Es ist der KitschKrieg-Sommer. Mit ihrem viralen Song "Gut genug" hat das Producer-Kollektiv zusammen mit Blumengarten und Shirin David nicht nur Deutschland erobert, sondern deutschen Hiphop auch international auf die Karte gebracht. Dank des Welterfolgs haben sie mittlerweile schon zwei "Gut Genug"-Remixes rausgebracht – unter anderem einen mit Skepta. In der neuen Ausgabe "Hiphop.de Talks" haben KitschKrieg unseren Moderatoren JP und Selo erklärt, wie der Remix mit der UK-Rap-Legende zustande gekommen ist.
KitschKrieg über "Gut genug"-Remix mit Skepta: "Das ist wirklich was Besonderes für uns"
Im Interview erklären die Produzenten, dass nicht sie auf Skepta zugegangen sind, sondern der "Greaze Mode"-Rapper auf sie. Big Smoke und sein Team seien nach dem Erfolg von "Gut genug" auf den Song aufmerksam geworden und hätten KitschKrieg persönlich wegen eines Remixes angefragt. Das Producerkollektiv sei in dem Moment eigentlich in Los Angeles bei dem Videodreh zum Musikvideo einer Jamaika-Version des Hits gewesen. KitschKrieg hätten dann jedoch direkt "alles stehen und liegen gelassen", um nach England zu fliegen und die Skepta-Kollabo klarzumachen. Denn der Londoner hat für KitschKrieg eine besondere Bedeutung:
"Skepta ist unser All-Time-GOAT-Number-One-MC. Der hat uns so viel gegeben über unsere Karriere. Einfach nur ihm zuzuhören, ihm zuzugucken, wie die mit dem Business umgehen [...] Und als er dann Interesse hatte, das zu machen – die Idee kam aus seinem Camp. Das ist ein jahrelanger riesiger Traum für uns, mit ihm zu connecten [...] Ein sehr, sehr präsenter Künstler mit einer krass riesigen Aura und kein Bullshit."
Was Skepta für sie zu einem Top-MC macht, ist seine Fokussierung auf die eigenen Skills. Big Smoke mache "jetzt nicht so beeindruckenden Wortsport", sondern ihm sei es wichtiger, dass jedes gerappte Wort prägnant ist und sitzt, erklärt Fiji Kris im Interview. Der UK-Star hat bei der Ankündigung des Remixes ebenfalls nur positive Worte für KitschKrieg und Blumengarten übrig. Sie seien mit "Gut genug" und der einprägsamen Melodie nicht nur auf Gold, sondern "auf irgendeinen verrückten Kristall" gestoßen.
Inzwischen haben sie zusammen mit dem nigerianischen Star Omah Lay und 255 auch eine Afrobeats-Version des Tracks rausgebracht. Dass sie jetzt internationale Superstars für Kollaborationen gewinnen können, haben sie "Gut genug" zu verdanken. Der Song habe KitschKrieg, die vor einigen Jahren den Schritt von Deutschland nach Übersee gewagt haben, "ganz, ganz viele" Türen geöffnet. Das Producerkollektiv habe sich zwar in den USA schon ein gutes Netzwerk aufgebaut, aber bei potenzieller Arbeit mit größeren Artists sei es wichtig, Erfolge vorweisen zu können. "Jetzt haben natürlich die Leute viel mehr Bock, mit uns zu arbeiten", so Fizzle gegenüber JP und Selo. Dass "Gut Genug" zumindest in Deutschland erfolgreich werden würde, haben die beiden zwar schon vorhergesehen – mit einem internationalen Hit haben sie aber nicht gerechnet.
Das ganze Interview könnt ihr heute um 18 Uhr auf unserem YouTube-Kanal schauen!
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