Weshalb Kanye West sich für immer an Melbeatz erinnern wird

Storytime: Melbeatz war im Rahmen eines Producer Specials bei Aria Nejatis HYPED Radio zu Gast und hat über ihre Zusammenarbeit mit Kanye West gequatscht. Die Queen of Beats blickt dabei auf ihre persönlichen Kanye-Momente in New York um 2003 zurück. Die Chancen stehen ziemlich gut, dass Kanye sich bis heute an diese "Produzentin aus Deutschland" erinnert. Schließlich hat Melbeatz damals wohl für eine Premiere in der Karriere des US-Stars gesorgt.

Darum hat Melbeatz bei Kanye West "einen riesen Stein im Brett"

Melbeatz hat sich das Kanye-Feature für ihr Debütalbum "Rapper's Delight" (2004) gesichert. Die Platte ist überhaupt nur entstanden, da ein gemeinsames Projekt mit Valezka kurz vor der Fertigstellung gecancelt wurde. Eko Fresh und seine damalige Freundin hatten Optik Records den Rücken gekehrt und nahmen das Kollaboalbum "L.O.V.E." auf. Auf die Situation kommt Savas auch direkt in "Das Urteil" zu sprechen: "Verrückt, 'ne Woche später hör' ich, dass sie mit Ekrem schläft / Mit ihm ein Album macht, kurz bevor das Album mit Mel zu Ende ist"

Zurück zu Kanye: Wie hat Melbeatz mit Ye connecten können? Ein Verleger in den Staaten hat die Sache offenbar ins Rollen gebracht. Melbeatz war mit 100.000 Euro Vorschuss für ihr Projekt ausgestattet worden.

"Ich hatte die Nummer eines Verlegers in den USA. Der hat mir damals Kanye West in New York vorgestellt: 'Hier ist der Produzent von Roc-A-Fella. Der hat gerade sein Mixtape draußen.' Das muss 2003 gewesen sein. Ich konnte damals exklusiv 'Through The Wire' hören und außerdem produzierte er ja Jay-Z. Also dachte ich mir 'Ja, der ist nicht schlecht'."

Optik Records-Boss Kool Savas hatte Kanye zu jener Zeit bereits genauer im Blick und konnte Melbeatz für das Zusammentreffen sensibilisieren.

"Ich hab dann über Münztelefone Savas angerufen und ihm erzählt, dass Kanye mir angeboten wurde. Der meinte auch: 'Ja ja, mach das, der ist cool, aber der soll ein bisschen schwierig sein.' Savas hat damals schon Kanye-West-Interviews gelesen und gemerkt, dass er etwas eigenartiger ist."

Kanye war vor allem als Producer bekannt. Sein Debütalbum "The College Dropout" hatte noch nicht das Licht der Welt erblickt. Ein kleiner Auftritt in einem Musikclip von Jay-Z wurde von Ye und seinen Kumpels regelrecht abgefeiert, wie Melbeatz erzählt. Ihr eigenes Beatpaket für Mr. West bestand aus 20 Beats. Erst kurz vor der letzten Anspielstation soll es Ye gepackt haben – nicht jedoch, ohne Verbesserungswünsche einzuwerfen.

"Ich bin zu dem ins Studio in New York gefahren. Da kam gerade 'La La La' von Jay-Z raus und Kanye hat mit seinen Homies auf den Fernseher gezeigt und sich voll gefreut, dass er im Video an einer Stelle zu sehen ist. [...] Ich hatte zwei CDs dabei, mit 20 Beats. Und der hat wirklich alle durchgeskippt, ich hatte schon Schweißausbrüche. Den Vorletzten hat er dann genommen. Er so: 'Der ist fresh, aber da fehlen Strings' und er wollte unbedingt eine echte Geige einspielen lassen. Dann kam eine Freundin von ihm [Miri Ben-Ari] ins Studio und hat das eingespielt."

Melbeatz hat sich mit ihrem Besuch in New York anscheinend in Kanyes Gedächtnis eingebrannt – zumindest konnte er sich wohl Jahre nach dem Aufeinandertreffen noch an die Berlinerin erinnern. Sie sei die erste Person gewesen, die ihn jemals fürs Rappen bezahlt hätte. Heute ist Kanye Milliardär.

"Jahre später hab ich mich wieder mit dem Verleger getroffen, der mir Kanye damals vorgestellt hat. Und er war kurz vorher mit Kanye essen, der hat ihn wohl nach mir gefragt. 'Erinnerst du dich noch an die Produzentin aus Deutschland? Die war die erste, die mich als Rapper bezahlt hat!' Bei ihm hab ich wohl noch einen riesen Stein im Brett. […] 8.000 Dollar! Das war die beste Investition meines Lebens."

Mehr History von und mit Melbeatz bekommt ihr bei HYPED Radio.

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Offiziell: Kanye Wests Nike Air Yeezy 1 teuerster Sneaker aller Zeiten

Offiziell: Kanye Wests Nike Air Yeezy 1 teuerster Sneaker aller Zeiten

Von Paul Kruppa am 27.04.2021 - 12:46

Die Erwartungen wurden noch übertroffen: Der Prototyp eines Nike Air Yeezy 1 ist nun der teuerste Sneaker aller Zeiten. Das Modell, das Kanye West bei den Grammys 2008 getragen hatte, ging bei einer von Sotheby's durchgeführten Auktion für 1,8 Millionen Dollar weg. Im Vorfeld rechneten Experten mit einem Verkaufspreis von ungefähr einer Million Dollar.

Nike Yeezy: Sneaker-Investment-Plattform zahlt Rekordpreis

Die speziellen Schuhe sicherte sich die Plattform RARES. Dort lassen sich Anteile an seltenen Sneakern erwerben. Das Ganze ist vergleichbar mit dem Kauf von Unternehmensaktien. Der Mitbegründer von RARES sagte zu seiner Neuanschaffung bei Reuters:

"Unser Ziel beim Kauf eines solch ikonischen Schuhs - und eines Stücks Geschichte - ist es, die Zugänglichkeit zu verbessern und die Communities, welche die Sneaker-Kultur überhaupt erst hervorgebracht haben, über RARES die Mittel zur Verfügung zu stellen, um finanzielle Freiheit zu erlangen."

Der Prototyp des Schuhs soll von Kanye, Mike Smith und Tiffany Beers entworfen worden sein. Ye präsentierte das Modell bei seiner Performance von "Hey Mama" und "Stronger" bei den 50. Grammy Awards. Der New Yorker Sammler Ryan Chang hatte die Nike Yeezys zur Auktion freigegeben. Kanyes Zusammenarbeit mit dem Sportartikelgiganten endete im Jahr 2013. Seit dem spielt der US-Star bekanntlich im Team Adidas. Sotheby's head of streetwear & modern collectables adelte Kanye im Zusammenhang mit der Auktion als einen der "einflussreichsten Bekleidungs- und Sneaker-Designer unserer Zeit".

Im Mai 2020 ging ein Paar Jordans für mehr als 600.000 Dollar über den Auktionstisch. Die von Michael Jordan getragenen Basketballschuhe galten bisher als teuerstes Sneaker-Modell der Welt.

Rekordbruch: Die OG Nike Air Jordan 1s wurden für 615.000 Dollar versteigert

Das Auktionshaus Christie's hat in den vergangenen Wochen einige besondere Air Jordan-Modelle auktioniert. Darunter auch der Nike Air Jordan 1, den Michael Jordan 1985 in einem Testspiel trug. Bei einem Slam Dunk hatte der NBA-Profi seinerzeit das gläserne Brett hinter dem Korb zerschmettert.


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