Wegen T-Shirt-Design? Streetwearbrand Kleidungsmarke berichtet von polizeilicher Untersuchung

Update vom 31. August: 

Per DM hat uns Zzzack1000 verraten, dass die Untersuchungen schon länger laufen. Den ersten Brief habe er um den Juni herum bekommen, Ende Juli folgte die Akteneinsicht. Er bestätigt außerdem erneut, dass es um ein T-Shirt geht – urheberrechtliche Gründe stecken laut ihm aber wohl nicht dahinter.

Originalmeldung:

Eine Kölner Streetwear-Brand namens Kleidungsmarke steht im Mittelpunkt einer polizeilichen Untersuchung. Das gibt der Markeninhaber in einem ausführlichen Post bei Instagram an. Gegenstand des Ganzen soll wohl ein T-Shirt-Design sein. Um die wohl recht hohen Anwaltskosten zu tragen, droppt die Brand ein "Free Kleidungsmarke"-Shirt.

Kölner Streetwear-Brand Kleidungsmarke wird polizeilich untersucht

In dem besagten Instagram-Post erklärt Kleidungsmarke-Gründer Zzzack1000, aktuell mit Vorwürfen der deutschen Behörden konfrontiert zu sein. Mit konkreten Angaben hält er sich zurück, lässt aber wissen, dass Details nach einem Gespräch mit seinem Anwalt noch folgen würden. Auf Nachfrage hin bestätigt er allerdings in den Instagram-Kommentaren, dass wohl eins seiner T-Shirt-Designs der Auslöser für die Untersuchung sei. In den Kommentaren zu einem Charts-Aktuell-Post lässt er zudem wissen, dass es nicht um Copyright-Geschichten ginge. Jedenfalls sei es nichts, wofür man ihn "canceln" müsse, so der Designer.

Während der Grund der Untersuchung eher nebulös bleibt, macht der Streetwear-Gründer konkrete Angaben zur Polizeirecherche. So hätten die Behörden angeblich eine OSINT-Recherche durchgeführt – also eine Open-Source-Intelligence-Recherche, bei der öffentlich zugängliche Informationen gezielt gesammelt und analysiert werden. Im Falle einer Streetwearmarke stehen hier also vor allem Social-Media-Profile im Vordergrund. So gibt Zzzack1000 an, dass die Polizei inzwischen "alles" über ihn und sein Umfeld wisse. Wohnorte, private Informationen, sein Auto. Sogar Informationen zu seinen Eltern seien gesammelt worden – und auch Instagram-Kommentare seiner Community wären wohl Teil der Akten.

Das Impressum auf seiner Website hätten die Behörden übrigens übersprungen:

"Steuergelder haben bezahlt, dass sich alle meine Reels angeschaut und analysiert wurden."

Er stellt im Zuge dessen klar, dass er die Arbeit der Kölner Polizei keineswegs kritisieren wolle. Nur fühle es sich komisch an, zu wissen, dass die Polizei inzwischen eine "ganze Akte" über ihn erstellt hat. Natürlich seien "CIA ahh Recherchen" wichtig, vor allem wenn es um schwerstkriminelle oder gefährliche Menschen ginge.

"Ich habe gleichzeitig die Sorge, dass der Fokus in einem wachsenden Überwachungsstaat und global zunehmenden autoritären, faschistischen Ideologien, sehr schnell in die falsche Richtung gelenkt werden könnte."

"Free Kleidungsmarke": Eine Streetwear-Marke ist Gegenstand einer Polizeiuntersuchung

Zum Abschluss des Posts lässt er wissen, dass er bereits eine Stellungnahme abgegeben hat, die sich auf dem Weg zur Polizei befinden müsste. Er bedankt sich außerdem für den Support seiner Community und verweist auf das eingangs erwähnte "Free Kleidungsmarke"-Shirt, das ab sofort erhältlich ist und auf die "Länge und den Erfolg" des Prozesses limitiert sei.

Worum könnte es bei dem Verfahren gehen? An dieser Stelle können wir natürlich nur mutmaßen. Was man dazu aber wissen sollte: Kleidungsmarke ist vor allem durch ironische, kapitalismuskritische T-Shirts bekannt geworden. So ist zum Beispiel ein Polo mit unter anderem "BlackRock"- und "Palantir"-Logos Ende letzten Jahres viral gegangen.

Hier könnt ihr euch den Post anschauen:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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