Kinderarbeit & mehr: Rick Ross' Fast Food-Läden rufen Behörden auf den Plan
Rick Ross sitzt auf weißem Sofa

 

Rick Ross’ Unternehmen verstieß in fünf Wingstop-Franchise-Filialen gegen das Arbeitsrecht und zahlte weniger als Mindestlohn. Dafür wurde der US-Rapper zu einem Schadenersatz in Höhe von 114.427 US-Dollars verdonnert. Rick Ross hat bereits dazu Stellung bezogen.

Rick Ross verstößt gegen Kinderarbeitsvorschriften

Vor knapp zehn Jahren eröffnete der 46-Jährige die erste Fastfood-Filiale seiner Wingstop-Franchise-Restaurants, von denen es mittlerweile über 25 Stück gibt. Wegen fünf davon wurden der 46-Jährige jetzt aufgrund von mehreren Verstößen gegen das Arbeitsrecht zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Arbeitsministerium konnte nach Untersuchungen feststellen, dass das vom Rapper geführte Unternehmen gegen Mindestlohn-, Überstunden- und Kinderarbeitsvorschriften verstoßen hat. Dabei stellten die Ermittler unter anderem fest, dass die Mitarbeiter*innen rechtswidrig dazu verpflichtet wurden, ihre Uniformen und Sicherheitsschulungen aus eigener Tasche zu zahlen. Auch für Kassenausfälle mussten diese selbst aufkommen, wodurch die Durchschnittslöhne der Beschäftigten unter dem Mindestlohn von 7,25 US-Dollar lagen. 

In einer Stellungnahme erklärte der Bezirksdirektor des Arbeitsministeriums die Wichtigkeit der Einhaltung der Gesetze, da die Mitarbeiter oftmals auf jeden Dollar angewiesen seien, um über die Runden zu kommen.

"Die Beschäftigten im Gaststättengewerbe arbeiten hart, oft für niedrige Löhne, und viele sind auf jeden verdienten Dollar angewiesen, um über die Runden zu kommen. Das Gesetz hindert Boss Wing Enterprises LLC daran, die Betriebskosten auf die Arbeitnehmer abzuwälzen, indem es die Kosten für Uniformen, fehlende Registrierkassen oder Ausbildungskosten abzieht oder zulässt, dass der Lohn eines Arbeiters unter den Mindestlohnsatz fällt."

Dazukommend soll der Rapper außerdem gegen die Kinderarbeitsvorschriften verstoßen haben, indem Boss Wings Enterprises LLC mehrfach einem 15-jährigen Angestellten erlaubte nach 22 Uhr zu arbeiten. Dieser hätte allerdings laut Bundesgesetz nur bis 19 Uhr arbeiten dürfen.

Ein Familienunternehmen 


Auch wenn Rick Ross in nationalen Werbespots das Gesicht der Wingstop-Kette repräsentiert, ist das Unternehmen Boss Wings Enterprises über welches die Filialen laufen ein Familienunternehmen. Als Vertreter des Unternehmens sind sowohl Ross’ Schwester Tawanda Roberts, als auch seine Mutter Tommie Roberts eingetragen. Außerdem teilte der Rapper aus Mississippi 2021 via Instagram mit, dass dieser seinem 16-jährigen Sohn eine Wingstop-Franchise geschenkt habe. 

 

Die Mitarbeiter des Unternehmens distanzierten sich in einer Erklärung nun von Ross’ Franchisebetrieben und schilderten, dass die untersuchten Filialen nicht von dem Unternehmen "Wingstop Restaurants" betrieben werden würden. 

"Die vom Arbeitsministerium untersuchten Restaurants gehören einem Franchisenehmer und werden von ihm betrieben, nicht von Wingstop Restaurants Inc. Unser Franchisevertrag verpflichtet alle unsere Franchisenehmer, nach unseren Betriebsstandards zu arbeiten, was die Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften erfordert. Wir hatten bisher keine Kenntnis von der DOL-Klage gegen Boss Wings LLC."


Rick Ross reagiert auf Arbeitsrechtsverletzungen


In einem Statement auf Instagram bestätigte der selbsternannte Biggest Boss vor kurzem, dass er und seine Familie wegen Verstößen gegen das Arbeitsrecht eine Geldstrafe zu zahlen haben. Dabei erklärte er ebenfalls, die Verantwortung dafür zu übernehmen und, dass ein solcher "Fehler" nicht noch einmal passieren würde.

"Ich werde mir Zeit nehmen, um etwas anzusprechen. Wenn man ein Unternehmen führt, wird es Fehler geben. Aber man macht nie denselben Fehler zweimal. Die Übernahme von Verantwortung ist wichtig, wenn man der Chef ist. Und denkt daran: Die meisten erfolgreichen Menschen betrachten Stolpern nicht als Rückschlag, sondern als Sprungbrett zu Größerem, habt ihr mich verstanden? Lasst uns großartig sein"

Dementsprechend scheint Rick Ross eher zuversichtlich in die Zukunft seines Unternehmens zu schauen. 

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