Kodak Black zu mehrjährigem Gefängnis-Aufenthalt verurteilt

Fast exakt ein halbes Jahr nach seiner Festnahme in Miami am 11. Mai wurde gestern das Urteil gegen Kodak Black gefällt. Der Rapper, der seit 2018 mit bürgerlichem Namen Bill K. Kapri heißt, wurde wegen illegalen Waffenbesitzes zu drei Jahren und zehn Monaten im Gefängnis verurteilt – das verrät der Anwalt Mohammed Gangat auf Instagram.

Kodak Black zu 46 Monaten im Gefängnis verurteilt

Laut Gangat hätte die Anklage sogar acht Jahre gefordert, unter anderem weil Kodak in Haft schon handgreiflich gegen zwei Gefängniswärter geworden sein soll. Womöglich ist die Strafe auch geringer ausgefallen, weil der Rapper im August einen Deal mit der Staatsanwaltschaft machte, nachdem er zuvor auf unschuldig plädiert hatte.

Konkret geht es in Kodaks aktuellem Fall auch um falsche Angaben bei der Anmeldung von Schusswaffen. Dort gab er fälschlicherweise an, nicht für ein Verbrechen angeklagt zu sein, obwohl er wegen eines Falles sexueller Gewalt 2016 angeklagt war.

Das Urteil ist ein weiterer Eintrag in der immer weiter wachsenden Akte von Skandalen, Verurteilungen und Kuriositäten aus dem Leben des Kodak Black:

Der wandelnde Skandal: Kodak Blacks Kampf mit der Realness

Wenn jemand mehrfacher Gold- und Platin-Rapper ist und trotzdem nur die Wenigsten über die Musik sprechen, läuft irgendetwas schief.

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Urteil steht: Gzuz muss erneut ins Gefängnis

Urteil steht: Gzuz muss erneut ins Gefängnis

Von Clark Senger am 29.09.2020 - 10:15

Das Amtsgericht Hamburg hat am heutigen Morgen entschieden, dass Gzuz von der 187 Strassenbande für anderthalb Jahre ins Gefängnis gehen muss. Gründe für seine erneute Haftstrafe sind laut DPA Drogenbesitz, Körperverletzung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz. 187-Kollege Bonez MC nennt das Urteil in Kommentaren auf Instagram "utopisch" und kündigt an, dass man gegen das Urteil in Berufung gehen will.

Gzuz zu 1 Jahr & 6 Monaten Haft verurteilt

Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung zu den konkreten Vorwürfen: "Unter anderem soll der 32-Jährige einer jungen Frau, die ein Selfie mit ihm machen wollte, mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben."

Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr und zwei Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung gefordert. Gzuz' Verteidiger, der unter anderem aus RTL-Sendungen bekannte Anwalt Cristopher Posch, wollte, dass sein Mandant in allen Anklagepunkten freigesprochen wird.

Zur Haft kommen laut Focus 510.000 Euro Strafe wegen unerlaubten Waffenbesitzes hinzu (300 Tagessätze á 1.700 Euro). Zur Berechnung dieser Summe seien Kontoauszüge des Rappers von Anfang August 2019 bis Ende Juli 2020 herangezogen worden, laut denen Gzuz in diesem Zeitraum über ein Bruttoeinkommen von etwa 1,4 Millionen Euro verfügt haben soll.

Ein Dialog zwischen Gzuz und dem Richter bei der Urteilsverkündung wird wie folgt zitiert:

"Wer, wenn nicht Sie, gehört in den Knast? Sie sind ein Sozialrüpel, Sie missachten die Regeln des sozialen Miteinanders auf das Übelste" – Amtsrichter Johann Krieten

"Sie auch!" – Gzuz

"Das Schöne ist ja, ich habe hier das letzte Wort." – Amtsrichter Johann Krieten

Nicht Gzuz' erste Freiheitsstrafe

Dass Gzuz in der Vergangenheit schon häufiger strafrechtlich in Erscheinung getreten war – beispielsweise wegen Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung – könnte bei der Festlegung des Strafmaßes eine Rolle gespielt haben. Zuletzt war der Rapper 2017 für fünf Tage in U-Haft.

Außerdem saß der 32-Jährige von 2010 bis 2013 im Gefängnis. In dieser Zeit ging es für die 187-Jungs langsam bergauf, auf Tour wurde #FreeGzuz-Merch verkauft und bei der Entlassung fand Gzuz sich in einer anderen Situation als zuvor wieder.

Grund für seine damalige Freiheitsstrafe: Er soll einen Handyladen überfallen haben und war auch zuvor, als Jugendlicher, kein unbeschriebenes Blatt, wie er in einem Juice-Interview 2015 erklärte:

"Ich habe viel Straßenscheiße gemacht – mich gehauen, Drogendelikte und dann noch ein Raub. Ich war lange beim Jugendrichter, der hat mich immer wieder davonkommen lassen. Irgendwann war ich aber beim Erwachsenengericht und dann kam einiges dazu. Unter anderem die Videos von 187."

Komplett überraschend dürfte die Entscheidung für Gzuz nicht kommen. Bereits 2019 rappte er auf 18 Karats Song "Immer auf der Straße" von einer bevorstehenden Haftstrafe:

"Ich glaub', Ende des Jahres muss ich wieder hinter Gitter / Aber mir ist scheißegal, bisschen Knast macht mir Spaß"


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