Jay-Z & Meek Mill kämpfen mit 50 Millionen Dollar für Justizreform

Meek Mill und Jay-Z machen ernst: Zusammen mit Partnern aus der Sport- und Business-Welt planen sie nicht weniger, als das amerikanische Justiz-System zu reformieren.

Dafür haben sie die Initiative "Reform Alliance" ins Leben gerufen, wie auf einer Pressekonferenz in New York bekanntgegeben wurde. Wie seriös die Rapstars das Ganze angehen, zeigt das Budget, mit dem sie operieren wollen.

"Reform Alliance": 50 Millionen für mehr Gerechtigkeit

Die Beteiligung von Robert Kraft, Michael Rubin sowie Clara Wu Tsai sorgt unter anderem für eine entsprechende Finanzstärke. Sie sind Eigentümer oder Co-Eigentümer von großen amerikanischen Sportteams.

Mit Van Jones ist zudem ein ehemaliger Berater von Barack Obama fortan als CEO für die Organisation tätig. Mitbegründer Michael Rubin erklärte, dass es ihm nicht nur darum gehe, Meek Mill unter die Arme zu greifen.

"Das Problem ist so viel größer als Meek. Es geht um Grundlegendes: Unser Justiz-System ist kaputt und funktioniert nicht."

Meek Mill als Symbolfigur für die aktuelle Rechtssprechung

Im letzten Jahr konnte Meek Mill mit seinem Album "Championships" auch wieder musikalisch für Schlagzeilen sorgen. Bis zum Frühjahr 2018 musste Meek jedoch noch eine Haftstrafe verbüßen. Aufgrund von Verstößen gegen seine Bewährungsauflagen war er zu einem zwei- bis vierjährigen Gefängnisaufenthalt verurteilt worden. Meek Mills Anwälte konnten eine Entlassung nach fünf Monaten Haftstrafe erwirken.

Der Fall sorgte für eine Welle der Entrüstung, da Meek Mills Verfehlungen eher kleinerer Natur gewesen sind. So wurde er beispielsweise für das illegale Fahren eines Dirtbikes verurteilt. Die weiterhin laufende Bewährung resultierte aus einem Urteil, das mitunter über zehn Jahre zurückliegt. Damals ging es um Drogenhandel und Waffenbesitz. Meek Mill selbst sagt, dass durch die fast schon permanente Bewährungsstrafe seine Karriere immer wieder ins Stocken geraten sei. Daher tritt die "Reform Alliance" auch für die Lockerung von Bewährungsauflagen ein.

"Jedes Mal, wenn ich meiner Bestimmung in der Musikindustrie nachgekommen bin [...], war da immer irgendetwas, das mich zurück an einen Nullpunkt gebracht hat, weil ich auf Bewährung war. Ich habe mich immer gewundert, was mit den Menschen passiert, die eine schlechtere Ausgangslage besitzen. Ich bin einer der Glücklichen. Ich spreche hier für die Personen, die keine Stimme haben. Ich habe nicht darum gebeten, das Gesicht einer Reform zu sein, aber ich möchte Brücken schlagen und die Welt zu einem besseren Ort machen, ganz besonders für meine Kultur."

Vor allem die schwarze Community würde unter einem System leiden, das sie nach geringfügigen Verstößen direkt ins Gefängnis befördert.

REFORM ALLIANCE on Twitter

At REFORM, we #FightDifferent. Our collective disgust with the current state of the American criminal justice system is creating a powerful, growing alliance that spans different backgrounds, industries and political beliefs. https://t.co/wg1uAZlbJ8

Der Drei-Punkte-Plan

Die Probleme sollen mit einem Drei-Punkte-Plan angegangen werden. Zunächst wolle sich die "Reform Alliance" auf die 4,5 Millionen Menschen fokussieren, die auf Bewährung sind. Außerdem sei es ein erklärtes Ziel, andere Organisationen zu unterstützen, die seit Jahren gegen die Willkür im System kämpfen.

Die "Reform-Alliance" sei aber nicht dafür da, bessere Anwälte zu finanzieren. CEO Van Jones und seine prominenten Mitstreiter wollen das Problem bei der Wurzel packen und versuchen, die Gesetzeslage zu ändern.

Jay-Z erkennt eine gefährliche Schieflage im System. Es gehe schlichtweg nicht gerecht zu.

"Wenn jemand ein Verbrechen begeht, sollte er ins Gefängnis. Aber die jetzige Rechtslage ist unverhältnismäßig und die ganze Welt weiß davon. Viele dieser Gesetze existieren überhaupt nur, weil gewählte Offizielle von ihnen profitieren. Ich sage nur, wie es ist. [...] Es ist eine menschliche Angelegenheit."

Meek Mills Bewährung läuft noch bis 2023. Auch um zur Vorstellung der Initiative nach New York reisen zu dürfen, musste er die Erlaubnis von seinem Bewährungshelfer einholen.

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Jay-Z verrät seine Lieblings-Songs 2019 in einer Playlist

Jay-Z verrät seine Lieblings-Songs 2019 in einer Playlist

Von Michael Rubach am 20.12.2019 - 14:05

Jay-Z hat wieder seine Favoriten gepickt: Wie auch im Jahr 2018 droppt der Hova kurz vor Jahreswechsel eine Playlist mit seinen persönlichen Lieblingssongs. Der Musikgeschmack des Hiphop-Moguls ist auf der Streaming-Plattform Tidal einsehbar.

"Jay-Zs Year End Picks 2019": Jay-Zs Lieblingssongs 2019

An erster Stelle in Jay-Zs Playlist steht DaBabys "Intro" aus dem Album "Kirk". Am Rapper aus Charlotte scheint Jay-Z dieses Jahr großen Gefallen gefunden zu haben. Mit "Suge" und seinem Feature auf Megan Thee Stallions "Cash Sh*t" sind noch zwei weitere DaBaby-Beiträge vertreten.

Generell erweckt Jay-Z den Eindruck, cool mit der "Baby"-Generation im US-Rap zu sein. Lil Baby taucht ebenfalls mehrfach in der Jahresrevue auf. Newcomer wie Roddi Ricch oder Lil Tjay sind auch mit von der Partie.

Doch auch die etablierteren Künstler werden vom Roc-Nation-Gründer gepumpt. J. Coles "Middle Child", Travis Scotts "Highest In The Room" oder Tyler The Creators "Earfquake" bekommen Anerkennung. Die Kombo von Drake und Rick Ross findet sich gleich doppelt in Jay-Zs musikalischem Jahresrückblick wieder. Abseits ihrer zum Teil schwierigen Vergangenheit sendet die New Yorker Raplegende zudem ein bisschen Liebe an Kanye West und setzt "Follow God" auf seine Liste.

Einen Schlenker zur eigenen Familie baut Hov darüber hinaus ein. "Already" von seiner Gattin Beyoncé, Major Lazer und Shatta Wale hat es in die Auswahl geschafft. Der Song "Binz" von Queen Bs jüngerer Schwester Solange Knowles steht außerdem parat. Hier die gesamte Playlist in der Übersicht:

  • 1. "INTRO" – DaBaby
    2. "Heart On Ice" – Rod Wave
    3. "Money In The Grave" – Drake, Rick Ross
    4. "Perfect Ten" – Mustard, Nipsey Hussle
    5. "HIGHEST IN THE ROOM" – Travis Scott
    6. "DR. BIRD’S" – Griselda
    7. "Palmolive" – Freddie Gibbs, Madlib, Pusha T, Killer Mike
    8. "Almeda" – Solange
    9. "EARFQUAKE" – Tyler, The Creator
    10. "Hot (ft. Gunna)" – Young Thug
    11. "Woah" – Lil Baby
    12. "The Box" – Roddy Ricch
    13. "BEST ON EARTH (Bonus)" – Russ, Bia
    14. "Binz" – Solange
    15. "Suge" – DaBaby
    16. "Collateral Damage" – Burna Boy
    17. "Toast" – Koffee
    18. "ALREADY" – Beyonce, Shatta Wale, Major Lazer
    19. "Gold Roses" – Rick Ross, Drake
    20. "Lucha Bros" – Westside Gunn, Curren$y, Benny The Butcher
    21. "Here Now (Intro)" – Snoh Aalegra
    22. "Playing Games (Extended Version)" – Summer Walker, Bryson Tiller
    23. "Follow God" – Kanye West
    24. "MIDDLE CHILD" – J. Cole
    25. "Bailin'” – Mustard, Roddy Ricch
    26. "Put a Date On It" – Yo Gotti, Lil Baby
    27. "RICKY" – Denzel Curry
    28. "Cash Shit (feat. DaBaby)" – Megan Thee Stallion
    29. "Triggered (freestyle)" – Jhene Aiko
    30. "Welcome To The Party" – Pop Smoke
    31. "Big Drip" – Fivio Foreign
    32. "F.N" – Lil Tjay
    33. "Pop Out" – Polo G, Lil Tjay
    34. "Trap" – SAINt JHN, Lil Baby
    35. "Nobody’s Favorite" – Rick Ross, Gunplay
    36. "Meet Again" – Maxo Kream
    37. "Tito’s Back" – Conway, Westside Gunn, Benny The Butcher
    38. "Saw" – Roc Marciano
    39. "Lonely Child" – Youngboy Never Broke Again
    40. "Satish" – Tee Grizzley

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