Strafbefehl wegen Beleidigung: Kontra K muss 60.000 € zahlen

Kontra K muss nach einer langen Auseinandersetzung mit den Behörden 60.000 € Strafe zahlen. Das berichtete die Bild heute Morgen. Es geht dabei um einen Nachbarschaftsstreit, der sich im Juli 2019 zugetragen haben soll.

"Pfeifen": Kontra K beleidigte Polizisten

Damals habe sich Kontra Ks Nachbar am Lärm der Hunde des Rappers gestört und ihn darauf angesprochen. Sodann habe sich eine Diskussion entwickelt und der Rapper habe ihm gedroht. Als die Polizei kurz darauf eintraf, bezeichnete er diese als "Pfeifen". Die Beamten erstatteten daraufhin Anzeige wegen Beleidigung gegen den Berliner. Nachdem er letztes Jahr im Oktober einen Strafbefehl vom Amtsgericht erhielt, legte Kontra K Beschwerde ein.

Wie Justizsprecher Martin Steltner heute Morgen erklärte, blieb seine Beschwerde erfolglos. Das bedeutet, dass der Strafbefehl rechtskräftig ist und er eine Strafe von 60.000 € zahlen muss, sobald er ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft erhält. Die Höhe berechnet sich hierbei nach dem Einkommen des Rappers. 

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"Unwahre Tatsachenbehauptungen": Samra erwirkt einstweilige Verfügung gegen Nika Irani

"Unwahre Tatsachenbehauptungen": Samra erwirkt einstweilige Verfügung gegen Nika Irani

Von HHRedaktion am 17.07.2021 - 21:15

Samra und sein Anwalt haben einen Gerichtsbeschluss gegen die Influencerin Nika Irani erwirken können. Das Landgericht Köln hat Nika in der einstweiligen Verfügung vom 16. Juli verboten, Samra der Vergewaltigung zu bezichtigen. So berichtet es Dr. Ralf Höcker auf Instagram, der Partner des verantwortlichen Anwalts Dr. Marcel Leeser in der Sache.

Gerichtsbeschluss: Nika Irani hat unwahre Tatsachenbehauptungen verbreitet

Wie dem Instagram-Post zu entnehmen ist, schreibt das Gericht in seinem Beschluss, Nika habe "unwahre Tatsachenbehauptungen" verbreitet. Konkret geht es um die Äußerung, Samra hätte Nika vergewaltigt. Laut des Gerichts handele es ich hierbei um eine Meinungsäußerung von Nika mit dem "unwahren Tatsachenkern" der Vergewaltigung. 

Das bedeutet, dass Nika den Vorwurf der Vergewaltigung vor Gericht noch nicht ausreichend glaubhaft machen konnte. Der Beschluss ist aktuell nicht rechtskräftig. Daher hat sie die Möglichkeit, rechtlich gegen die einstweilige Verfügung vorzugehen.

Wir haben Samras Anwalt um ein Statement gebeten.

Samras Anwalt Dr. Marcel Leeser erklärt, dass sie gegen Nika nun weiter vorgehen und eine Geldentschädigung erwirken wollen.

"Unser Mandant ist unschuldig. Wir bereiten nun [eine] Klage gegen die Falschbeschuldigerin auf Zahlung einer Geldentschädigung vor."

Bei dem Beschluss handelt es sich um ein Eilverfahren. Nika darf, solange der Beschluss nicht für unwirksam erklärt wird, nicht mehr behaupten, Samra hätte sie vergewaltigt. Der Beschluss gegen Nika ist kein Freispruch für Samra in Bezug auf die konkrete Tat.

Nika Iranis Anwälte mit Statement zum Beschluss

Nikas Anwälte haben in einem Statement erklärt, dass ihre Mandantin im Prozess die Beweislast für die Vorwürfe trage und alleinig einen Beweis vorbringen müsse. Bei Delikten, bei denen Aussage gegen Aussage steht, sei das Erbringen eines Beweises für das Opfer "immens schwer". Außerdem erläutern sie, dass Nika im Rahmen des noch "stattfindenden Strafprozesses" für ihre Rechte kämpfen werde.

Seit den Vorwürfen gegen Samra, die Nika Irani vor etwa einem Monat auf Instagram äußerte, ist die Diskussion um Missbrauchsstrukturen im Deutschrap größer denn je. Von den konkreten Anschuldigungen hat sich eine generelle Debatte entwickelt, in denen Nikas Stimme eine tragende Rolle spielt.


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