Doch kein Karriereende: Bausa erklärt, warum er weitermacht

Bausa hat sein angekündigtes Karriereende vorerst abgesagt. "100 Pro" wird offenbar nicht sein letztes Album sein. Das gab Bausa nun bei Aria Nejatis Apple Music Show  "HYPED Radio" bekannt. Die gesamte Folge steht im Zeichen von Bauis Karriere. Der Deutschrap-Star ist dafür als Co-Moderator am Start. Die beiden Hosts begrüßen reezy und Musikmanager Lucas Teuchner als Gäste. Neben Bausa-Hits gibt es in der 90-minütigen Show auch reichlich Gratulationen. Bevor am Freitag "100 Pro" erscheint, melden sich Juju, RAF Camora, Maxwell, Summer Cem, Rooz, Dardan und Yung Hurn zu Wort.

Warum "100 Pro" nicht Bausas letztes Album ist

Anfang 2020 verkündete Bausa an seinem "letzten Album" arbeiten zu wollen. Doch Corona verändert die Menschen. Baui hat es sich während der Pandemie anders überlegt. Er sei musikalisch so produktiv gewesen, dass es nach "100 Pro" weitergehe.

"Ich muss meine Aussage nochmal revidieren. […] Naja, der Lockdown hat dazu beigetragen, dass sich meine Meinung geändert hat, weil ich einfach so krass viel Musik gemacht hab, abgesehen von '100 Pro'. Es liegt wieder so viel Musik rum – was ich den Leuten nicht vorenthalten will. Das ist denke ich für alle okay."

Schon letztes Jahr erklärte Bausa in einem Gespräch mit Aria, dass er mit seiner Ankündigung eines finalen Albums die Wertigkeit von Musik verdeutlichen wolle. Diesen Punkt führt er noch einmal genauer aus und macht klar, was der Gedanke hinter der ursprünglichen Ansage war.

"Mir ging's in dem Moment viel um Wertschätzung der Künstler im Allgemeinen. Ich habe das Gefühl, für das Publikum ist das so selbstverständlich, dass die ganze Zeit neue Musik abgeliefert wird – noch ein Album, noch ein Album. Gleichzeitig gibt's so viel Hate darauf, wenn Künstler sich etwas trauen. Das passt für mich nicht zusammen. Sodass ich in einem Moment gesagt habe: 'Okay, das ist jetzt das letzte Ding und dann müsst ihr schauen, wer euch jetzt den Baui macht.'"

Bausa über Herbert Grönemeyer & Peter Fox

Über die Infos zu Karriereentscheidungen hinaus verteilt Bausa Props an andere deutschsprachige Musiker. So zeigt er sich von Herbert Grönemeyers Werdegang beeindruckt. Besonders der Song "Mensch" hat es Bausa angetan.

"Auf der einen Seite diese Emotionalität, die auch Stärke demonstriert, wie du schon sagst. Auf der anderen Seite auch die Unangepasstheit in musikalischen Sachen. Dass er sich nicht in eine Schublade stecken lässt, hat mich immer sehr beeindruckt an ihm. […] 'Mensch' von Herbert Grönemeyer ist einer der größten deutschen Songs aller Zeiten. Wenn man den Hintergrund kennt, ist das ziemlich heftig."

Ebenso gibt Bausa an, gerne mit Peter Fox zusammenarbeiten zu wollen. Es sei auch schon darüber gesprochen worden. Nur habe es sich bisher einfach nicht ergeben. Druck sei der Sache nicht förderlich.

"Ich war immer großer Reggae- und Dancehall-Fan und habe die Sachen von Seeed sehr gefeiert. Das war deutsche Musik, die man sich anhören konnte, von der es damals nicht so viel gab. […] Es wurde schon ein paar Mal darüber gesprochen, gemeinsam Musik zu machen. Wir haben uns auch schon mal verabredet, das hat leider nicht geklappt. Manche Sachen sollte man nicht erzwingen. Das muss natürlich passieren, damit das cool wird."

Mit Apache 207 konnte Bausa hingegen ein Feature eintüten. Letzten Freitag stiegen die beiden künstlerischen Schwergewichte für "Madonna" in den Ring.

Bausa ft. Apache 207 - Madonna [Video]

Eine Woche vor dem Release von seinem neuen Album droppt Bausa noch die Single "Madonna". Unterstützung bekommt er dabei von niemand Geringeres als seinem Signing Apache 207. Für den Ausnahmekünstler ist es der zweite Feature-Part seiner Karriere. Für ihren Kollabo-Track steigen die beiden Künstler in den Ring.

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"Das ist auch eine Anti-Haltung": Marteria verteidigt New-Wave-Hiphop

"Das ist auch eine Anti-Haltung": Marteria verteidigt New-Wave-Hiphop

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 15:46

Marteria hat am Freitag sein neues Soloalbum "5. Dimension" veröffentlicht. Im exklusiven HYPED Videointerview auf Apple Music mit Aria spricht der Rostocker über den Entstehungsprozess seines neuen Werkes, das Leben im Corona-Lockdown und erklärt, warum niemand Hiphop als Jugendkultur etwas vorschreiben kann.

Marteria verteidigt New-Wave-Hiphop

Während des Interviews spricht Marteria (jetzt auf Apple Music streamen) darüber, dass er es für extrem wichtig hält, sich immer weiterzuentwickeln. Er könne aus diesem Grund auch die Leute nicht verstehen, die New-Wave-Hiphop verurteilen würden. Niemand hätte das Recht, einer Jugendkultur vorzuschreiben, was sie zu klingen habe.

Wohl mit Blick auf Lil Pumps kontroversen Breakout-Hit "Gucci Gang" führt Marteria aus, dass auch ein Song, bei dem der Künstler 70 Mal "Gucci" sagt, politisch sein kann und Kunst ist. Immerhin würden damit auch Emotionen transportiert und hervorgerufen.

"Das ist auch eine Anti-Haltung. Das ist wie eine Graffiti-Terrorline die Straße lang. Das ist natürlich absoluter Wahnsinn und alle sind angepisst, dass so eine schwarze Line die ganze Straße lang geht. Aber es ist trotzdem Kunst. [...] Es ist immer Betrachtungsweise, wie man etwas sieht. Manchmal lohnt es sich, ein bisschen noch mal drüber nachzudenken."

Er selber komme vor allem durch seinen mittlerweile 14 Jahre alten Sohn mit neuer Musik in Verbindung. Er freue sich immer, wenn dieser ihm Sachen zeigen würde, die er aktuell feiert, so wie OMG oder Yin Kalle. Diese Einflüsse hälfen ihm auch bei der Entstehung von Marteria- und Marismoto-Songs.

Das ganze Videointerview mit Marteria könnt ihr euch hier anschauen:

Marteria droppt neues Album "5. Dimension"

Nach gut drei Jahren ohne Veröffentlichung erschien am Freitag endlich Marterias neues Album "5. Dimension". Thematisch geht es dabei viel um das vermeintlich selbstzerstörerische Feierngehen und Partynächte, deren Ausgang noch unklar ist.

Auch darauf versucht Marten einen neuen Blickwinkel zu eröffnen: Ob es nicht eigentlich viel selbstzerstörerischer sei, jeden Tag um Punkt 18:00 Uhr am Küchentisch mit der Käsestulle zu sitzen und das Leben zu verpassen.

Das neue Album entstand unter anderem auch während der Zeit im Corona-Lockdown, die Marteria zu Teilen gezwungenermaßen auf Barbeidos verbrachte.

Hört hier in das Album rein:


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