Die Frau, die vor zwei Jahren Klage wegen angeblicher Vergewaltigung gegen Jay-Z eingereicht hatte, zieht ihre Vorwürfe jetzt in einer offiziellen Erklärung zurück. Dabei räumt sie ein, den 56-Jährigen noch nie in ihrem Leben getroffen, geschweige denn mit ihm kommuniziert oder interagiert zu haben.
Klägerin nimmt Vergewaltigungsvorwürfe gegen Jay-Z zurück
In dem elfseitigen Gerichtsdokument, das dem Rolling Stone Magazin vorliegen soll, heißt es unter anderem: "Shawn 'Jay-Z' Carter hat mich niemals vergewaltigt. Ich habe Herrn Carter weder getroffen noch mit ihm gesprochen. Herr Carter hat sich mir gegenüber niemals in irgendeiner Weise unangemessen verhalten." Weiter erklärt sie unter Eid: "An keiner meiner Behauptungen gegen Herrn Carter ist etwas Wahres [...] Mir ist bewusst, dass meine falschen Anschuldigungen Herrn Carter unermesslichen Schmerz, Leid und Schaden zugefügt haben, der niemals vollständig wiedergutgemacht werden kann."
Ihr neuer Anwalt gibt in einer Stellungnahme an, dass seine Mandantin wirklich Opfer eines sexuellen Übergriffs gewesen sei, bei der vermeintlichen Identifizierung von Jay-Z als Täter jedoch einen Fehler gemacht habe.
Mit Abgabe dieser Erklärung lassen Jay-Zs Anwälte die Klage gegen die Frau fallen, gehen jedoch wegen unbegründeter Strafverfolgung weiter gegen ihren ehemaligen Anwalt Tony Buzbee und dessen Kanzlei vor. Bereits seit Anfang des letzten Jahres erklärten Jay-Z und seine Anwälte, dass sie der Meinung wären, Buzbee hätte seine Pflichten als Anwalt verletzt. Sie behaupteten unter anderem, er habe sich nicht einmal mit der Klägerin getroffen, bevor er das Mandat übernahm, und dass in der Klage schon "die grundlegenden Fakten falsch" seien.
Tony Buzbee hatte sich bereits im Prozess gegen Diddy hervorgetan, indem er mehr als 100 Mandanten und Mandatinnen vertreten wollte, die Vorwürfe gegen den Bad-Boy-Mogul äußerten.
In einem Statement aus 2024 erklärte Jay-Z, dass er einen Brief mit Forderungen von Tony Buzbee erhalten hätte, die einer Erpressung gleichkämen: "Ich hatte das Gefühl, dass Herr Buzbee mir eine Waffe an den Kopf hielt und mir keine andere Wahl ließ, als entweder seinen Forderungen nachzugeben oder den persönlichen und finanziellen Ruin in Kauf zu nehmen."
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