Wie eine Pferderennbahn zur Konzert-Location der Gegenwart wird

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Im englischen Newcastle eröffnet im August ein Veranstaltungsort, der sich komplett dem Social Distancing und der Corona-Realität verschrieben hat. SSD Concerts, die sich sonst unter anderem um Festivals kümmern, stecken hinter dem Konzept.

Wie das Konzerterlebnis unter Corona-Bedingungen funktioniert

Für die Entstehung der besonderen Location, die sich Virgin Money Unity Arena nennt, wird eine Pferderennbahn modifiziert. Genauer gesagt bestücken die Initiatoren das Gelände mit 500 Plattformen. Diese sollen Platz für insgesamt 2500 Personen bieten.

Tickets müssen Interessierte im Vorfeld online erwerben. Die Besucher*innen fahren mit dem Auto vor und können vor Ort ohne direkten Kontakt zu Menschen einchecken. Daraufhin wird das Fahrzeug zu einem Parkplatz geleitet. Entgegen einer Autokino-Show ist es nun erlaubt, aus dem fahrbaren Untersatz auszusteigen.

Auf dem Weg zum persönlichen Standort sind Spots, an denen man sich Essen und Getränke abholen kann. Die letztendlichen Aufenthaltsorte haben einen Abstand von zwei Metern zueinander. Vom Parken über den Toilettenbesuch bis zum Verlassen des Areals versprechen die Veranstalter, strikt allen erdenklichen Abstands- und Hygiene-Regeln zu folgen. Hierzu sei das gesamte Mitarbeiterteam gesondert geschult worden.

Ein Vertreter der Stadt Newcastle bezeichnet das Vorhaben in The Guardian als eine "brillante Innovation", die dafür sorgen werde, dass die Menschen Auftritte von Artists auf eine "sichere, verantwortungsvolle und sozial distanzierte Weise" genießen können. Ein erstes Line-up wurde ebenfalls bekanntgegeben. Bands wie The Libertines ,Two Door Cinema Club oder Maximo Park haben sich angekündigt.

Eine eher absonderliche Idee für Clubbesuche unter Covid-19-Bedingungen lieferte jüngst eine Designfirma:

Dieser Corona-Schutzanzug soll die Zukunft der Live-Kultur sein

Auch wenn die Überlastung des Gesundheitssystems bisher (zum Glück) ausgeblieben ist - Corona ist weiterhin da draußen. Allein, dass im Sommer die gesamte Festival-Saison flach fällt, verdeutlicht ganz gut, wie sehr uns die Pandemie noch in Beschlag nehmen wird.

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Neuer Banksy in Corona-Hotspot entdeckt

Neuer Banksy in Corona-Hotspot entdeckt

Von Michael Rubach am 18.10.2020 - 15:43

Banksy befeuert weiter seinen Mythos und hat ein neues Werk im britischen Nottingham hinterlassen. Der anonyme Star der Kunstszene hat das Bild eines spielenden Mädchens selbst auf seinem Instagram-Account gepostet, was seine Urheberschaft nahezu bestätigen dürfte.

Corona in England: Ein Banksy gegen die Krisenstimmung

Banksys neuester Streich funktioniert nur in Wechselwirkung mit der unmittelbaren Umgebung. Dort steht nämlich ein ziemlich geschrottetes Fahrrad, dem zugleich das Hinterrad fehlt. Auf einer Wand dahinter ist die Abbildung eines Mädchens zu sehen, das einen Fahrradreifen um die Hüften kreisen lässt. Größere Sozialkritik scheint sich nicht hinter dem Werk zu verbergen. Vielmehr wirkt es wie ein lockerer Joke.

Laut Spiegel wurde das Bild direkt mit "durchsichtigen Plastikscheiben geschützt", um es vor äußeren Einflüssen zu bewahren. Anwohner sollen den künstlerischen Gruß von Banksy als aufmunternd empfunden haben. Großbritannien ist weiterhin enorm von der Corona-Pandemie betroffen. Nottingham gilt dahingehend als einer der Hotspots in England.

Was Kommentare zu Covid-19 angeht, zeigt sich Banksy nicht zum ersten Mal aktiv. Mit einem Video warb er für das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr.

Banksy wirbt mit neuem Werk fürs Maskentragen


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