, der das Kreuzberger Trio und Trettmann für die nächste Single aus seinem kommenden Album an Bord hat. Yassin weicht wieder etwas von den ernsten und unironischen Tönen von "Abendland" ab und zeigt zumindest klanglich seine fröhlichere Seite. Manuellsen hat für seine neue Single ein musikalisches Zusammentreffen mit Remoe und Fler organisiert. Eine Art Comeback feiert heute Sinan-G, der deutlich roher und härter klingt als noch vor seiner Haftstrafe. Passend zum neuen Song "Alles für uns" mit Yonii ist er ab heute in der Netflix-Serie "Dogs of Berlin" zu sehen. Außerdem referieren Kollegah und Nas (!) aus ihrem jeweiligen Bosslife und der Retrogott hat ein neues Album namens "Kontemporärkontamination" mit Hulk Hodn gedroppt, aus dem du zwei Songs in unserer Playlist findest.

Was es sonst noch aus dieser und vergangenen Wochen zu entdecken gibt, findest du am besten selbst heraus.

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SEK-Einsatz bei Fler: Exklusives Statement & alle Hintergründe

SEK-Einsatz bei Fler: Exklusives Statement & alle Hintergründe

Von Michael Rubach am 17.03.2019 - 16:17

Wie Fler in einem Live-Stream auf Instagram berichtet, hat ihm kürzlich das SEK einen Besuch abgestattet. In der Nacht zu Freitag sind zahlreiche bewaffnete Beamte in seine Wohnung gestürmt. Laut Polizeisprecher habe im Vorfeld eine Bedrohungslage bestanden.

Fler über das Vorgehen der Polizei

"Ich bin gestern morgen [15. März 2019; Anm. der Red] relativ spät ins Bett gegangen […]. Um 06:20 Uhr haben dann Männer die Tür eingetreten. Männer mit Helmen, kugelsicheren Westen und Maschinengewehren und irgendwelchen Lampen auf den Maschinengewehren. Es passierte so schnell, dass ich noch im Halbschlaf war und schon irgendwelche SEK-Beamten in meinem Genick hatte. Dann kamen eine Minute später noch zehn weitere Beamte rein […]. Dann kamen noch irgendwelche Ermittler rein, die waren in Zivil gekleidet und die haben dann halt erzählt, dass die meine Wohnung durchsuchen möchten, aufgrund einer Sachbeschädigung, weil sie ein Musikvideo von mir gesehen haben."

Nach Flers Ausführungen, die er gegenüber uns noch einmal telefonisch bestätigte, gingen die SEK-Beamten nicht zimperlich vor. Bei dem Video, auf dass die Beamten anspielen, dürfte es sich um "Dieser Boy" handeln. Im Clip ist die Berliner Graffiti-Crew Damagers in Aktion zu sehen. Der Verweis auf das anonym zugesandte Bildmaterial zu Beginn des Videos hat die Polizei offenbar nicht von der Durchsuchung abgehalten.

Die Polizei erklärt sich – Fler reagiert

Über den offiziellen Twitter-Account der Polizei Berlin heißt es, dass "gegen eine seit mehreren Jahren agierende Sprayergruppierung" vorgegangen wurde. Dabei seien zwei Wohnungen durchsucht worden.

Polizei Berlin on Twitter

Im Zuge von Ermittlungen gegen eine seit mehreren Jahren agierende Sprayergruppierung durchsuchten Kolleg. unseres #LKA heute Morgen mit Unterstützung des #SEK und der 13. EHu zwei Wohnanschriften in #Steglitz-#Zehlendorf. ^tsm

Fler kommentiert diese Mitteilung relativ trocken. Er sorgt sich um die Sauberkeit.

Fler kommentiert Polizeimeldung
Foto:

Screenshot: https://twitter.com/FLER/status/1106681192915615744
Fler kommentiert Polizeimeldung

SEK-Einsatz wegen Sachbeschädigung? Fler mit exklusivem Statement

Fler kann dein Einsatz, der auch nicht gerade günstig ist, nur schwer mit Sachbeschädigung in Verbindung bringen. Er glaubt vielmehr, dass sein Verhalten in der Vergangenheit zu dem Besuch der Polizei geführt hat. Speziell nach dem Zerwürfnis bei EGJ äußerte sich Fler mehrmals öffentlich zu Bushido. Unter anderem sagte Fler, dass Bushido durch seine Nähe zur Polizei "in der Szene erledigt" sei und teilte auf Instagram einen Clip von Bushido, der ihn in Begleitung von Beamten zeigt. In einem exklusiven Statement fasst Fler seine Sicht auf den SEK-Einsatz zusammen:

"Ich verstehe nicht, warum das SEK wegen eines Verdachts auf Sachbeschädigung in meine Wohnung stürmt. Ich glaube, man wollte mir für meine Ansagen zum Thema 'Zeugenschutz für Bushido' mal einen Denkzettel verpassen. Ich werde das Verfahren abwarten und gucken, was auf mich zu kommt."

Auch die Twitter-Community hält das Vorgehen der Staatsgewalt für überzogen:

Twitter-User über den SEK-Einsatz bei Fler
Foto:

Screenshot: https://twitter.com/FLER/status/1106681192915615744
Twitter-User über den SEK-Einsatz bei Fler

Der Auftritt eines Sondereinsatzkommandos wegen Sachbeschädigung erscheint wie eine eher unübliche Maßnahme. Auch bei genauerem Hinsehen ergibt sich eine gewisse Unverhältnismäßigkeit. Das Präventionsportal der Polizei nennt folgende Beispielszenarien für SEK-Einsätze: "Geiselnahme, Terror, Erpressung, Suizidversuch oder Amoklauf". Von Sachbeschädigung oder Graffiti ist dort nichts zu lesen. Auf weitere Ausführungen zu der Gefahr, die bestanden habe, verzichtete die Berliner Polizei mit Verweis auf laufende Ermittlungen.


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