Kollegah & Farid Bang geraten beim ECHO mit Campino aneinander

In Berlin werden an diesem Abend die ECHOs verliehen. Im Vorhinein sorgte besonders die Nominierung von Kollegah und Farid Bang für Aufsehen. Obwohl der Ethikbeirat entschied, die Nominierung nicht fallen zu lassen, scheint die Kontroverse das Thema des Abends zu sein. Nachdem sich Toten Hosen-Sänger Campino in seiner Rede gegen die beiden Düsseldorfer wandte, ließ die Antwort von Kolle & Farid nicht lange auf sich warten.

Campino nahm stellvertretend für seine komplette Band den Preis in der Kategorie Rock national entgegen und äußerte schließlich:

"Das Stück über das sich alle streiten, kommt aus dem Battle Rap, wo es darum geht, sich gegenseitig zu toppen. Wenn man das bedenkt, relativiert es einiges. Wir sollten keinen tieferen Sinn suchen, wo es keinen Sinn gibt. Dennoch löst dieses Lied gerade eine Debatte aus, wie weit Kunst- und Meinungsfreiheit gehen darf und wann die Grenzen überschritten sind. [...] Für mich persönlich ist diese Grenze überschritten, wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme, antisemitische Beleidigungen geht und auch um die Diskriminierung jeder anderen Religionsform."

In der Halle erhielt Campino für seine Rede Applaus, auf Twitter hingegen eher nicht:

sido on Twitter

Opfermove von Campino !!!

Nachdem Kollegah live um eine Stellungnahme gebeten wurde, äußerte er, man solle ihn und Farid doch bitte auf der Aftershow Party auf das Thema ansprechen und nicht während der Preisverleihung. Als das "JBG"-Team dann aber mit dem ECHO in der Kategorie Hip-Hop/Urban national ausgezeichnet wurde, ließ Kolle doch noch deutliche Worte in Richtung Campino fallen:

"Ich habe ein kleines Schulreferat vorbereitet und wollte was zur Debatte sagen. Nachdem der Ethikausschuss darüber entschieden hat, sich dann noch als Künstler, der aus derselben Stadt kommt wie wir, als moralische Instanz aufzuspielen und uns an den Pranger zu stellen, ist stillos und gebührt so einem großen Künstler wie Campino nicht. Aber: Als Zeichen des Friedens habe ich die Zeit genutzt und ein schönes Portrait gezeichnet, das ich zu einem guten Zweck versteigern werde."

Dazu hielt Kolle kurz eine Zeichnung in die Kamera, deren Entstehung man in seiner Instastory verfolgen konnte. Viel Applaus bekamen die beiden Rapper dafür vor Ort (wie kaum anders zu erwarten war) nicht. 

Im Rahmen der Verleihung performten Kollegah und Farid Bang übrigens auch ihren neuen Song "All Eyez On Us", zu dem sie gleich ein Video mitlieferten:

Kollegah & Farid Bang - All Eyez On Us [Video]

Von Michael Rubach am 10.04.2018 - 15:36 Noch immer schlägt die Debatte um Antisemitismus im deutschen Rap hohe Wellen. Die Welt nahm dies zum Anlass, um mit jemandem zu sprechen, der auf enorm viel Battlerap-Erfahrung zurückschauen kann und sich klar zum jüdischen Glauben bekennt.

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Kommentare

Campino ist im Gegensatz zu diesen Clowns ein angesehener Musik. Auch wenn seit "Opium fürs Volk" nicht mehr viel Gutes kam. Aber wie ist das eigentlich bei euch ******s? Habt ihr jetzt Gewissensbisse? Zum einen wird ja ein extremer Fremdscham Gutmenschgesabbel bei der AfD, auf der anderen Seiten werden Antisemiten und Schwerkriminelle glorifiziert und gepushed. Wisst ihr eigentlich nicht im stillen Kämmerlein, dass ihr ein Haufen Witzfiguren seid?

Campino ist ein alter, spießiger Opa geworden, der von Dingen redet, mit denen er sich kein Stück auseinandergesetzt hat. Dein Held ist tot, leb damit.

Ist halt so und abgesehen davon ist die ganze veranstaltung eh n grosser witz

integrationsbambi für bushido echo für kolle ......

Campino bezieht seine Infos direkt vom seriösestem Blatt der Welt ohne mit Kollegah und Farid direkt gesprochen zu haben. Wie viel Geld ist dafür geflossen? Ich sehe bis jetzt nur Interesse seitens Kollegah und Farid den Konflikt zu lösen. Alle anderen wollen nur hetzen und weiter Öl ins Feuer kippen. Haben sich entschuldigt, alle Juden dürfen gratis zu seinen Konzerten und ausführliche Statements gebracht, die direkt den Verdacht des Antisemitismus entkräften. Naja, die Sache geht wohl tiefer. Kollegah hat nunmal Partei für Palästina ergriffen, nein NoGo, da das Gebiet doch von Yachwe für das auserwählte Volk versprochen wurde. Und wie jeder weiß gehört die Bild, RTL und co nunmal diesem heiligen Volk. Kritik unerwünscht, wobei da noch nicht Mal Kritik geübt wurde, sondern nur die Zustände in Gaza veranschaulicht wurden. So ist das in einem Land wo die Meinungsfreiheit herrscht.

@ Antichemie

genau kolle und farid wollen probleme lösen und alle anderen nur hetzen

you made my day

Die beiden versuchen nur von ihrem jetzigen Ruf wegzukommen; befürchten höchtwahrscheinlich weniger Platten zu verkaufen, -darum geht‘s nämlich! Also komm hier nicht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien, Antichemie!

Künstler wie Farid und Kolle interessieren sich glaube ich nicht so dafür was Schlagerpromis wie Bono und Helene Fischer von ihnen denken. Wo war eigentlich der empörte Aufschrei als Frei.Wild geEchot wurden?

Deine Meinung dazu?

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"Jahrelang mein Maul gehalten": Ali Bumaye richtet sich nach Großrazzia an Bushido

"Jahrelang mein Maul gehalten": Ali Bumaye richtet sich nach Großrazzia an Bushido

Von Michael Rubach am 23.09.2020 - 15:12

Gestern wurden das Anwesen von Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow (Brandenburg) und diverse Wohnungen sowie Geschäftsräume von der Polizei durchsucht. Im "ZDF-"heute journal" war von einer "Großrazzia in der Rapperszene" die Rede. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt unter anderem wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und Geldwäsche. Dabei wurde wohl auch Ali Bumayes Mutter von den einrückenden Ermittlern überrascht. Der ehemalige EGJ-Künstler machte auf Instagram Bushido persönlich für diese unschöne Begegnung verantwortlich und kündigte an, nun selbst in die Offensive gehen zu wollen.

Razzia bei Arafat Abou-Chaker: Millionen beschlagnahmt

In Berlin, Brandenburg und der Schweiz: Ungefähr 300 Beamte vom Berliner LKA sowie die Steuerfahndung wurden Dienstagmorgen in insgesamt 18 Objekten vorstellig. Der Verdacht: "Steuerstraftaten in erheblichem Umfang im Zusammenhang mit Managementleistungen innerhalb der 'Rapszene'". Die Ermittlungen würden sich gegen vier Personen richten, die zum Teil der organisierten Kriminalität zuzurechnen seien.

Arafat Abou-Chaker hat sich auf Instagram in einem Statement zu den Durchsuchungen geäußert. Dabei hinterfragt er das Vorgehen der Polizei und Presse mehrfach.


Foto:

Screenshot via instagram.com/arafat

Bei der Razzia sind nach Informationen der Berliner Morgenpost mehrere Millionen Euro beschlagnahmt worden. Ebenso habe man Geschäftsunterlagen und Datenträger sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssten. Die Zeitung will außerdem wissen, dass die Ermittlungen gegen Arafat Abou-Chaker bereits seit Monaten andauern. Die jetzige Durchsuchung gehe jedoch darüber hinaus auf "Nebenerkenntnisse" aus anderen Verfahren zurück.

Dabei könnte es sich um den laufenden Prozess von Bushido gegen Arafat Abou-Chaker handeln. Geld ist dort fortwährend ein bestimmendes Thema. Das Verfahren wurde unlängst unterbrochen, nachdem sich der Gesundheitszustand der Mutter von Arafat Abou-Chaker drastisch verschlechterte. Sie verstarb vergangene Woche. Laut Tagesspiegel dauert die Prozesspause noch bis zum 30. September an.

Ali Bumaye vs. Bushido: "Genießt die Show"

In seiner Insta-Story richtete sich Ali Bumaye nach der Razzia direkt an Bushido. So sollen 40 Mann die Wohnung seiner Mutter gestürmt haben, weil "ein gewisser Herr Bushido Scheiße labert". Wer Ali Bumaye in den letzten Jahren verfolgt hat, dürfte mitbekommen haben, dass er sich auch nach den Zerwürfnissen bei EGJ nicht an öffentlichen Streitereien beteiligte. Anfang 2019 wünscht er in einem Interview "jedem nur das Beste". Nun scheint jedoch eine Grenze überschritten worden zu sein. Die Schuld sieht Ali Bumaye offenbar klar auf der Seite von Bushido und lässt seinen Gefühlen freien Lauf:

"Lieber Bushido, ich habe jahrelang mein Maul gehalten und wollte mich nie da einmischen. Vor allem nicht öffentlich, weil ich das einfach nicht gut finde. [...] Aber ich verstehe dich: Du bist einfach nur frustriert mit deinem Wanderpokal da Zuhause. Aber jetzt mein Freund hast du's endlich: Lass uns anfangen! Ich bin dabei. Das genau meine Spezialität. Also anschnallen: F*tze!"

Die Bilder seiner weinenden, zitternden Mutter hätten ihn zu einem Umdenken bei seinem zukünftigen Umgang mit Bushido bewogen. Er könne sich das in dieser Form nicht gefallen lassen. Alle Beobachter*innen sollen nun die Show genießen, die fortan abgehen werde. Was Ali Bumaye damit meint, lässt sich vorerst nur erahnen.

Für den kommenden Sonntag hat er für 12 Uhr ein Statement auf seinem YouTube-Kanal angekündigt. Auf Instagram teaste der Berliner zudem einen Song an, der sich um einen "Urlaub in Mykonos" und eine "fiktive Person" drehen soll. Es scheint auf eine ziemlich private Ebene zu gehen.


Foto:

Screenshot via instagram.com/alibumaye

Aus Sicht der Polizei verlief der Großeinsatz übrigens "unproblematisch". Das sieht Ali Bumaye offenkundig gänzlich anders.


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