Kanye West rastet aus: Beispielloser Twitter-Rant gegen Drake

Kanye West hat sich auf Twitter mal wieder so richtig Luft verschafft. In einem beispiellosen Rant wetterte er vor allem gegen Drake. Um auch nur ansatzweise begreifbar zu machen, was Kanye seinem Kollegen alles vorwirft, betrachten wir den Kanye-Ausbruch thematisch geordnet. Drake selbst und auch Kim Kardashian haben sich bereits zu den diversen Vorwürfen positioniert (siehe unten).

Vorweg: Auch wenn er es hin und wieder abstreitet, leidet Kanye West wohl unter einer bipolaren Störung. Kanyes Aussagen sind immer auch in Zusammenhang mit dieser psychischen Krankheit zu betrachten.

Die Attacke beim Pusha-T Konzert

Bei einem Gig von Pusha T in Drakes Heimatstadt Toronto kam es vor ein paar Wochen zu einem Zwischenfall. Einige Besucher planten offenbar, die Bühne zu stürmen. Gegenüber dem Magazin Pitchfork bestätigte die Polizei in Toronto ihre Kenntnis von dem Vorfall. Mehrere Personen mussten demnach ins Krankenhaus eingeliefert werden.

NEWSTALK1010 on Twitter

Rapper Pusha T was attacked on stage at Toronto's Danforth Music Hall tonight. He accused Drake of paying people to throw beer at him https://t.co/tvf3Rb2Hss

Auf dieses Ereignis nimmt Kanye Bezug und sagt, dass die ersten beiden Reihen des Konzerts von Drake gekauft gewesen seien. Außerdem rät er seinem Kollegen mit solchen Aktionen aufzuhören, weil Menschen dabei zu Schaden kommen würden.

Damit bringt er Drake direkt in Verbindung mit der Attacke. Pusha und Drizzy waren im Sommer in einen Beef verwickelt, der seinen Höhepunkt mit dem Track " The Story of Adidon" fand. Darin enthüllt Pusha unter anderem, dass Drake einen Sohn hat.

"Say What's Real" und eine Anfrage

Auf Drakes Mixtape "So Far Gone" aus dem Jahr 2009 befindet sich der Track "Say What's Real". Der Beat des Songs stammt von Kanyes Track "Say You Will". Wohl im Kontext des zehnjährigen Jubiläums des Mixtapes im Februar 2019 wurde Kanye mit einer Anfrage konfrontiert.

Bei einer Klärung des Beats könnte Drake den Song auch kommerziell verwerten. Kanye wertet diese Nachfrage in der aktuellen Situation als dreist. Er findet sie "faker als Wrestling". Bevor er seine Musik freigebe, verlangt er eine Entschuldigung für Drakes Verse auf "No Stylist".

Auf dem Track mit French Montana rappt Drake über Kanyes Sneaker. Genauer gesagt hat er keine Lust darauf, dass Frauen in seiner Umgebung Yeezy Boost 350 tragen:

"Yeah, keepin' it G, I told her "don't wear no 350s 'round me"

Disses auf "Sicko Mode"?

Des weiteren gibt Kanye an, dass er sich im Track "Sicko Mode" von Drake angegangen fühle.

Im dritten Verse rappt Drake Lines, die mit ein wenig Fantasie auf sein Verhältnis mit Kanye anspielen könnten. Im Dunkeln der Blocks möchte Drizzy für Ordnung sorgen:

"I crept down the block (Down the block) / Made a right (Yeah, right) / Cut the lights (Yeah, what?), paid the price (Yeah)"

Weiter heißt es:

"I be spinnin' Valley, circle blocks 'til I'm dizzy (Yeah, what?) / Like where is he? (Yeah, what?) / No one seen him (Yeah, yeah) / I'm tryna clean 'em (Yeah)"

In den Valleys leben Kanye West und Kim Kardashian. Dort scheint Drake nach jemanden zu suchen, den er erledigen will.

Drakes Drohung & Kanyes Rundumschlag

In seinem Twitter-Rant erklärt Kanye zwischenzeitlich, dass Drake ihn angerufen habe. Ergebnis: Der besagte Beat sei zunächst weiterhin nicht geklärt.

Daraufhin gibt Kanye an, dass Drake ihm gedroht hätte. Seit dieser auf "Summer Sixteen" gerappt hat, dass sein Pool größer sei als der von Kanye, habe es Stress gegeben.

Summer Sixteen

Provided to YouTube by UMG Summer Sixteen · Drake Summer Sixteen ℗ 2016 Cash Money Records Inc. Released on: 2016-02-01 Auto-generated by YouTube.

Kanye sieht zudem eine Gefahr für sich, seine Frau und seine Kinder von Drake ausgehen. Das Verhalten von Drake sei ihm schon im Vorfeld negativ aufgefallen. Damit bezieht er sich auf Drake, der einst gegen Kid Cudi austeilte, obwohl dieser sich wegen mentaler Probleme in Behandlung befand. Drake habe keinen Respekt für Menschen, die mit psychischen Krankheiten umgehen müssen.

Seine eigene Sicht auf das heutige Game legt Kanye ebenso dar. Props gibt es für lebende Ikonen: Rapper wie Snoop Dogg seien eine Inspiration. Kanye selbst habe mit seinem Style eine Pionierrolle eingenommen. Ohne ihn gäbe es einen Drake nicht. Kanye geht noch einen Schritt weiter und behauptet, er sei Drakes Atemluft.

Auch Travis Scott bekommt sein Fett weg. Der Rapper aus Houston hätte Drake nie erlauben dürfen, obige Zeilen auf "Sicko Mode" zu rappen. Darüber hinaus habe Kanye mit Travis gesprochen und sei daraufhin ebenfalls Drohungen ausgesetzt gewesen. Diese Streitigkeiten innerhalb der Szene zwischen schwarzen Künstlern führt Kanye außerdem als Grund für herrschende gesellschaftliche Zustände an.

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Drakes Reaktion & Kim Kardashians Beitrag

Drakes Kommentar zu all dem fällt ausgesprochen knapp aus. In seiner Insta-Story postet er einfach lachende Emojis. Allzu ernst scheint er Kanyes Schimpftirade nicht zu nehmen.

Kim Kardashian hingegen pflichtet ihrem Mann bei. Sie wendet sich direkt an Drake und rät ihm, keine Drohungen auszusprechen und Familie West zu respektieren. Für sie sei Kanye ein Genie unserer Zeit:

Somit häufen sich die erinnerungswürdigen Aktionen von Kanye West im Jahr 2018. Wer wirklich jeden Tweet sehen will, kann Kanyes Twitter-Kanal ansteuern. Aktuell hat sich die Lage beruhigt und Kanye sendet wieder positive Vibes:

Warum Drake nicht schon im Sommer einen Track gegen Kanye gebracht hat, erfährst du hier:

Drakes Battle-Ethik: Warum er den Disstrack gegen Kanye West & Pusha T nicht veröffentlicht hat

Von Michael Rubach am 11.12.2018 - 14:44 Die Grammys 2019 werfen ihre Schatten voraus. Am 10. Februar geht in Los Angeles, der wohl bedeutendste Musikpreis der Welt über die Bühne. Neben den Nominierten sind es aber vor allem die Nicht-Nominierten, die für Gesprächsstoff sorgen. Es war ein schwieriges Jahr für Nicki Minaj.

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Travis Scott ziert das Cover der deutschen GQ
GQ

Travis Scott ziert das Cover der deutschen GQ

Von Jesse Schumacher am 17.10.2019 - 17:20

Die aktuelle November-Ausgabe der deutschen GQ wird von keinem Geringeren als US-Rapstar Travis Scott auf dem Cover geziert. Der gebürtige Texaner wurde beim Finale seiner "Astroworld"-Welttournee in der Londoner O2 Arena von Hiphop.de-Chefredakteur Aria Nejati interviewt, der auch für den Text der GQ-Coverstory verantwortlich war. Die exklusiven Fotos des Shootings stammen von @rayscorruptedmind, der als persönlicher Fotograf von Scott zum kreativen Umfeld des Cactus Jack-Labels gehört.

GQ Came for a ride

1.6m Likes, 7,490 Comments - flame (@travisscott) on Instagram: "GQ Came for a ride"

Beim Shooting für das führende Männer-Lifestyle-Magazin Deutschlands trug der Rapper auffällig viel Louis Vuitton der aktuellen Kollektion – für die Virgil Abloh verantwortlich ist – und mit dem LV-Mantel auch ein Vintage-Piece. Scott komplettiert seine Looks mit der eigenen Nike-Kollaboration, dem Nike Air Jordan 1 x Cactus Jack, eigenem "Astroworld"-Tourmerch, eine Cuban-Link-Kette von Chrome Hearts aus Los Angeles und eigenem Schmuck. Auf der Bühne trug Scott in London eine Hose von Alyx Studio. Gestylt wurde der Megastar von Alex & Mack Grandquist, die in der Vergangenheit unter anderem Beyoncé, Kim Kardashian, Kendrick Lamar und Lady Gaga einkleideten.

Im exklusiven Interview mit Aria spricht Travis Scott offen über seine Kindheit, seine Tochter Stormi mit Kylie Jenner, das Zusammenarbeiten mit Kanye West und Virgil Abloh und den Schlüssel zum Erfolg. Außerdem äußert er sich über seine Rolle als musikalischer Vorreiter. Seine Erkenntnis lautet:

"Ich weiß, dass ich der Zeit voraus bin, aber als Vorreiter ist man zu spät, wenn der Trend schon da ist. Selbst wenn die Musik dann erfolgreicher wäre."

Die Ausgabe mit dem Travis-Scott-Cover ist in limitierter Auflage erhältlich und kann hier bestellt werden

Es ist lediglich das zweite Mal in der Historie des deutschsprachigen Magazins, dass einem Rapper die Ehre zuteil wird, das Cover zu zieren. Den ersten Schritt machte ASAP Rocky vor knapp vier Jahren mit einem ähnlichen limitierten Cover.

Die gesamte Coverstory von Aria inklusive sämtlicher Fotos von @rayscorruptedmind sind selbstverständlich auch online verfügbar:

Einmal Astroworld und zurück, bitte! Travis Scott im exklusiven GQ-Interview

Sitzt man neben ihm auf der Couch im Backstage-Bereich, wirkt Travis Scott wie ein kleiner Junge, der heute für einen Tag seinen Traum leben darf. Das lange weiße Sofa wurde eigens für ihn hierhertransportiert. Er lächelt. Sein Diamant-Zahnschmuck glitzert im gedimmten Licht. Vor der Tür stehen drei Security Guards, die den neuen Superstar des Hip-Hop bewachen.


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