Kendrick Lamar erteilt Smartphone-Verbot auf Konzerten

Viele Konzertbesucher können es sich gar nicht mehr vorstellen: Ihren Lieblingsstar nicht auf etlichen Fotos und Videos festzuhalten, wäre fast verschwendetes Geld. Doch Kendrick Lamar möchte seine Fans nun dazu ermutigen, den Moment zu genießen, indem sie ihre Smartphones während eines Konzerts nicht benutzen dürfen. Laut dem Guardian würde Kendrick nicht einmal professionellen Fotografen die Genehmigung erteilen, seinen neuesten Auftritte abzulichten. Die Europatour startete er letzte Woche in Dublin. 

THE DAMN. TOUR [EUROPE]

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Vor der Location noch schnell die Nachrichten checken, dann wird das Handy für die nächsten drei Stunden ausgeschaltet – das ist für Besucher der Konzerte von Alicia Keys und Guns N' Roses längst Normalität. Alicia Keys äußerte ihren Unmut deutlich und ließ die Handys sogar am Eingang einsammeln, in Neopren-Tütchen verpacken und bis zum Ende ihres Konzertes aufbewahren. Mit der Frage, ob Instagram und Co. auch mal draußen bleiben sollten, beschäftigen sich mit der Blütezeit moderner Technologie immer mehr Künstler. 

Wer kennt es nicht, dass man einfach nur einem Act bei seiner Performance zusehen und -hören möchte, ohne dass einem etliche emporgestreckte Smartphone-Bildschirme vor der Nase herumschwirren und einem den Blick versperren. Während des Story-Gefilmes und Gepostes sind nicht nur die Musiker auf der Bühne längst genervt. Auch das Publikum hat im wahrsten Sinne des Wortes die Schnauze voll davon. Ist es nicht auch irgendwie widersprüchlich, ein eigentliches Live-Erlebnis medial festzuhalten, um es zuhause vor dem Bildschirm Revue passieren zu lassen, ohne echte Erinnerungen mitnehmen zu können?

Das Management des Grammy-Gewinners hat noch während den nordamerikanischen Tourstopps ein paar offizielle Fotografen zu seiner Show eingeladen. Kendrick präsentierte dort Songs aus seinem seinem Album "Damn" und postete auf Instagram sogar ein Foto von einem Handy-Bildschirm. Obwohl auf diesem deutlich zu sehen ist, dass er gefilmt wird, schrieb er dazu nur den Hashtag #thedamntour.

#THEDAMNTOUR

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Das neu eingeführte Smartphone-Verbot ist nun ein Versuch Kendricks, seine wertvolle "Marke" zu schützen und auch den Fans einen Gefallen zu tun. Dem guten Verkauf der Tourtickets tut er damit nämlich keinen Abbruch. 

Hältst du das Handyverbot für realistisch? Würdest du dich selbst daran halten? Schreib es uns gerne in die Kommentare! 

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Kommentare

Das Gefilme geht einem wirklich auf den Geist! Wer sich ein Konzert zu Hause ansehen will, soll sich ne DVD oder BD kaufen

Viele Menschen, die auf Konzerten filmen, vergessen während dem ganzen filmen und einstellen das Konzert als einzigartiges Erlebnis wahrzunehmen und zu genießen. Man kann nur eines mit vollkommener Aufmerksamket tun - filmen oder live Musik genießen. Von der bescheidenen Tonqualität (besonders bei Bässen etc.) mal abgesehen.

Ich finde es ebenfalls ziemlich sinnlos und schade, wenn man anstatt den Moment zu genießen, vor dem Handy Bildschirm hängt. Ich kann aber auch verstehen, wenn man ein so besonderes Erlebnis wie ein Kendrick Lamar Konzert festhalten will. Deswegen finde ich das sehr gut geregelt, wenn man einfach nur dazu aufgefordet wird das Handy nicht zu benutzen und es nicht gleich abgezogen wird.

Kann beide Seiten Verstehen. Wenn alle nur filmen, ist kein Stimmung da. Wenn man nicht filmen darf, hat das auch was Unschönes. Heutzutage macht halt jeder Fotos um Erinnerungen festzuhalten. Ein Kompromiss wäre, für einen kleinen Teil der Show Kameras zu erlauben. Oder man lässt die Show von Fotografen btw Profis aufnehmen, die auch das Publikum etwas filmen und bietet das nachher als Film an (für Geld oder halt als Download für jeden, der dabei war..)

Finde ich albern. Kendrick respektiere ich ohne Ende aber Handys verbieten ist hängen geblieben. Instagram, Snapchat das ist einfach der Zeitgeist, und ich finde völlig in Ordnung wenn man mal sein Handy rausholt.

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D Smoke: "Rhythm + Flow"-Gewinner erobert die US-Szene

D Smoke: "Rhythm + Flow"-Gewinner erobert die US-Szene

Von Minel Yildiz am 13.03.2020 - 08:27

Seitdem er die Casting-Show "Rhythm + Flow" auf Netflix gewonnen hat, geht es für den ehemaligen Spanisch- und Klavierlehrer aus Inglewood, Kalifornien nur noch bergauf. Seine Final-Performance "Last Supper" hat auf YouTube stolze 6,1 Millionen Aufrufe. Die Jurymitglieder T.I, Cardi B und Chance the Rapper sind mehr als begeistert.

Daniel Anthony Farris aka D Smoke erzählt selber, dass er in einem musikalischen - aber dennoch schwierigem Elternhaus aufgewachsen ist, welches oft umgezogen ist. Auch sein Bruder ist als Künstler in der Szene nicht unbekannt: SiR, gesignt bei TDE, der 2019 sein RnB-Album „Chasing Summer“ gedroppt hat. Er arbeitete bereits mit Künstlern wie Kendrick Lamar, Schoolboy Q, Jay Rock, Kaytranada und Isaiah Rashad zusammen.

Der neue Kendrick Lamar aus der Casting-Szene?

Dennoch merkt man, dass der 34-jährige nicht durch seine Familie bekannt geworden ist, sondern durch sein großes Talent welches er Show für Show unter beweis stellte. Von spanischen Lyrics, gekonnten Freestyles bis hin zu unglaublichen Live-Performances: Bei D Smoke scheint das Gesamtpaket einfach zustimmen.

Doch eins fällt relativ schnell auf: Er wird mit keinem anderen Künstler so oft verglichen wie mit Kendrick Lamar. „Ich mache mir daraus nichts“, erzählt D Smoke im Interview mit Genius. „Jeder wird am Anfang seiner Karriere mit irgendjemandem verglichen, auch Kendrick damals.“

Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er bereits mit 5 Jahren. Er und seine zwei Brüder machten Kassetten-Aufnahmen, wie sie „Oh Holy Night“ sangen um sich ihren eigenen Gesang immer und immer wieder anzuhören zu können, bis D Smoke sich entschied sich mehr auf Instrumente, wie das Klavier zu konzentrieren – welches ihm seine Mutter von klein auf beigebracht hatte.

„Als Kind dachte ich meine Mutter und Whitney Houston sind dieselbe Person. Ich sah wie Whitney im TV sang und als ich dann meine Mutter sah dachte ich mir: Yup, das ist sie!“, erzählte er Anfang des Jahres im Interview mit hardknocktv

Sein erstes Album "Producer of the Year" veröffentlichte er bereits 2006. Zur selben Zeit als er mit seinem Bruder im Musical Trio N3D war. Sein erstes Feature für den Track "You ain’t ready" nahm er mit SiR, für sein "Seven Sundays" Album auf. Bei seinem jüngsten Projekt "Black Habits" arbeitet er mit Künstlern wie Snoop Dogg zusammen und widmet sich Themen wie Polizeigewalt, Familienvorbilder und seinem Glauben. 

Die Musikszene ist sich sicher: D Smoke ist kein 0815-Castingshow Gewinner und wird noch lange seine Fußspuren im Game hinterlassen.


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