Kim Kardashian will Rapper C-Murder aus dem Gefängnis holen

Kim Kardashian West möchte den Oldschool-Rapper C-Murder, der Bruder von Master P, aus dem Gefängnis holen. Die Kardashian-Schwester setzt sich seit geraumer Zeit für Menschen ein, die vom US-amerikanischen Justizsystem benachteiligt wurden und strebt Begnadigungen für unrechtmäßig Inhaftierte an. So nun auch bei C-Murder, der 2009 wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Nach zahlreichen Neuerkenntnissen besteht bei dem Rapper aus New Orleans die Vermutung, dass er unschuldig ist.

Kim Kardashian setzt sich für die Freiheit von Oldschool-Rapper C-Murder ein

Kim Kardashian will gemeinsam mit der Sängerin Monica, die den 49-Jährigen zum Zeitpunkt seiner Inhaftierung gedatet hat, Gerechtigkeit für C-Murder erwirken. Der Oldschool-Rapper, der den bürgerlichen Namen Corey Miller trägt, sitzt nun seit elf Jahren im Gefängnis. Monica hat Kim Anfang des Jahres kontaktiert und sie um Unterstützung gebeten. Kim erklärt auf Twitter, dass die Jury im Falle von C-Murder nicht einstimmig von seiner Schuld überzeugt war. Trotz dessen wurde er verurteilt. Ein Umstand, der heute so nicht mehr rechtens sei.

Der Reality-Star studiert seit einem Jahr Jura und absolviert aktuell eine Ausbildung in einer Anwaltskanzlei. Die Reform des Justizsystems sei laut eigener Aussage einer ihrer wichtigsten Belange. Erst letztes Jahr hat sie Donald Trump dazu überzeugen können, Alica Marie Johnson begnadigen zu lassen – eine nun 63-Jährige, die wegen eines Drogendelikts ursprünglich lebenslang ins Gefängnis musste.

C-Murder: Ein kontroverser Fall

2002 wurde der 16-jährige Steven Thomas in einem Club in Louisiana erschossen. Im Jahr darauf wurde C als Mörder identifiziert und verurteilt, 2006 wurde das Urteil aufgehoben. Drei Jahre später wurde das Urteil jedoch bestätigt und C-Murder musste eine lebenslange Haftstrafe aufnehmen. Außerdem wurde er dazu verpflichtet, 1.1 Millionen Dollar an die Hinterbliebenen des Verstorbenen zu zahlen.

Die Versuche seines Anwalts, Berufung einzulegen, waren erfolglos. 2018 haben zwei der Hauptzeugen ihre Aussage zurückgenommen und erklärt, dass die Polizei sowie Staatsanwaltschaft sie dazu genötigt hätten, gegen den Rapper auszusagen. Zahlreiche Angehörigen, Kollegen und Fans von C sind von seiner Unschuld überzeugt. C-Murder selbst sieht wieder Hoffnung auf eine gerechte Aufklärung des Mordfalls um Steven Thomas. Auf Instagram erklärt er, dass er seit langer Zeit wieder schlafen konnte und spricht denjenigen Mut aus, die ebenfalls unfair vom Staatsapparat behandelt wurden.

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Bob Ross meets Banksy: Streetart-Star liefert Bekennervideo zu Mural in Reading

Bob Ross meets Banksy: Streetart-Star liefert Bekennervideo zu Mural in Reading

Von Michael Rubach am 05.03.2021 - 15:36

Banksy hat sich zu einem kürzlich aufgeploppten Mural auf der Mauer eines ehemaligen Gefängnisses in Reading bekannt. In einem Video auf Instagram zeigt der Streetart-Star, wie er das Bild eines Mannes in Sträflingskleidung, der sich in Richtung einer Schreibmaschine abseilt, an die Wand gebracht hat. Der berühmte Schriftsteller Oscar Wilde musste einst in der Haftanstalt einsitzen.

Bob Ross kommentiert Banksys Arbeit

Das Video, das Banksy mit "Create Escape" umschrieben hat, wird von der Stimme von Bob Ross begleitet. Dem bereits 1995 verstorbenen Maler und Moderator ist man vielleicht schon mal bei einer Folge seines Fernseh-Malkurses "The Joy of Painting" begegnet. Nun begleiten seine Sätze die nächtliche Aktion von Banksy, der sich dabei von der Kamera über die Schulter schauen lässt. Schablonen, Sprühdosen, Filzstifte und Malerrollen – die Zuschauer*innen bekommen einen guten Einblick die Arbeitsweise des mysteriösen Künstlers.

Banksy wäre nicht Banksy, wenn hinter seinem Werk nicht irgendeine größere Botschaft stecken würde. So berichtet der Spiegel, dass in Reading gerade eine Debatte über die weitere Nutzung des Gebäudes läuft. Der anonyme Künstler soll mit seinem Werk eine Kampagne unterstützen wollen, die sich für die Umwandlung der geschlossenen Strafanstalt in "einen Ort der Kunst" ausspricht. In diese Richtung habe sich ein Sprecher der Stadt geäußert.

Wie Banksy in London für das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen hat, kannst du hier sehen:

Banksy wirbt mit neuem Werk fürs Maskentragen


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