Kollegah & Sun Diego zeigen sich öffentlich & befeuern "Bossaura 2"-Gerüchte

Kollegah und Sun Diego in trauter Zweisamkeit – was vor Jahren noch für absurd gehalten worden wäre, ist nun Realität. Die beiden ehemals zerstrittenen Deutschrapstars zeigen sich auf ihren Instagramprofilen in entspannter Pose in einem Hotel.



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Ze bottles keep poppin‘ 2005-20XX

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Kollegah & Sun Diego deuten "Bossaura 2" an

Inzwischen sind ganze acht Jahre seit dem Release von Kollegahs drittem Studioalbum "Bossaura" vergangen. Die Platte, bei welcher der Einsatz von Autotune die Hörgewohnheiten der Kollegah-Fans herausforderte, entstand in enger Zusammenarbeit mit Sun Diego. Das heutige Aushängeschild der Bikini Bottom Mafia ist auf dem Album mehrfach vertreten und sein musikalischer Einfluss derart präsent, dass bei der Erwähnung von "Bossaura" immer auch der Name Sun Diego mitschwingt.

Autotune ist inzwischen zu einem weitestgehend akzeptierten Stilmittel im Rap geworden. Der relativ starke Hate von 2011 über den Style auf "Bossaura" interessiert 2019 so gut wie niemanden mehr. Vielmehr häufen sich die Stimmen in den Kommentarspalten, die einen Nachfolger des Albums herbeisehnen. Mit der gemeinsamen Inszenierung verdichten sich die Anzeichen, dass etwas in diese Richtung passieren könnte. Sowohl Kollegah als auch Sun Diego droppen zudem das gleiche Zitat:

"Ze Bottles keep poppin' 2005-20xx"

2005 hat Kollegah sein erstes "Zuhältertape" ins Netz gestellt. Die Karrieren vom selbsternannten Boss und Sun Diego steckten zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen. Natürlich lässt sich anstelle von "xx" jede mögliche zweistellige Zahl einsetzen, die über "18" hinausgeht. Der ziemlich offensive Umgang mit einer Jahreszahl deutet jedoch daraufhin, dass es nicht auf eine "30" hinauslaufen wird. Wahrscheinlicher ist es, dass in den nächsten Jahren wieder gemeinsamen Flaschen geköpft werden oder kurzum: eine weitere musikalische Zusammenarbeit auf die Fans zukommt.

Wie sehr die beiden Rapper aktuell von früheren Anschuldigungen und Disses entfernt sind, spiegelt sich außerdem in Kollegahs Outfit wider. Trotz eigener Modemarke und ausreichend finanziellen Möglichkeiten für jegliches Kleidungsstück präsentiert sich das Alpha Music-Oberhaupt in Merchandise der Bikini Bottom Mafia.

Eine Reunion von Kollegah & Sun Diego hat sich abgezeichnet

Völlig überraschend kommt dieses Bild nicht. In der Promophase zu "Monument" machte Kollegah vor allem während seines Aufenthalts in L.A. einige Anspielungen, die auf einen zweiten Anlauf mit Sun Diego schließen ließen. Ein paar Wochen zuvor hatte Kollegah bereits in einem Interview klargestellt, dass der Streit mit Sun Diego beendet sei. Sogar ins Jahr 2017 zurück reichen scherzhafte Hinweise von Kollegahs überfreundlichem Alter Ego Friend.

"Bossaura 2"? Kollegahs Alter Ego macht Fans Hoffnung auf Frieden mit Sun Diego

Das Foto wirkt nun wie das Ergebnis eines längeren Prozesses. Der Beef, der die jahrelange Freundschaft erschüttert hat, scheint vollends abgehakt und die Zeichen deuten stärker denn je auf eine Fortsetzung von "Bossraura" hin.

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Favorite richtet Hilferuf an Kollegah & Alpha Music Empire

Favorite richtet Hilferuf an Kollegah & Alpha Music Empire

Von HHRedaktion am 22.04.2020 - 19:28

Favorite hat sich auf seinem YouTube-Kanal mit einem "Hilferuf" an Kollegah und sein Label Alpha Music Empire gerichtet. Er hofft, sein neues Album mit der Hilfe des ehemaligen Selfmade-Homies droppen zu können. In der nur wenige Sekunden langen Message sagt er:

"Yo, was geht ab Leute, ich bin's Favorite. Es geht um mein neues Album. Ich will ein neues Album rausbringen, ganz wichtig, ich habe aber kein Label. Ich will am liebsten bei Kollegah signen. Deswegen: Wenn ihr Kollegah seht, haut den mal an und sagt dem Bescheid, der soll sich bei Favorite melden. Ist ganz ganz wichtig, schöne Grüße. Peace an alle!"

Favorite will nach Crowdfunding-Versuch bei Kollegah signen

Die Ansage kommt rund zweieinhalb Wochen nach seinem Versuch, mit einer Crowdfunding-Aktion Geld von seinen Fans für das neue Album zu sammeln. Mit der Ansage strapazierte er allerdings auch die Nerven seiner treuesten Fans, die ihn bis heute auf allen Kanälen verfolgen. Besonders eine Formulierung sorgte für ungläubige Kommentare:

"Wäre nicht schlecht, wenn da 50.000 Euro bei rumkämen. Dann wäre ich bereit, ein Album zu machen."

Nun soll es also der alte Homie richten. Von 2005 bis zu Kolles Trennung von Selfmade 2015 waren die beiden gemeinsam beim Label von Elvir Omerbegovic gesignt, der mittlerweile mit DIVISON neue Artists (RIN, Yugo, Kynda Gray) an den Start bringt. Fav war noch bis zum Release seines bislang letzten Soloalbums "Alternative für Deutschland" (2017) bei Selfmade an Bord.

Seit ihm die professionellen Strukturen fehlen, scheint es ihm aber zunehmend schwer zu fallen, sein Talent in geregelte Bahnen zu lenken und sich selbst vor Fehltritten zu schützen. Neben einem Disstrack, in dem er Kool Savas als "Dreckskanacke" beleidigte, droppte Fav immer und immer wieder – auch noch in aktuellen Hörproben – die N-Bombe. Mit seinem langjährigen Freund Luthifah, der ihn nach der Selfmade-Trennung supportet hatte, endete die Zusammenarbeit in einem Streit um den gemeinsamen "Upperclass Sampler, Vol. 1".

Nun rieten Fav seine Fans offenbar dazu, die alten Kontakte spielen zu lassen. Immerhin war er Ende 2019 noch in Kollegahs "Backstage Bars"-Video zu sehen, in dem die beiden gemeinsam rappten.

Eine Karriere am Tiefpunkt: Favorites Absturz in die Versenkung

Es ist keine Ewigkeit her, da befand sich Favorite auf einem Level mit Kollegah. Zusammen galten sie als die Aushängeschilder des Deutschrap-Vorzeigelabels Selfmade Records.

Unter dem neuen Video meinen wieder viele, sie wüssten genau, wie Favorite am besten wieder auf die Beine kommen würde. Ein Kommentar unter dem Hilferuf sticht allerdings heraus. Der unter anderem als Battlerapper bekannte Herr Kuchen richtet sich direkt an die anderen Fans und verpackt darin seine implizite Botschaft an Favorite.

Er findet, dass nur Fav selbst sich "aus dem Schlammassel" rausholen könnte. Für den Kollegah-Plan hegt er auch keine allzu positiven Gefühle und meint, man könnte fremde Probleme nicht zu seinen eigenen machen. Weder Kolle noch eine 50.000-Euro-Spende seien dauerhafte Lösungen für die Situation, in der Fav sich befindet.


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