Auf seinem heute erschienenen Disstrack befüllt Kianush sein "Deathnote" mit den Namen von Yakary und Fler. Der Life is Pain-Rapper schreckt bei seinem Rundumschlag weder vor härteren Beleidigungen noch vor ernsthaften Vorwürfen zurück.
Drogenkonsum & Pädophilie: Kianush teilt ordentlich gegen Yakary aus
Im vergangenen Sommer kam es zum Bruch zwischen Yakary und Life is Pain. Kianush, der in den gesamten zwei Jahren zumindest auf dem Papier als sein Label-Kollege galt, lässt diese Zeit auf "Deathnote" Revue passieren.
Demnach habe Kianush selbst dafür gesorgt, dass Yakary bei LiP unter Vertrag kommt. PA Sports zuliebe habe er sich während dessen Zeit beim Label zurückgehalten – selbst wenn da schon einiges im Argen lag.
"Ich gab grünes Licht, damit er Bühne kriegt /
Und nicht, damit er wie 'ne kleine F*tze seine Brüder f*ckt"
Es folgen Disses in Bezug auf Yakarys Drogenkonsum und schwerwiegende Vorwürfe der Pädophilie. Laut Kianush habe das ehemalige LiP-Signing angeblich "Kinder mit in die Hotels genommen". Er fragt sich, wie viele Mädchen er dabei mit Geschlechtskrankheiten angesteckt hätte. "Sechs davon haben 'n Kind mit dir", meint Kianush jedenfalls gehört zu haben. In seinen Augen ist "Yakakhi", wie er seinen ehemaligen Label-Kollegen auf dem Track bezeichnet, jedenfalls ein "fetter, ungeduschter, pädophiler Kinderf*cker". Ein eigentlich für 12 Uhr angekündigtes Musikvideo, das bereits über Instagram angeteasert wurde, untermauert die Vorwürfe und Disses offenbar mit KI-generierten Szenen von Yakary.
Der heutige Release von "Deathnote" fällt auf exakt denselben Tag wie die Veröffentlichung von "Feminist", dem neuesten Album von Yakary. Zur selben Zeit geistert eine Hörprobe von King Khalil durchs Internet, in der er ebenfalls mit dem Ex-Life is Pain-Signing abrechnet. Capital Bra hat den Track in einem Stream angespielt.
Bereits unmittelbar nach dem Label-Bruch hatte Kianush mittels YouTube-Statement seine eigentlich "letzten Worte" an Yakary gerichtet.
Auch Fler kriegt einen Platz in Kianushs "Deathnote"
Nach einem kurzen Interlude inklusive Kugelhagel sowie der Aufforderung, "den nächsten" ranzuholen, arbeitet sich Kianush auf einem neuen Beat an Fler ab. Die beiden haben eine längere Beef-Historie hinter sich; schon 2023 tauschten sie Disstracks aus.
Auf "Death Note" prophezeit Kianush nun das Ende von Flers Zeit. Durch seine entsprechenden Streams sei der Wahlzypriot mittlerweile nichts als ein "Sklave vom Casino". Auch seine Relevanz in der Deutschrap-Szene zweifelt der LiP-Rapper an: "Ohne Beef würd' sich niemand für dich jucken". Es folgt ein Rückbezug auf die Liegestütz-Wette der beiden – Fler habe dadurch Schulden in Höhe von "fünfzig Racks", die er bisher nur teilweise beglichen hat. All diese Dinge machen ihn demnach zum "Most Hated Artist" des Landes.
Im weiteren Verlauf droppt Kianush härtere Lines. Er wirft Fler vor, Mütter zu beleidigen, "weil dich deine eigene nie geliebt hat". Dass seine Mutter verstorben ist, machte der "Podcast ohne Grund"-Host im April 2024 öffentlich. Darüber hinaus legt Kianush nahe, dass Fler wohl mehrere Gründe für den Umzug nach Zypern gehabt haben muss.
"Man hat dich mit Zigaretten auf dem Bauch gebrandmarkt /
Nicht nur wegen Steuerschulden bist du ausgewandert"
Und auch wenn der Track nach einem abschließenden "Go To Sleep B*tch"-Sample von Eminem, DMX und Obie Trice zum Ende kommt, impliziert das Single Cover, dass Kianush noch ein paar unbeschriebene Seiten in seinem Death Note übrig hat. Mit Yakary und Fler hat er dort bereits zwei Namen durchgestrichen, der dritte Platz bleibt bisher aber frei.
Ein weiterer denkbarer Gegner könnte SadiQ sein – gegen den hat er allerdings bereits im November einen Disstrack veröffentlicht. Ob er nochmal einen draufsetzt, er sich jemand anderen sucht oder eigentlich gar kein weiterer Track geplant ist, bleibt abzuwarten. Zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung haben weder Fler noch Yakary auf den Diss von Kianush reagiert.
Hier kannst du dir "Deathnote" anhören:
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