Kay One sagt im Bushido-Prozess aus

 

Kay One hat am gestrigen Verhandlungstag im Bushido-Prozess als Zeuge ausgesagt. Thema war Kays (vergangene) Beziehung zu Bushido und Arafat Abou-Chaker. Es war ein Wiedersehen, das zehn Jahre auf sich warten ließ: Kay One mit Arafat und drei seiner Brüder in einem Raum. Bushido allerdings war nicht anwesend. 

"Blödsinn": Kay One mit widersprüchlichen Aussagen vor Gericht

Zunächst ging es um das Verhältnis von Bushido und Arafat. Dieses beschrieb Kay One als "brüderlich". Er selbst sei mit den beiden ebenfalls sehr gut gewesen – "eine Clique", wie er es nannte. Dann sollte Kay erklären, wie es dazu kam, dass er sich 2012 von EGJ trennte. Sein Vertrag lief damals aus und er hätte ihn nicht verlängern wollen. Grund: Laut ihm hätte er sich mit Bushido auseinandergelebt. Arafat sei damals weiterhin einer seiner besten Freunde gewesen. Kay One wollte aber alleine Musik machen. 

"Wir hatten keinen Streit, aber er war nur zu Hause und ich wollte was erleben, unterwegs sein"

Zwischen Arafat und Kay soll es schon zum Streit gekommen sein. Wozu es laut Kay nicht kam: Handgreiflichkeiten. Er wurde nach eigener Aussage noch "nie von jemandem aus Berlin verprügelt". Vor Gericht ging Kay One auch auf seinen Beef mit Bushido ein und erzählte, wie die beiden vor einiger Zeit telefoniert und ihre Fehde beendet hätten. Weiterhin versicherte er, dass Arafat ihn nie geschlagen hätte. In einem Vertragsgespräch wäre er lediglich "eingeschüchtert" worden sein. 

Die Staatsanwältin wies Kay One im Laufe der Verhandlung darauf hin, dass er 2013 bei der Polizei erzählt hätte, von Arafat 15 Minuten lang mit einem Baseballschläger geschlagen worden zu sein. Angeblich, weil Kay One mit einer Musikerin aus einer bekannten Girl-Band geschlafen hätte. Kay entgegnete, dass er sich daran nicht erinnern könne. Der Richter empfand das als "Blödsinn":

"Entweder Sie haben damals etwas Falsches gesagt, oder heute etwas Falsches gesagt"

Kay One erklärte erneut, dass er keine Erinnerung daran hätte – es sei zehn Jahre her. Ob er noch Mal in den Zeugenstand gerufen wird, ist unklar. Die Staatsanwältin erwägt nun, gegen Kay eine Anzeige wegen Falschaussage einzuleiten. 

Was aus dem gemeinsamen Grundstück von Bushido und Arafat geworden ist, könnt ihr hier nachlesen:

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