Kanye West vs. Taylor Swift: Geleaktes Video stellt die Beef-Historie auf den Kopf

Wenn wir über einen Beef auf Weltstar-Level reden, ist die Auseinandersetzung von Kanye West und Taylor Swift ein äußert schillerndes Beispiel. Von Kanyes legendärem Eingriff in die Dankesrede der Sängerin bei den VMAs 2009 ("Beyoncé had one of the best videos of all time") ganz abgesehen, nahm die Fehde mit dem 2016 releasten Track "Famous" ungeahnte Dimensionen an. Auf dem Song rappt Kanye bekanntlich:

"For all my Southside n***as that know me best / I feel like me and Taylor might still have s*x / Why? I made that b*tch famous (Goddamn) / I made that b*tch famous"

Es entbrannte ein Streit über die Deutungshoheit und darüber, wer wann was wusste. Nachdem sich das Internet eigentlich damit abgefunden hatte, dass Taylor Swift in dieser Sache im Unrecht war, lässt ein geleaktes Telefonat die Geschichte in einem völlig neuen Licht erscheinen.

Kanye West & Taylor Swift: Telefonat geleakt

In der obigen Line wird die Musikerin von Mr. West gleich zweimal als "that b*tch" bezeichnet. Auch spielt Kanye auf seinen kuriosen Auftritt bei den VMAs an, den er für Swifts Ruhm als ausschlaggebend erachtet. Bisher war in diesem Szenario Taylor Swift die Dumme, weil sich die Welt im Glauben befand, dass Kanye sich vorm Release des Tracks telefonisch ein Okay von der Sängerin eingeholt hatte.

Doch die Dinge sind offenbar anders gelaufen – das legt nun eine wie auch immer ins Netz gelangte Videoaufnahme nahe. Zwar haben Kanye und Taylor telefoniert, aber offensichtlich hielt es Kanye nicht für nötig, exakt darüber zu informieren, was ihm textlich so vorschwebte.

on Twitter

KIM K AND KANYE AND THE MOST DESPICABLE, GROSS AND MANIPULATIVE PEOPLE IN THE INDUSTRY THEY LIED ABOUT TAYLOR SWIFT IN 2016 AND THIS THREAD OF THE LEAKED PHONE CONVERSATION WILL SHOW YOU THAT. https://t.co/jCw07z8Vpf

on Twitter

The way taylor knew that she was on the verge of overexposure and that the media was already taking hits at her for no reason and kim and kanye manipulated the situation in THEIR favour by illegally recording the phone conversation and posting the EDITED clips is so gross... https://t.co/ihMmWZJMkx

Auch bittet die Sängerin um Bedenkzeit und ist hörbar nicht cool damit, als "B*tch" bezeichnet zu werden. Ebenso empfand sie es als nicht sonderlich dankbar, dass Kanye suggeriert, sie würde ihm S*x schulden. Die letztendlich auf "Famous" benutzten Lines weichen zudem von Kanyes Textprobe ab.

Kim Kardashian vs. Taylor Swift

Bisher besagte die Legende, dass Taylor Swift eingewilligt hatte, den Song mit den diskutablen Lyrics zu droppen. Zum Beweis ließ Kim Kardashian auch ein Video auf Snapchat aus der obigen Telefon-Session kursieren – allerdings wohl eine passend zurechtgestutzte Version. Dass es sich dabei generell um eine illegale Aufnahme handelt, lassen wir mal außen vor.

Schon damals bestritt Taylor Swift, den später gerappten Songtext abgesegnet zu haben. Nur war sie in einer denkbar schlechten Situation: Das Video der Wests erzählte schließlich überzeugend eine andere Geschichte. Kim Kardashian verlieh ihrer Haltung zu Taylor Swift mit reichlich Schlangen-Emojis Nachdruck. Nach dem Leak des kompletten Gesprächs kursieren nun Hashtags wie #KanyeWestIsOverParty oder #TaylorToldTheTruth. Der Wind hat sich ganze vier Jahre später gedreht.

Ana on Twitter

TAYLOR TOLD THE TRUTH #KanyeWestIsOverParty #TaylorToldTheTruth

Jatin| #GetawayCarStan on Twitter

Me @ That Person, Which Leaked The Whole Phone Recording On Internet #KanyeWestIsOverParty https://t.co/TTxvzntkrZ

Taylor Swift zeigte sich mehrfach von Kanye enttäuscht

Bei den Grammys 2016 holte Taylor Swift bei ihrer Dankesrede mutmaßlich zu einem Angriff auf Kanye West aus. Aufgrund der zeitlichen Abfolge ist zumindest anzunehmen, dass sie sich auf Kanye West bezieht, der hier bereits sein Album "The Life of Pablo" mit "Famous" releast hatte.

In einem Interview mit dem Rolling Stone schob Taylor Swift 2019 noch eine Ansage gegen Kanye hinterher:

"Ich habe begriffen, dass er zwei verschiedene Gesichter hat. Hinter den Kulissen ist er super nett zu mir, doch dann will er cool rüberkommen, stellt sich vor die Massen und redet Scheiße über mich."

Diese Beschreibung scheint nach jetzigem Stand zumindest nicht ganz unzutreffend zu sein. Schon Taylor Swifts 2017 releastes Album "Reputation" konnte übrigens als Abrechnung mit Kanyes Verhalten interpretiert werden.

Warum das neue Taylor Swift-Album offenbar eine Abrechnung mit Kanye West ist

Am Freitag hat Taylor Swift ihr neues Album Reputation veröffentlicht - und zieht damit das Interesse von Hiphop-Hörern auf sich. Weniger wegen der Musik, sondern eher aufgrund der Tatsache, dass die Pop-Sängerin die alten Streitigkeiten mit Kayne West scheinbar wieder zum Thema macht. Fans sind sich sicher, dass das komplette Album mit Kanye-Seitenhieben gespickt ist.

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Public Enemy wieder vereint: Flavor Flavs Rauswurf war angeblich nur Promo

Public Enemy wieder vereint: Flavor Flavs Rauswurf war angeblich nur Promo

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 17:37

UPDATE vom 01. April:

Chuck D hat den Rausschmiss von Flavor Flav bei Public Enemy zum großangelegten Aprilscherz erklärt. Der öffentliche Streit samt Verbannung aus der Gruppe sei laut Chuck D Teil einer Marketing-Kampagne für das Album "Loud Is Not Enough" gewesen. Die Platte ist heute erschienen und enthält mit "Food As A Machine Gun" auch einen Track, auf dem die vermeintlichen Streithähne zusammen zu hören sind.

Seinen angeblichen PR-Coup enthüllte Chuck D im Podcast People's Party bei einem Gespräch mit Talib Kweli. Chuck D sei bei der Aktion von Orsons Wells "Krieg der Welten" inspiriert gewesen. Auch könne er Flavor Flav gar nicht feuern, da die beiden Partner seien. Kurzerhand erklärt er den 1. April noch zum "April Flav Chuck Day". Hier kannst du "Loud Is Not Enough" hören:

Loud Is Not Enough

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UPDATE vom 03. März:

Flavor Flav hat sich zu seinem Rauswurf via Twitter geäußert. Er sei "sehr enttäuscht" von Chuck D. Gleichzeitig betonte er, dass er und Chuck D Partner seien und es kein Public Enemy ohne Flavor Flav gebe. Auch wendete sich der Verstoßene direkt an Chuck D und sagte, dass man die Sache doch wieder in den Griff bekommen könne.

FLAVOR FLAV on Twitter

@MrChuckD And .@MrChuckD,,,i didn't sue you on Friday,,,i asked the @berniesanders campaign to correct misleading marketing,,,that's all it was,,,I'm not your employee,,,i'm your partner,,,you can't fire me,,,there is no Public Enemy without Flavor Flav,,,so let's get it right Chuck,,,

Original-Meldung vom 2. März:

Flavor Flav ist wohl nicht länger Mitglied von Public Enemy. Chuck D hat in einem Statement, das mehreren US-Portalen vorliegt, ziemlich klare Verhältnisse geschaffen:

"Public Enemy und Public Enemy Radio werden ohne Flavor Flav weitermachen. Wir danken ihm für seinen jahrelangen Einsatz und wünschen ihm alles Gute."

("Public Enemy and Public Enemy Radio will be moving forward without Flavor Flav. We thank him for his years of service and wish him well.")

Chuck D erklärt Trennung von Flavor Flav

Für eine Wahlkampfveranstaltung von US-Demokrat Bernie Sanders hatte sich Public Enemy angekündigt. Flavor Flav wollte von der Veranstaltung jedoch nichts wissen. Er lies über seinen Anwalt verlauten, dass ohne sein Einverständnis mit seinem Image geworben werden würde. Flavor Flav unterstütze aber niemanden im Wahlkampf – auch nicht Bernie Sanders.

Diese politische Argumentation lässt Chuck D nicht gelten. Er schrieb auf Twitter, dass Flavor Flav nicht einmal den Unterschied zwischen Bernie Sanders und Barry Sanders (Footballspieler) kenne.

Flavor Flav sei hingegen jemand, der sich nur für Geld bewege. Benefiz-Veranstaltungen oder gemeinnützige Events ohne Gage kämen ihm nicht in den Sinn. Mit so einer Person möchte Chuck D augenscheinlich nicht weiter zusammenarbeiten.

Chuck D on Twitter

last final note the last final note was my last straw was long ago. It's not about BERNIE with Flav... he don't know the difference between BarrySanders or BernieSanders he don't know either. FLAV refused to support @Sankofa after @harrybelafonte inducted us. He don't do that

Chuck D on Twitter

Spoke @BernieSanders rally with @EnemyRadio. If there was a $bag, Flav would've been there front & center. He will NOT do free benefit shows. Sued me in court the 1st time I let him back in.

Chuck Ds Anwalt teilte zudem mit, dass sein Mandant die Rechte an der Marke Public Enemy besitze und dieser den Namen verwenden könne, wie es ihm beliebt. Auch die einprägsamsten Lines von Flavor Flav gingen auf das Konto von Chuck D. Das Tischtuch zwischen den (ehemaligen) Bandkollegen scheint vorerst zerschnitten.

Chuck D setzte Flavor Flav ein Ultimatum

Kurz vor dem nun erfolgten Rausschmiss räumte Chuck D seinem Kollegen gegenüber dem Portal HipHopDX noch eine Frist von einem Jahr ein, um "sich zusammenzureißen". Doch die Zeit als Bandmitglied bei Public Enemy scheint für Flavor Flav endgültig abgelaufen zu sein – trotz ikonischer Uhr um den Hals.

Schon 2017 verklagte Flavor Flav sein Band wegen ausstehender Zahlungen im Kontext des letzten Albums "Nothing Is Quick In The Desert". Flavor Flav ist Gründungsmitglied der legendären Formation, die sich seit über 30 Jahren vor allem durch sozialkritische Texte auszeichnet.

Den Auftritt von Public Enemy bei der Veranstaltung von Bernie Sanders kannst du hier sehen (ab 01:57:30):


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