Kaaris unterschreibt: MMA-Kampf gegen Booba noch 2019!

Der verrückte Beef von Booba und Kaaris, zwei der erfolgreichsten französischen Rapper, erreicht nach der Schlägerei am Paris Flughafen Orly im letzten Sommer einen weiteren Höhepunkt. Kaaris hat seine bis kürzlich fehlende Unterschrift unter den Vertrag des Schweizer MMA-Verbands SHC (Strength & Honor Championship) gesetzt. Boobas Zusage stand schon länger fest.

Kaaris vs. Booba im MMA-Oktagon

Gestern zeigte der 39-jährige Kaaris sich in einem Video auf Instagram, in dem er sich ein saftiges Hähnchen gönnt und locker nebenher seine Signatur unter den Vertrag setzt. Auf seiner Seite ärgert der knapp drei Jahre ältere Booba sich zwar ein wenig darüber, dass der Kampf nicht wie von ihm vorgeschlagen im September, sondern deutlich später im Dezember stattfinden soll. Er zeigt sich dennoch sehr froh darüber, dass es überhaupt geklappt hat.

Sollte sich sonst nichts mehr am vertraglichen Rahmen geändert haben, dürfte der Kampf in Genf stattfinden. Als Preisgeld sollen dem Gewinner 1,5 Millionen Euro und dem Verlierer 500.000 Euro winken.

Vorgeschichte des Beefs von Booba & Kaaris

Sollte der Kampf – sofern im Laufe des Jahres nichts dazwischen kommt – wirklich stattfinden, wäre es die größte und vielleicht sogar letzte Station im Beef der beiden Rapper, aber lange nicht die erste. Schon seit 2014 kriselt es mächtig zwischen den beiden, die zuvor auch gemeinsame Musik veröffentlicht hatten. Angeblich wollte Kaaris den Wünschen seines damaligen Kollegen Booba, ebenfalls dessen Feinde zu dissen, nicht nachgekommen sein. Booba betonte daraufhin immer wieder, Kaaris wäre erst durch ihn zu einem Rapstar geworden.

Danach tauschten die beiden immer wieder auf Songs und im Internet Beleidigungen aus – das volle Programm, das wir auch aus heimischen Gefilden kennen. Im letzten Jahr knallte es dann zwischen Kaaris und Booba am Paris Flughafen Orly, wo sich zufällig die Wege kreuzten. Die beiden Rapper gingen samt Entourage aufeinander los und sorgten durch ihre Schlägerei dafür, dass Halle 1 des Flughafens zeitweise geschlossen wurde. Flüge wurden gecancelt, es entstanden laut des französischen Magazins Generations.fr circa 54.000 Euro Schaden und die Beteiligten wanderten für ein paar Wochen hinter Gitter. Booba wurde beim Prozess am 6. September zu einer 18-monatigen Bewährung und 50.000 Euro Strafe verurteilt.

Dass die beiden ihre Streitigkeiten nun im Oktagon nach sportlichen Regeln austragen wollen, ist eine wohl beispiellose Story der Rapgeschichte. Wenn der Kampf Ende des Jahres stattfindet, werden nicht nur die Augen der französischen Rap- und Medienwelt auf Genf gerichtet sein.

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Staatsanwalt bestätigt: Verfahren gegen Loredana eingestellt, so viel hat sie wohl gezahlt

Staatsanwalt bestätigt: Verfahren gegen Loredana eingestellt, so viel hat sie wohl gezahlt

Von David Molke am 06.10.2020 - 15:53

Loredana und Petra Z. haben sich tatsächlich außergerichtlich geeinigt. Die Staatsanwaltschaft Luzern bestätigt jetzt ganz offiziell, dass das Verfahren wegen Betruges gegen Loredana eingestellt wurde. Das wurde offenbar durch die Zahlung von umgerechnet über 400.000 Euro ermöglicht, die die Klägerin erhalten haben soll.

Loredana & Petra Z.: Staatsanwaltschaft bestätigt außergerichtliche Einigung

Verfahren eingestellt: Jetzt ist offiziell, dass das Betrugsverfahren gegen Loredana eingestellt wurde. Schon vor einiger Zeit sorgten Berichte und Bilder für die Vermutung, dass sich die Rapperin und die offenbar tatsächlich betrogene Petra Z. außergerichtlich geeinigt hatten. Das könnt ihr alles in diesem Hiphop.de-Artikel zur Einigung zwischen Petra Z. und Loredana nachlesen.

Bestätigung der Staatsanwaltschaft: Bisher wurde darüber aber nicht groß gesprochen, womöglich, weil Stillschweigen zu der Beilegung des Konflikts vereinbart wurde. Das dürfte sich jetzt mehr oder weniger erledigt haben, nachdem die Staatsanwaltschaft Luzern eine entsprechende Stellungnahme zu dem Fall veröffentlicht hat.

Darin heißt es unter anderem, dass sich Loredana für ihr Verhalten entschuldigt und Reue gezeigt habe. Sie habe ihre Schuld eingestanden und der Geschädigten wohl schon vor über einem Jahr eine Geldsumme gezahlt. Mittlerweile habe sie sogar mehr zurückbezahlt, als die Summe, um die Petra Z. betrogen wurde.

"Die Staatsanwaltschaft Luzern hat das Verfahren gegen die Rapperin Loredana u. a. wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug eingestellt. Auf gegenseitigen Wunsch einigten sich die Rapperin und die Geschädigte über eine Wiedergutmachung."

"Loredana hat die Vorwürfe anerkannt, sich für ihr Verhalten entschuldigt und der Geschädigten mehr als den ermittelten mutmasslichen Deliktsbetrag zurückbezahlt"

Zwischenzeitlich wollte sogar Bushido Geld an Petra Z. spenden, was er angeblich auch getan haben soll:

Betrugsvorwürfe um Loredana: Bushido will an Petra Z. spenden

Die Betrugsvorwürfe gegen Loredana kochen aktuell unter dem Hashtag #BoycottLoredana erneut hoch. Nun hat sich Bushido in die Sache eingeklinkt und in Aussicht gestellt, dem mutmaßlichen Betrugsopfer Petra Z. finanziell unter die Arme zu greifen...

Loredana hat über €400.000 an Petra Z. gezahlt, sagt Staatsanwalt

Wie viel Geld war's? Einen exakten Betrag gibt zwar auch die Luzerner Staatsanwaltschaft nicht an, aber zumindest ist jetzt die grobe Größenordnung bekannt. In dem Statement ist mehrfach davon die Rede, dass Petra Z. mehr Geld zurück bekommen habe, als sie durch die Aktion verloren hatte.

"Loredana anerkannte, sich u. a. unrechtmässig als Rechtsanwältin ausgegeben, die Geschädigte getäuscht und damit Geld erhältlich gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Betrag von ca. Franken 430'000.00 aus."

Das liegt zwar unter den im Vorfeld angenommenen 700.000 Franken, dürfte aber Hand und Fuß haben. Wie viel genau Loredana als Wiedergutmachung gezahlt hat, geht daraus leider nicht hervor. Aber wenn es deutlich mehr gesen sein soll, muss es sich um eine Summe jenseits der 400k gehandelt haben, und zwar in Euros.

"Damit wurde der verursachte Schaden vollumfänglich gedeckt. Die Geschädigte wünschte und akzeptierte diesen Vergleich und hatte kein Interesse an einer weiterführenden strafrechtlichen Verfolgung der Vorwürfe."

Loredana soll auch für die Partei- und Verfahrenskosten aufgekommen sein und der ebenfalls angeklagte Bruder habe sich ebenfalls an der Wiedergutmachung beteiligt. So hat sich die ganze Angelegenheit dann letzten Endes wohl doch noch zur allgemeinen Zufriedenheit geklärt, wie es scheint.

Wie findet ihr die außergerichtliche Einigung? Ändert das eure Meinung von Loredana und hättet ihr mit einer derartigen Summe gerechnet?


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