Kanye West verklagt Jay-Zs Ex-Labels Roc-A-Fella Records & Def Jam

Kanye West hat laut übereinstimmenden Medienberichten wohl Klage gegen das von Jay-Z 1995 mitgegründete Label Roc-A-Fella Records eingereicht. Ebenso klagt Ye demnach gegen die Labels Def Jam und EMI. Dabei gehe es Kanye um eine Klärung seiner eigenen Rechtssituation und um vermeintlich ausstehendes Geld.

Viel geschwärzt & keine konkreten Zahlen

Die einigen US-Medien vorliegenden Gerichtsunterlagen lassen offenbar keine allzu großen Schlüsse zu. In den Meldungen heißt es, dass die Dokumente vollständig überarbeitet worden seien. Exakte Forderungen von Kanye könnten nicht entnommen werden. Der konkrete Anlass für den Rechtsstreit sei sogar vollkommen geschwärzt.

Die lesbaren Teilabschnitte sind wohl überwiegend allgemeiner Natur. So gehe es zwischen EMI und Kanye um "the parties’ rights and obligations" – Mr. West möchte also über seine Rechte und Pflichten informiert werden. Kanye gibt an, von 2003 bis 2011 mehr als 200 Songs für die EMI geschrieben zu haben.

Hat Kanye der Karriere von Jay-Z neues Leben eingehaucht?

Die zitierten Dokumente heben offenbar hervor, dass Kanye sowohl als Produzent als auch als Songwriter für Jay-Z an dessen Classic "The Blueprint" mitgearbeitet hat. In der Klageschrift gibt Kanye sich offenbar Credits für einen Push, den er Jay-Zs Karriere mit "The Blueprint" verpasst haben will. Er verleiht dieser Einschätzung mit dem Zusatz "helping revitalize Jay-Z’s career" Ausdruck.

Kanye habe mit seiner Klage aber nicht vor seinen (eventuell ehemaligen) Homie Jay-Z anzugreifen. Bereits 2004 hat Jay-Z seine Anteile an Roc-A-Fella Records verkauft. Seine Amtszeit als CEO von Def Jam endete 2007. Der aktuelle Rechtsstreit stehe auch nach Informationen von The Blast nicht in Zusammenhang mit Jay-Z

Jay engagiert sich momentan in einer anderen rechtlichen Angelegenheit. Er plant, zusammen mit Meek Mill das Justizsystem in Amerika zu verändern:

Jay-Z & Meek Mill kämpfen mit 50 Millionen Dollar für Justizreform

Meek Mill und Jay-Z machen ernst: Zusammen mit Partnern aus der Sport- und Business-Welt planen sie nicht weniger, als das amerikanische Justiz-System zu reformieren. Dafür haben sie die Initiative "Reform Alliance" ins Leben gerufen, wie auf einer Pressekonferenz in New York bekanntgegeben wurde.

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Jay-Z launcht eigene Weed-Marke

Jay-Z launcht eigene Weed-Marke

Von Michael Rubach am 25.10.2020 - 15:08

Jay-Z schlägt ein weiteres Business-Kapitel auf. Die US-Legende bringt eine Cannabis-Marke an den Start. Diese nennt sich Monogram und ist Zusammenarbeit mit der in Kalifornien ansässigen Weed Company Caliva entstanden. Letztes Jahr wurde Jay-Z dort als neuer Chief Brand Strategist vorgestellt.

Jay-Z stellt Playlist mit Songs über Weed zusammen

Mit der Bekanntgabe, dass es Weed von Jay-Z geben wird, ist zudem eine Website online gegangen. Welche Produkte letztendlich zur Auswahl stehen, ist allerdings vorerst nicht ersichtlich. In einem Pressestatement, aus dem unter anderem der Rolling Stone zitiert, heißt es:

"Mit seiner sorgfältigen Sortenauswahl, sorgfältigen Anbaupraktiken und kompromisslosen Qualität möchte Monogram neu definieren, was Cannabis für die Verbraucher heute bedeutet."

("With its careful strain selection, meticulous cultivation practices and uncompromising quality, Monogram seeks to redefine what cannabis means to consumers today.")

Wann die Konsumenten sich selbst von der versprochenen Qualität überzeugen können, steht noch nicht fest. Dafür liefert der Twitter-Account der Brand ein paar zusätzliche Einblicke in die Welt von Monogram. Als Jay-Z im vergangenen Sommer seinen Job bei Caliva antrat, erklärte er in einem Statement, dass er alles "richtig und auf höchstem Niveau tun" werde.

Um den Launch seiner Marke zu feiern, hat Jay-Z eine Playlist auf Tidal veröffentlicht. Auf "Monogram: Sounds From The Grow Room" sind unter anderem passende Songs von Rihanna, Bob Marley oder Dr. Dre zu hören.


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